Weiden
weiden.inFranken.de  Als Gemeinschaftsprojekt bauten 50 Bauern für eine Viertelmillion Euro eine Maschinenwaschanlage mit Diesel-Tankanlage.

Mit dem Bulldog an die eigene Tanke

Inzwischen beteiligten sich über 50 Landwirte aus zwölf Jura-Ortschaften an der Maschinenwaschanlage mit Diesel-Tankanlage in Weiden, während die Vereine von Weiden eine Gemeinschaftshalle an die Schl...
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Eine interessante Ausstellung ergänzte den Einweihungstag der Gemeinschaftsanlage in Weiden. Fotos: Dieter Radziej
Eine interessante Ausstellung ergänzte den Einweihungstag der Gemeinschaftsanlage in Weiden. Fotos: Dieter Radziej
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Inzwischen beteiligten sich über 50 Landwirte aus zwölf Jura-Ortschaften an der Maschinenwaschanlage mit Diesel-Tankanlage in Weiden, während die Vereine von Weiden eine Gemeinschaftshalle an die Schlepperwaschanlage anbauten.

Nach vielfältigen Anstrengungen nutzten alle rund um Weiden die Gelegenheit, die Einweihung gemeinsam zu feiern. Zum Auftakt gab es einen Stimmungsabend mit den Stadelhofnern, es spielte die Blasmusik aus Modschiedel und der Festsonntag begann mit einem Gottesdienst, den Pater Bernhard zelebrierte.

Hans Knauer, früherer Ortssprecher von Weiden, übernahm nach der Einstimmung durch die durch das Jugendorchester Stadelhofen die offizielle Begrüßung. Bürgermeister Udo Dauer überbrachte die Grüße der Stadt.

Dem Vorsitzenden der Wasch- und Tankanlage und der Gemeinschaftshallen mit Gemeinschaftsraum, Alfred Linz, war die Freude anzumerken, dass er so viele Gäste begrüßen konnte. Er erinnerte daran, wie dieses Vorhaben nach der Abstimmung über die Trägerschaft, der Klärung der Kosten und Planungen schließlich auf den Weg gebracht wurde. Ideen dazu seien schon in den Teilnehmergemeinschaften zur Flurneuordnung in Modschiedel und Weiden entstanden; schließlich hätten sich alle Interessierten darauf geeinigt, dieses Anliegen selbst in die Hand zu nehmen. Die Vereinsgründung folgte und die Mitglieder brachten die benötigten Finanzmittel ein. Mit ihm selbst und Gerhard Kraus waren auch gleich der Vorsitzende und sein Stellvertreter gefunden, während von Anbeginn an das Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken und der Bayerischen Bauernverband der "Tank- und Waschgemeinschaft Weiden, Modschiedel und Umgebung" zur Seite standen.

Erfreulich nannte es Linz dabei, dass schon knapp einen Monat nach der Einreichung der Unterlagen der Bauplan genehmigt vom Landratsamt in Lichtenfels vorlag und deshalb der Baubeginn am 21. März 2015 erfolgen konnte. Bis zum heutigen Tag, stellte Vorsitzender Linz fest, wurden 2880 Arbeitsstunden für dieses Projekt erbracht. Die Dorfgemeinschaft Weiden leistete zum Gemeinschaftsraum 1500 freiwillige Arbeitsstunden. Linz wünschte frohe Stunden in der Umgebung der neuen Anlage in Weiden.

Der stellvertretende Abteilungsleiter Oberfranken-West im Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken, Pius Schmelzer, zollte allen an diesem Gemeinschaftsprojekt seinen Respekt und große Anerkennung. Mit viel Mut und Tatkraft sei dieses Vorhaben angegangen worden, sagte Schmelzer. Es habe sich gleichsam zu einem "Leuchtturmprojekt" entwickelt. Denn diese Tank- und Waschgemeinschaft sei ein sichtbarer Beweis für ein bürgerschaftliches Miteinander auf den Jura-Höhen, stelle praktizierten Gewässerschutz dar, könne als betriebswirtschaftlich sinnvolle Investition bezeichnet und als ein Indiz für einen starken ländlichen Raum gesehen werden.

Schmelzer zeigte abschließend noch, dass die Gesamtkosten annähernd 250 000 Euro betragen haben, wovon 233 000 Euro als förderfähig eingestuft wurden und die Gemeinschaft damit Zuwendungen in Höhe von 126 500 erhielt.

Für Freude sorgte auch die Raiffeisenbank Obermain Nord, denn Vorstandsmitglied Ulrich Klein überreichte eine Spende in Höhe von 5000 Euro.

Beim gemütlichen Teil fanden die liebevolle Bewirtung sowie der Familien- und Kindernachmittag mit Spielangeboten viel Anklang wie auch die Möglichkeit, die gesamte Anlage zu besichtigen. Außerdem wurden Ausstellungen über moderne Land-, Heiz- und Bautechnik gezeigt. dr

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