Herzogenaurach

Mit Gospels und Jazz begeistert

Die "Singin‘ Off Beats" gastierten mit "Frühlingserwachen" in der Stadtpfarrkirche.
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Die "Singin‘ Off Beats" präsentierten sich in Höchstform.  Foto: Manfred Welker
Die "Singin‘ Off Beats" präsentierten sich in Höchstform. Foto: Manfred Welker
Die Vernetzungen des Herzogenauracher Organisten und Chorleiters Toni Rotter sind in der Region sehr intensiv. Für ein Konzert unter dem Motto "Frühlingserwachen" konnte er die Singin‘ Off Beats unter ihrem Leiter Klaus Gramß in die Stadtpfarrkirche holen. Auch bei dem guten Wetter am Samstagabend war das Konzert gut besucht.
Der Chorleiter Klaus Gramß ist Schulmusiker am Sigmund-Schuckert-Gymnasium in Nürnberg, wo er drei Chöre leitet. Zusätzlich ist er noch Dozent für schulpraktisches Klavierspiel und Musiktheorie an der Friedrich-Alexandr-Universität Erlangen-Nürnberg. Er studierte neben Schulmusik noch Komposition und Jazz (Klavier und Schlagzeug) an der Musikhochschule Würzburg. Zahlreiche Werke aus seiner Feder wie Musicals aber auch Kammer- und Orchestermusik wurden aufgeführt.
Auch künstlerisch ist er als Pianist im Bereich Jazz und Chanson sowie als Arrangeur und Komponist diverser Produktionen im Bereich Jazz, Musical etc. tätig. Gramß ist außerdem Preisträger diverser Kompositions-, Band-, Chor- und Instrumentalwettbewerben.
Mit den Worten "Es ist ein toller Raum", würdigte er die Herzogenauracher Stadtpfarrkirche. Nach einer Einführung und Vorstellung der Formation hatte Felix Hübner die Moderation übernommen.


Doppelfunktion

Denn der Leiter Gramß ist in Doppelfunktion tätig. Die eigene Instrumentalbegleitung bezeichnet sich als "definierender Bestandteil" der Singin‘ Off Beats. Den Bass zupft Lukas Weiß, am Piano greift Klaus Gramß in die Tasten und das Schlagzeug betätigt Christian Langmann.
Mit seinen selbstgeschriebenen Arrangements, aber auch basierend auf dem Feingefühl, der Virtuosität und dem guten Gehör der Band, verstand es Klaus Gramß, die Singin‘ Off Beats zur Höchstforma auflaufen zu lassen. Besonders wenn Solisten hervortreten, was beim Konzert mehrmals der Fall war, verschwammen die Grenzen zwischen Chor und Band am auffälligsten. Und das lediglich bei fünf Mitgliedern im Sopran 1, fünf weiteren im Sopran 2 und im Alt. Diesen stehen sechs Tenöre und fünf Bässe zur Seite.
Am meisten verwundert bei der Entwicklung, dass diese Chorformation nicht geplant war, vielmehr daraus entstand, dass der Schulchor, benannt als "Kammerchor des Sigmund-Schuckert-Gymnasiums" am Bayerischen Chorwettbewerb im Jahr 2005 teilnahm und völlig unverhofft auch gewann. Das spornte die Mitglieder an, besonders dadurch dass der Chor weitere zweimal den Wettbewerb gewann und auch beim Deutschen Chorwettbewerb brillieren konnte. Auftritte bei national renommierten Jazzfestivals festigten den Ruf der Formation und Auszeichnungen wie der Wolfram-von-Eschenbach-Förderpreis im Jahr 2012 brachten öffentliche Aufmerksamkeit.
Auf dem Programm in Herzogenaurach standen Gospels und Jazz. Aber auch ein Arrangement der Goldbergvariationen von Johann Sebastian Bach für Chor, genauso wie ein Arrangement eines Stück von Georg Friedrich Händel.


Viel Applaus

Den Zuhörern hat es auf jeden Fall gefallen, wie der Applaus bewies. Nach dem Konzert konnten die Zuhörer in eine laue Aprilnacht auf den Kirchenplatz entlassen werden.


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