Coburg

Mit Respekt gegen Vorurteile

Der "treffpunkt Bertelsdorfer Höhe" erhielt den Integrationspreis der Regierung von Oberfranken.
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Maciej Danko und Helena Krieger sind die guten Seelen des "treffpunkts". Foto: CT-Archiv
Maciej Danko und Helena Krieger sind die guten Seelen des "treffpunkts". Foto: CT-Archiv
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Eine hohe Auszeichnung hat der "treffpunkt Bertelsdorfer Höhe" erhalten. Die beliebte Freizeiteinrichtung durfte für ihre erfolgreiche Arbeit für und mit Migranten den seit 2008 vergebenen oberfränkischen Integrationspreis entgegennehmen.

Der Kinder- und Jugendtreff im Norden Coburgs feierte vor wenigen Wochen sein 20-jähriges Bestehen mit der evangelischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz, die dem "treffpunkt" seit zehn Jahren unter dem Dach des Gemeindezentrums "elia & Co" eine Heimat gibt.

Seit 1998 sind zwei Coburger Institutionen, der Caritasverband und die Evangelische Jugend "ejott", gemeinsam für diesen herausragenden Gemeinwesentreff verantwortlich. Obwohl beide Träger bereits mehrfach für unterschiedlichste Integrations-Erfolge ausgezeichnet wurden, freuten sich die Mitarbeiter und die Vertreter beider Träger über diese Anerkennung aus Oberfranken ganz besonders.

Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz und Staatssekretär Gerhard Eck übergaben den stolzen Vertretern des "treffpunkts" in Bayreuth eine Urkunde und einen Scheck. Beide drückten ihre Freude darüber aus, dass im "treffpunkt" in Coburg seit so vielen Jahren ein friedliches Miteinanderleben geübt und praktiziert wird.

2017 gingen im "treffpunkt" Kinder, Jugendliche und deren Angehörige aus immerhin 29 verschiedenen Ländern aus und ein - worauf das Team sehr stolz ist. Mit dem Preis wird das jahrzehntelange Wirken der Coburger Einrichtung für die Integration von Migranten gewürdigt. Einheimische und Zuwanderer sollen miteinander und nicht nebeneinander leben. Dieses Leitziel der Caritas haben sich die Mitarbeiter beider Träger auf die Fahnen geschrieben.

Ursprünglich war der "treffpunkt" als Modellprojekt zur Integration junger Spätaussiedler aus Bundesmitteln finanziert worden. Aus dem Provisorium ist längst eine segensreiche Dauereinrichtung geworden.

Beim Jubiläum im September freuten sich viele langjährige Unterstützer und Besucher gemeinsam darüber, dass die Stadt die Finanzierung dieser unerlässlichen Einrichtung übernommen hat.

Helena Krieger, aus Kasachstan stammende Pädagogin, war von Anfang an die Hauptansprechpartnerin vieler Bewohner des Stadtteils und kümmert sich seitdem unermüdlich um die Freizeitgestaltung, unterstützt Kinder bei Hausaufgaben und berät die Eltern bei der Erziehung und in vielen andern Fragen. Ihr Kollege Maciej Danko konnte in ihrer Abwesenheit den Preis, den Dank für die herausragende Teamarbeit im "treffpunkt" und die Urkunde entgegennehmen.

Die Besucher des "treffpunkts" lernen und erleben im täglichen Miteinander Dialog, Kulturverständnis und Respekt vor anderen Menschen, bauen Vorurteile, Ängste und Fremdheitsgefühle ab. red

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