Trebgast

Mit gutem Geist auf dem Weg ins neue Jahr

Auch im neuen Jahr ist es nicht egal, wes Geistes Kind ein Mensch ist. Es macht viel aus, ob da, wo wir arbeiten und leben, ein guter Geist herrscht - oder nicht. Ein böser Geist i...
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Auch im neuen Jahr ist es nicht egal, wes Geistes Kind ein Mensch ist. Es macht viel aus, ob da, wo wir arbeiten und leben, ein guter Geist herrscht - oder nicht. Ein böser Geist in einem Haus, einer Firma, einer Schule kann Menschen krank machen. Herrscht in einem Heim, einem Krankenhaus ein guter Geist, kann manches erträglicher sein, was sonst nicht auszuhalten wäre.
In der Erinnerung sagen einige: "Sie war der gute Geist in der Familie." Ja, oft genügt ein einziger Mensch, um einen anderen Geist in eine Gruppe von Menschen zu bringen.
Häufig sprechen wir vom Zeitgeist. Gerade zum Jahreswechsel machen sich manche dazu ihre Gedanken: Wie war es früher ? Wie ist es heute ? Besser - schlechter ? Goethe bemerkt kritisch im "Faust": "Was ihr den Geist der Zeiten heißt, das ist im Grunde der Herren eigner Geist, in dem die Zeiten sich bespiegeln."
Vieles wird versucht, um unseren menschlichen Geist zu fördern und zu beeinflussen. Ein guter Mannschaftsgeist macht sportliche und wissenschaftliche Höchstleistungen oft erst möglich. Welcher Geist ein Volk beherrscht, das hat weitreichende Folgen - zum Guten wie zum Bösen.
Auch unsere Bibel zeigt an vielen Beispielen, was ein guter oder ein böser Geist in Menschen bewirken oder anrichten kann. Doch die Bibel geht noch weiter: Sie rechnet mit Gottes Geist als der entscheidenden Kraft hinter allem, was in der Welt geschieht.
Gottes guter Geist war von Anfang an in der Schöpfung da. Er wird konkret erfahrbar im Reden und Wirken Jesu. Er ist gegenwärtig, wenn wir Gottesdienste feiern, auf Gottes Wort hören, Menschen taufen, das Abendmahl feiern. Auch heute wirkt er in seinen Gemeinden, in Menschen und durch Menschen.
Die frohe Botschaft des Neuen Testaments nennt Jesus den Sohn Gottes, um zu beschreiben, wie er auf einzigartige Weise mit Gott verbunden ist. Um Jesu willen dürfen wir Gott auch "Vater" nennen. In der Taufe wird uns sein Heiliger Geist zugesprochen, als Geschenk uns zugeeignet. Wer an ihn glaubt, wird Tochter oder Sohn - ein Kind Gottes.
Wo dieser Geist Gottes regiert, verändert sich das Leben. Auch das Zusammenleben, bis in kleine Entscheidungen des Alltags hinein. Gottes Geist rührt Menschen im Innersten an, "treibt" sie, führt sie, setzt sie in Bewegung.
"Komm, heiliger Geist" ist eines der wichtigsten Gebete der Christen. Menschen haben sich dadurch geöffnet, in der wunderbaren Freiheit der Kinder Gottes zu leben. Es können mitunter abenteuerliche Wege sein, die Gott Menschen führt, die sich ihm öffnen. Die Geschichte ist voll von Beispielen.
Mögen sie uns auch im Neuen Jahr 2016 begegnen.
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