Eltmann

Mittelschüler laufen für Tschad

Kinder und Jugendliche in Eltmann nahmen an einer Aktion gegen den Hunger teil und gaben ihr Bestes.
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Lokalmatador Matthias Pfuhlmann (rechts) gab den Startschuss für den "Lauf gegen den Hunger" in Eltmann.  Fotos: Günther Geiling
Lokalmatador Matthias Pfuhlmann (rechts) gab den Startschuss für den "Lauf gegen den Hunger" in Eltmann. Fotos: Günther Geiling
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Für knapp 250 Schüler der Georg-Göpfert-Mittelschule in Eltmann begann dieser Tage der Schultag einmal ganz anders. Das Klassenzimmer tauschten die Kinder und Jugendlichen mit einer Laufstrecke an der Promenade am Main, um dort am weltweiten Schulprojekt "Lauf gegen den Hunger" teilzunehmen. Der Erfolg war riesig, denn es wurde die stolze Summe von rund 5000 Euro "erlaufen".

Schon 2018 hatte die Schule an diesem Projekt teilgenommen, um die Arbeit der international tätigen humanitären Hilfsorganisation "Aktion gegen den Hunger" zu unterstützen. Das hat die Schüler begeistert und sie für das neue lebensrettende Projekt 2019 motiviert.

Das Projektland

Im Vorfeld des Laufes hatten an der Schule bereits Themenvorträge stattgefunden, bei denen die Schüler mit einer Mitarbeiterin der Hilfsorganisation über das Problem von Hunger und Mangelernährung sprachen und Neues über das diesjährige Projektland Tschad erfuhren. Dabei wurden sie damit konfrontiert, dass die Republik Tschad eines der ärmsten Länder der Welt sei, das Land mit sozialen Unruhen zu kämpfen habe und regelmäßig Naturkatastrophen ausgesetzt sei. Die Menschen in den trockenen Sahelregionen litten zwischen den Ernten regelmäßig unter Mangelernährung und unsicheren Versorgungsbedingungen. Gesundheitszentren und Schulen würden aufgrund der Sicherheitslage in vielen Gebieten geschlossen, und weniger als die Hälfte der 14,9 Millionen Einwohner habe Zugang zum Trinkwasser. Die Unterernährungsquote liege bei 39 Prozent.

Konrektorin Cornelia Heid empfing am frühen Morgen auf dem Pausenhof die Schüler. "Heute zeigt ihr, dass ihr euch für solche Menschen mit eurer Energie und Kraft einsetzt und mit euren Runden für diese Menschen lauft. Mit 42 Euro schaffen wir es, für eine Familie eine Ziege zu finanzieren, damit die Familie leben kann", betonte Cornelia Heid.

Im Jahr 2018 haben nach ihren Angaben 500 000 Schüler aus 1900 Schulen an dem Laufprojekt teilgenommen. Die Spendeneinnahmen ermöglichen es somit, Menschen in Not auf der ganzen Welt zu helfen.

Auch der Lokalmatador und bekannte Langläufer der SG Eltmann, Matthias Pfuhlmann, hatte sich eingefunden und sprach den Schülern Lob und Anerkennung für diese tolle Aktion aus. Dies sei eine andere "action for future". Damit zeigten die Kinder und Jugendlichen ihren Beitrag, sich "für andere einzusetzen und die Welt zu verbessern. Laufen und helfen" sieht er als eine gelungene Verbindung an.

Gute Ratschläge

Natürlich hofften die Mittelschüler auf einige nützliche Ratschläge des routinierten Läufers, und die gab er auch. "Fangt nicht so heftig an und haltet lange durch! Der Mensch ist von Natur aus ein Läufer, und ein gesunder Mensch ist in der Lage, täglich 20 Kilometer zu laufen." Damit gab er den Startschuss für die fünften Klassen, bevor die weiteren Klassen ihre Runden drehten.

Natürlich sah man den Schülern an, ob sie in Vereinen sportlich aktiv sind oder nicht. Alle waren auf jeden Fall mit Begeisterung dabei, Sponsoren hatten für Wasser oder Melonen zur Stärkung gesorgt, und die Mitglieder des Elternbeirates standen für die Versorgung der Läufer bereit.

Die Bilanz des Laufes führte zu einem Ergebnis, das nicht hoch genug bewertet werden kann. 238 Mittelschüler gingen auf den 300 Meter langen Rundkurs und liefen insgesamt 2619 Runden oder 785,7 Kilometer. Der Beste schaffte 23 Runden. Wenn nun alle vereinbarten und zugesagten Spendengelder eintreffen, dann haben die Schüler an diesem Vormittag mit ihrem "Lauf gegen den Hunger" rund 5000 Euro zusammengebracht. Woher kommt das Geld? Die Schüler haben Laufpaten gewonnen. Pro gelaufener Runde sichern die Paten den Kindern einen festen Spendenbetrag zu.

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