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Mit dem Diakonieverein geht es wieder aufwärts

2019 war für den Diakonieverein Neuenmarkt-Wirsberg-Trebgast-Harsdorf alles andere als ein einfaches Jahr. Wie Vorsitzender Peter Ahrens in der Hauptversammlung betonte, gehe es jetzt aber wieder aufw...
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Pfarrer Peter Ahrens stellte Dana Kolenda als neue Chefin der Pflegedienstleitung vor. Foto: W. Reißaus
Pfarrer Peter Ahrens stellte Dana Kolenda als neue Chefin der Pflegedienstleitung vor. Foto: W. Reißaus

2019 war für den Diakonieverein Neuenmarkt-Wirsberg-Trebgast-Harsdorf alles andere als ein einfaches Jahr. Wie Vorsitzender Peter Ahrens in der Hauptversammlung betonte, gehe es jetzt aber wieder aufwärts, wenngleich nicht alle Probleme finanzieller Art völlig gelöst seien.

Zum 1. November habe man mit Dana Kolenda aus Kupferberg eine neue Chefin in der Pflegedienstleitung eingestellt. Auf sie werde Schwerstarbeit zukommen, so Pfarrer Ahrens. Generell werde die Gewinnung von Mitarbeitern immer schwierige. Er stellte fest, dass eine menschenwürdige Pflege nach wie vor das Hauptziel der Arbeit im Diakonieverein ist. "Obwohl es die soziale Pflegeversicherung seit mehr als 20 Jahren gibt, ist es trotzdem nie gelungen, das Thema Pflege aus den Schlagzeilen zu bringen." Das Image der Pflegeberufe müsse deutlich verbessert werden, um junge Menschen für eine Ausbildung zu motivieren.

Die Diakonie leistet Ahrens zufolge seit Jahrzehnten einen erheblichen Beitrag zur Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Infolge der gewachsenen fachlichen Anforderung steige der Bedarf an Fachkräften seit Jahren kontinuierlich an. Durch die demografische Entwicklung werde sich diese Situation noch zuspitzen.

Auch im Bereich der Diakoniestation Neuenmarkt-Wirsberg seien die Pflegetouren immer häufiger völlig ausgelastet, so dass bereits manche Einzelpflegen abgelehnt werden mussten. "Wir wollen aber nach wie vor sicherstellen, dass gerade unsere langjährigen Mitglieder auch gepflegt werden."

Aus personeller Sicht sei 2019 das schwierigste Jahr gewesen, seitdem er den Vorsitzend des Diakonievereins übernommen habe. So sei es zu Engpässen in der Pflegedienstleitung gekommen, eine weitere Kündigung habe Auswirkungen auf die Rechnungserstellung gehabt. Ab März habe überhaupt keine Leitungsperson mehr zur Verfügung gestanden. Eine kurzfristige Einstellung habe nicht den erhofften Erfolg gebracht - "und so begann erneut die Suche nach einer Pflegedienstleitung, die auch schon Erfahrung in der Ambulanz mitbringt". Mit Dana Kolenda sei diese wichtige Stelle nunmehr besetzt. Ahrens zeigte sich froh und dankbar, dass einige ehemalige Mitarbeiterinnen bereit waren, auszuhelfen, um den Betrieb am Laufen zu halten. "Das Tagesgeschäft musste weitergehen."

Wie Schatzmeister Manfred Kolb aufzeigte, schloss das Rechnungsjahr 2018 in der Bilanz mit einem Verlust von knapp 64 000 Euro ab. Kolb gab sich zuversichtlich, dass die kommenden Jahre wieder mit einem Plus enden werden.

Bei den Neuwahlen wurden die bisherigen Amtsinhaber in ihren Ämtern bestätigt. Aus der Tagespflege Hegnabrunn, die sehr gut ausgelastet ist, berichtete Marion Schröfer. Einstimmig beschlossen wurde die überarbeitete Satzung des Diakonievereins, der gegenwärtig 545 Mitglieder hat.

Bürgermeister Werner Diersch (SPD), der auch für seine Kollegen Stephan Heckel-Michel (Ködnitz) und Günther Hübner (Harsdorf) sprach, lobte die aufopferungsvolle Arbeit der Mitarbeiterinnen in der Diakoniestation. Werner Reißaus

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