Haßfurt

Mit großer Geste

Das Kulturamt Haßfurt bringt Jazz aus vier Jahreszeiten und lustige Mädels ins Rathaus.
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Foto: Jörg Dembinski
Foto: Jörg Dembinski
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Jazz im Laufe der Jahreszeiten nimmt das Kulturamt Haßfurt in seiner Reihe "Jazz mal anders" am Freitag, 18. Januar, ins Visier. Giacomo di Benedetto singt und swingt um 20 Uhr in der Rathaushalle.

Die Jahreszeiten, der Wandel der Natur und was dieser für die Menschen mit sich bringt, inspirieren viele Komponisten in der Musik. So auch in Jazzkompositionen. Zahlreiche Titel nehmen Bezug auf die Jahreszeiten, spiegeln Assoziationen, erzählen Geschichten. "Begeben Sie sich auf eine musikalische Reise durch den Jahreszyklus", lädt Petra Zirkler, die Leiterin des Kulturamts, zu dieser besonderen Abendveranstaltung ein.

Von Swing bis zu Latinrhythmen durchstreifen die Titel zahlreiche Jazzgenres und versprechen einen abwechslungsreichen Abend.

Stimme aus Italien

Zu Gast ist der in Florenz geborene Jazzsänger Giacomo di Benedetto. Er besticht durch seine außergewöhnliche und vielseitige Stimme. Er singt für zahlreiche Projekte von Jazz bis Pop und arbeitete in diversen Formationen unter anderem als Sänger für das Orchester Hugo Strasser oder den Produzenten Ralph Siegel.

Lustig dürfte es tags darauf werden, am Samstag, 19. Januar, ebenfalls um 20 Uhr. In der Rathaushalle lädt Mirja Regensburg zum "Mädelsabend - jetzt auch für Männer!" ein. In ihrem Programm zeigt sie die Verrücktheit des Lebens auf. Sie verzweifelt nicht oder scheitert, denn sie nimmt das Leben mit Humor.

"Mirja aus Hümme" (so heißt ihre eigene Radiocomedy bei Hit Radio FFH) erklärt, wie man sich selbst am besten auf die Schippe nimmt und was man von Männern lernen kann. Egal ob Punkte in Flensburg, Punkte beim Essen oder Punkte beim Fußball - die vielseitige Künstlerin teilt ihre Erlebnisse mit dem Publikum, und das ist zum Schreien komisch. Mirja Regensburg macht vor keinem Thema halt, eben wie bei einem richtigen Mädelsabend.

Stand-up-Comedy, Gesang und Improvisation: Die 43-jährige Komikerin und Schauspielerin bietet Geschichten, Gags, Gesang und garantiert gute Laune, wie das Kulturamt in Haßfurt schildert.

"Feierabend" heißt es am Freitag, 1. Februar, um 20 Uhr in der Rathaushalle Haßfurt, wenn Andrea Volk auftritt. Büro und Bekloppte thematisiert die Kabarettistin, Moderatorin und Buchautorin, die mal als Journalistin und Poetry-Slamerin begann, und beschreibt das "Überleben 4.0 - mit Alkohol und Achtsamkeitstrainings".

Was kann man tun, fragt sie, gegen den Flächennutzungsplan am Kühlschrank? Wie Meetings schöner aussitzen? Und wie praktiziert man den digitalen Wandel, wenn das "Kompetenzteam" aus mehr Nullen als Einsen besteht? Kabarettistin Volk lässt den Krieg am Kopierer eskalieren, übt mit Bio-Susanne Achtsamkeitstraining in der Teeküche und lässt gegen Bürokraten-Terror Erich Honecker wieder auferstehen.

Steht doch im Büro das große Fragezeichen im Vordergrund: Warum nur gibt es mehr Häuptlinge als Indianer, mehr Meetings als Zeit zum Denken, mehr Software als Lösungen? Warum muss man am Telefon so oft sagen: "Kann ich Ihnen helfen?", wenn man doch in 90 Prozent der Fälle weiß, da ist nichts mehr zu machen? Wer erfindet Begriffe wie "Information der Abteilung Honorare und Lizenzen über die Kostenschlüssel für die Reisekostenabrechnung"? Und wie kann man den aufhalten?

Urkomisch, bitterernst und mit Mittagspause in der Tagespolitik sei der "Feierabend", verspricht Petra Zirkler dem Publikum in Haßfurt.

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