Herzogenaurach
Aufführung

Mittelstufentheater spielt eine Kriminalgeschichte

Das Mittelstufentheater des Gymnasiums Herzogenaurach präsentiert nach eigener Adaption "Das Fräulein von Scuderi" nach einer Erzählung von E. T. A. Hoffmann. Die Schüler haben unter Anleitung von Leh...
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Das Fräulein von Scuderi wird von drei Schülerinnen gespielt, die jeweils einen Charakterzug der Dame repräsentieren. Foto: Gabriela Ruyter
Das Fräulein von Scuderi wird von drei Schülerinnen gespielt, die jeweils einen Charakterzug der Dame repräsentieren. Foto: Gabriela Ruyter

Das Mittelstufentheater des Gymnasiums Herzogenaurach präsentiert nach eigener Adaption "Das Fräulein von Scuderi" nach einer Erzählung von E. T. A. Hoffmann. Die Schüler haben unter Anleitung von Lehrerin Ulrike Deavin-Spindler die Erzählung ausgesucht und in ein Theaterstück umgewandelt. Sie haben sich seit Anfang des Schuljahres regelmäßig getroffen, um gemeinsam das Stück zu erarbeiten, die Kostüme zu kreieren und pfiffige Ideen für das Bühnenbild zu entwickeln. In den Osterferien wurde fleißig dafür geübt.

"Das Fräulein von Scuderi" ist nicht nur eine Erzählung, sondern auch eine Kriminalgeschichte mit dem ernsthaften Hintergrund, wem gehört eigentlich die Kunst? Was ist Kunst ohne sein Künstler? Und wer hat das Anrecht auf die Kunst ? Alle? Nur der Künstler?

Das Stück spielt zur Zeit von König Ludwig XIV. in Paris in der Zeit der Romantik und gibt einen Blick auf die dunkle Seite des Menschen frei. Eine unheimliche Raubmordserie versetzt Paris in helle Aufregung. Männliche Verehrer, die mit wertvollem Schmuck auf dem Weg zu ihrer Geliebten sind, werden ermordet und beraubt. Die Polizei tappt im Dunkeln. Plötzlich taucht ein bewaffneter Mann im Haus des Fräuleins Scuderi auf. Kommt er zum Rauben oder sogar zum Morden?

Nun steht das Fräulein Scuderi im Mittelpunkt der Geschichte. Sie ist die Tugend, Klugheit und Menschlichkeit in Person. Im Theaterstück wird sie gespielt von drei Schülerinnen, jede repräsentiert einen Charakterzug: Lena Rudel die Tugend, Celina Seufert die Klugheit und Lucia Geiser die Menschlichkeit. Und da ist noch der Meister Cardillac, der Künstler und Goldschmied. Der Künstler, der mit sehr viel Liebe, Arbeit und Emotionen seine Stücke kreiert und somit in jeder Kreation ein Teil von sich integriert hat, aber sich nicht trennen kann im Glauben, einen Teil von sich zu verlieren. Auch hier ist die Figur ein Doppelcharakter, gespielt von Julia Bimm und Paula Dietsch.

Ein gewagtes Vorhaben

In der Schlussszene möchte das Fräulein Scuderi den Beschuldigten auf den rechten Weg führen und vor allem einem Verbrecher zu seinem Recht verhelfen. Kann es ihr gelingen? Einer Frau in der Zeit der absolutistischen Herrschaft Ludwigs XIV.?

Die Spielleitung haben die Lehrkraft Ulrike Deavin-Spindler und Ute Docter, eine ehemalige Schülerin, übernommen, die Assistenz der Spielleitung die Elftklässler Helen Beumelburg und Finlay Deavin. Aufführungen sind am Freitag, 3. Mai, Samstag, 4. Mai, und Sonntag, 5. Mai, jeweils um 19.30 Uhr in der Aula des Gymnasiums Herzogenaurach. Einlass ist um 19 Uhr. Karten zum Preis von sechs Euro (ermäßigt vier Euro) gibt es bei Bücher, Medien und Mehr, Schreibwaren Ellwanger, in der Schule und an der Abendkasse.

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