Coburg

Mit mehr Elan und mit mehr Biss

Nach dem ernüchternden Spiel gegen Rimpar will der HSC am Samstag wieder sein wahres Gesicht zeigen. Beim Auswärtsspiel gegen den Tabellenachten HSG Nordhorn-Lingen muss Trainer Jan Gorr wieder auf sieben Spieler verzichten.
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Sprunggewaltig und wieder mit deutlich mehr Zug zum Tor als noch gegen Rimpar wollen sich die HSC-Spieler am Samstag bei der HSG Nordhorn-Lingen präsentieren. Der Schwede Tobias Varvne war einer der wenigen, die am Samstag im Derby den notwendigen Biss zeigten. Foto: Bilek
Sprunggewaltig und wieder mit deutlich mehr Zug zum Tor als noch gegen Rimpar wollen sich die HSC-Spieler am Samstag bei der HSG Nordhorn-Lingen präsentieren. Der Schwede Tobias Varvne war einer der wenigen, die am Samstag im Derby den notwendigen Biss zeigten. Foto: Bilek
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Der HSC hat Schmerzen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn nach wie vor fehlen dem Handball-Zweitligisten mehrere wichtige Spieler aufgrund hartnäckiger oder "frischer" Verletzungen. Weh tat aber auch das letzte Spiel. Zu Hause gab es eine bittere Prestigeniederlage gegen Rimpar.
Vor allem die geringe Anzahl selbst geworfener Tore (17) sorgte bei den enttäuschten Fans in der HUK-Arena für Verwunderung. Das gab es seit Jahren nicht mehr. Aus diesen Gründen wäre ein Auswärtssieg am Pfingstsamstag natürlich Balsam auf den aufgerissenen gelb-schwarzen Wunden.
Doch die Aufgabe hat es in sich: Nordhorn zählt seit Jahren zum Inventar der 2. Liga und bewegt sich stets im oberen Tabellenbereich. Derzeit sind sie Achter und hätten sie nicht so ein ähnliches Verletzungspech wie die Vestestädter während der gesamten Saison gehabt, dann stünde das Team wohl besser da. Phasenweise stand kein einziger Linkshänder zur Verfügung, so dass viel improvisiert wurde und - analog zum HSC - Spieler auf Positionen zum Einsatz kamen, auf denen sie normal gar nicht hingehören.


Beim letzten Mal dort verloren

Trotzdem weiß Coburgs Trainer Jan Gorr um die Schwere dieser Aufgabe: "Die Spiele im Euregium sind echte Gradmesser und beim letzten Vergleich, in unserem Aufstiegsjahr 2016, haben beide Mannschaften ihr Heimspiel für sich entscheiden können. Im direkten Vergleich ist auch diesmal das Hinspiel zu unseren Gunsten ausgegangen. Mit einem Erfolg im Rückspiel würde sich die Chance bieten, beide Duelle positiv zu gestalten". Und das ist auch das erklärte Ziel. Um das zu schaffen gilt es, die größte Stärke der Nordhorner, nämlich eine extrem gut kooperierende 6:0-Verteidigung mit Torwart Buhrmester im Rücken, aufzuweichen. Dafür ist allerdings eine deutlich verbesserte Chancenauswertung im Vergleich zum Rimpar-Spiel Voraussetzung.
Bei Nordhorn fallen besonders die effizienten und konterstarken Außen Mickal über Links und Fraatz über Rechts sowie die sehr torgefährliche Rückraumreihe mit Heiny, Wiese und Verjans auf. Die Abwehrleistung des HSC (22 Gegentore im Derby) war in den letzten beiden Spielen, also auch in Aue, sehr gut und ist auch diesmal eine notwendige Grundlage. Allerdings gibt es schon wieder Nachrichten aus dem Lazarett. Und die haben entscheidenden Einfluss auf die Defensivarbeit:


Mindestens ohne Sieben

"Da unser Abwehrchef Markus Hagelin von einem fieberhaften Infekt geplagt wird und sein Einsatz mehr als ungewiss erscheint, ist genau dieser Bereich natürlich von besonderer Bedeutung für uns." Neben dem fraglichen Einsatz von Hagelin werden die bereits gegen Rimpar zu ersetzenden sieben Spieler auch in Nordhorn nicht mit von der Partie sein. Stefan Lex hatte bereits das Aufwärmen vor Rimpar abgebrochen und mit Achillessehnenproblemen im Spiel auf die Zähne gebissen. Auf seine Genesung und dementsprechenden Einsatz hoffen Gorr & Co. aber bis Samstag. ct


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