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Pfarrweisach

"Mir ist das Herz aufgegangen"

Der Kolumbienkreis Pfarrweisach freute sich über das Engagement der Chöre und dankt für jede Hilfe.
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Die mitreißende Begeisterung des Chores "Taktwechsel" mit Elke Schneidawind als Leiterin übertrug sich schnell auf die Zuhörer.  Fotos: ka
Die mitreißende Begeisterung des Chores "Taktwechsel" mit Elke Schneidawind als Leiterin übertrug sich schnell auf die Zuhörer. Fotos: ka
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Ein Herz für Kinder und Jugendliche in Kolumbien offenbarten bei einem Benefizkonzert im brechend vollen Pfarrsaal von Pfarrweisach in gleicher Weise Mitwirkende und Besucher. Der Kolumbienkreis der Pfarrei Pfarrweisach veranstaltete das Konzert für die Ärmsten der Armen, die in verschiedenen Projekten der Stiftung "Weg der Hoffnung" in Villavicencio, Kolumbien, Unterstützung für ein menschenwürdiges Überleben erfahren.

Schon aufgrund der unterschiedlichen Charaktere der mitwirkenden Gruppen, aber auch im Blick auf die dargebotenen Inhalte gestaltete sich das Programm sehr abwechslungsreich. Der Chor Maria Magdalena unter Leitung von Jutta Helbig, der seit Jahren immer wieder für den Kolumbienkreis aktiv wird, eröffnete mit "Singing all together" und stimmte damit auf das Anliegen des Abends ein. Zusammen singen und musizieren mit Melodien und Texten, die Herz und Verstand erreichen, damit die Welt friedvoller wird, kam dabei zum Ausdruck. In rhythmusbetonten Liedern wie "Make love not war", also Frieden und nicht Krieg zu schaffen, rief der Chor die Begeisterung der Zuhörer hervor.

Kinder und Jugendliche sangen für ihre Altersgenossen in Kolumbien, als der Jugendchor Sankt Laurentius aus Ebern unter Leitung von Regionalkantor Wolfgang Schneider seine Stimmen in erstaunliche Höhen aufsteigen ließen.

Strahlende Gesichter und wogenden Rhythmus auf der Bühne und im Saal erzeugte der vierstimmige Chor "Taktwechsel" aus Alsleben. Unter Leitung von Elke Schneidawind begeisterten die Akteure, begleitet von einer Instrumentalgruppe, mit zumeist kirchlichen Liedern. Der Höhepunkt war zweifellos das kraft- und klangvolle "O happy day", auch getragen von der Dirigentin als Solistin und den sonoren Männerstimmen.

Wie bereits im Vorjahr glänzte auch diesmal die Bläsergruppe "Blechgefühl" mit Rainer Nöller als Leiter, Hermann Zehnter an der Trompete und Elmar Zehnter an der Tuba. "Uns ist es ein Herzensanliegen, für die Kinder in Kolumbien Hilfe zu leisten mit unserem Spiel und Gesang." Rainer Nöller fasste in diesen Worten das zusammen, was wohl alle Aktiven ausgedrückt wissen wollten. So berührten sie mit ihren gefühlvoll vorgetragenen Weisen die Herzen der Zuhörer, die zum Abschluss aus rund 200 Kehlen das "Guten Abend, gut' Nacht" in wunderschöner Harmonie mitsangen.

Johannes Mauder, Vorstand der Stiftung, eben erst von einem Besuch der Einrichtungen der Stiftung "Weg der Hoffnung" in Kolumbien zurückgekommen, berichtete von seinen Eindrücken dort. "Die Nöte sind wirklich groß", fasste er zusammen. Umso höher sei die "unglaubliche Hilfe für Menschen, die in großer Not leben", zu bewerten, die der Kolumbienkreis nun schon seit 30 Jahren leiste. Kinder und Familien lebten von dieser Hilfe aus Deutschland.

Er berichtete, wie diese Hilfe ankommt, beispielsweise in dem Projekt der "Schule für alle", der Lebensmittelbank, den Kinderheimen, Tagesstätten und in den Behinderteneinrichtungen, durch das Ausgeben von Mikrokrediten für Existenzgründer.

Der Pfarrweisacher Bürgermeister Ralf Nowak dankte in seinem Grußwort dem Kolumbienkreis und allen Mitarbeitern für das großartige Engagement zugunsten der Ärmsten in Kolumbien und den im Konzert Aktiven dafür, dass sie die Zuhörer in solch positive Klänge einhüllten.

"Es ist ein guter Tag heute für unsere Kinder in Kolumbien." Mit diesen Worten drückte Walburga Albert, die Sprecherin des Kolumbienkreises, ihre Freude und ihren Dank darüber aus, mit welcher Selbstverständlichkeit alle angefragten Gruppen sofort ihre Bereitschaft erklärten, sich aktiv für dieses Konzert einzubringen - und wie sie sich hier eingebracht haben. "Mir ist bei diesen berührenden Liedern das Herz aufgegangen."

Und sie gab weiter, was sie bei ihrem Besuch vor wenigen Monaten als Botschaft der Menschen in Kolumbien mit auf den Weg bekommen hatte: "Sagt den Menschen in Deutschland unseren Dank. Ihr sichert für viele das Überleben." ka