Königsberg in Bayern

Mit vielen Talenten

Hans Stark beging in Königsberg seinen 90. Geburtstag.
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Hans Stark  Foto: Gerold Snater
Hans Stark Foto: Gerold Snater

In Königsberg feiert Hans Stark, ein Kind des Haßgaus, seinen 90. Geburtstag.

In wirtschaftlich und politisch unruhige Zeiten hinein wurde Hans Stark am 11.11.1929 als drittes von elf Kindern in Hofheim geboren, wo er aufwuchs und zur Schule ging. Nach dem Schulabschluss absolvierte er ab 1944 in einer Schreinerei in Haßfurt eine Lehre, die er unterbrechen musste, als er wie viele Gleichaltrige zwar nicht zum Kriegsdienst, aber als "Schanzenbub" zum Bau von Panzergräben in das Saarland beordert wurde.

Es waren nicht zuletzt das starke Interesse für Technik und der Spaß am Tüfteln an Motoren und Maschinen, weshalb er sich in den Jahren des Wiederaufbaus nach dem Krieg umorientierte. Mit 19 Jahren durfte er Lastkraftwagen steuern und übte dann für 28 Jahre den Beruf des Kraftfahrers aus.

Neben dem Beruf war es sein ausgeprägter Sinn für Gemeinschaft, Geselligkeit und Heimatverbundenheit, die ihn für zahlreiche Vereine aktiv werden ließ. Viele Jahre stand er als Torwart beim Hofheimer Sportverein auf dem Fußballplatz. Beim Hofheimer Carnevalsclub brachte er sich bei den Faschingsveranstaltungen ein und für die Feuerwehr Hofheim verrichtete er 25 Jahre lang seinen Dienst. Gerne beschäftigte er sich mit Fotografieren, hatte Freude am Modellbau und er wanderte viel, als er noch besser zu Fuß war.

Sein größtes Projekt aber, dem er sich immer leidenschaftlich widmete, war und ist der Hofheimer Fanfaren- und Spielmannszug. Zusammen mit drei Gleichgesinnten hatte er den Musikverein 1958 ins Leben gerufen, war aktiver Musiker sowie stellvertretender Stabführer und stand über Jahrzehnte als Zweiter und Erster Vorsitzender an der Spitze des Vereins. Heute ist er Ehrenvorsitzender und nach wie vor eng mit seinem Spielmannszug verbunden.

Nachdem er sein privates Glück gefunden und 1965 geheiratet hatte, gehörten bald zwei Kinder zur Familie. Man entschloss sich, im nahe gelegenen Königsberg ein Haus zu bauen.

Hier war der Jubilar inzwischen beruflich eingesetzt und durch seine Zugehörigkeit zur Bürgerwehr sowie zur Schlossberggemeinde rasch ins lokale Leben der Regiomontanusstadt eingebunden. 31 Jahre lang gehörte er dem Kommando der Bürgerwehr an und führte in dieser Zeit das Trommlerkorps als dessen Tambourmajor.

So kam es, dass er 1976 noch einmal den Arbeitsplatz wechselte und als Angestellter der Stadt Königsberg, zunächst im Bauhof und für zwölf Jahre, bis er im Jahr 1995 in Rente ging, als Hausmeister der Grundschule, tätig war.

Neben all den Ehrungen, die er im Laufe der Jahre für sein ehrenamtliches Engagement erhielt, hat er sich über die Verdienstmedaille des Bayerischen Ministerpräsidenten, die ihm 2008 verliehen wurde, besonders gefreut.

Bei der täglichen Lektüre der Heimatzeitung informiert er sich über das Tagesgeschehen. Er kennt viele Begebenheiten und Ereignisse, die sich früher sowohl in Hofheim als auch in Königsberg zugetragen haben.

Freundlich und humorvoll

Die Leute schätzen Hans Stark wegen seiner freundlichen, humorvollen Art. Die offiziellen Glückwünsche zum Geburtstag sprachen ihm stellvertretender Landrat Oskar Ebert für den Landkreis und der Zweite Bürgermeister Alexander Krauser für die Stadt Königsberg aus. sn

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