Forchheim

Miniaturwelt lässt staunen

Die Forchheimer Modellbaufreunde haben in der Kaiserpfalz auf 60 Quadratmetern eine Winterlandschaft gezaubert, auf der verschiedene Eisenbahnen die Schienen unsicher machen. Sogar Jim Knopf und Lukas geben sich die Ehre.
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Die Eisenbahn-Ausstellung in der Kaiserpfalz zeigt ein Winterparadies mit Eisenbahnen, Güterzügen und historischen Lokomotiven. Auch für die Kleinsten gibt es bei Jim Knopf und Lukas mit ihrer Lok "Emma" etwas Besonderes zu sehen. Fotos: Josef Hofbauer
Die Eisenbahn-Ausstellung in der Kaiserpfalz zeigt ein Winterparadies mit Eisenbahnen, Güterzügen und historischen Lokomotiven. Auch für die Kleinsten gibt es bei Jim Knopf und Lukas mit ihrer Lok "Emma" etwas Besonderes zu sehen. Fotos: Josef Hofbauer
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Josef Hofbauer Ein richtiges Winter-Wunderland mit ganz viel Schnee haben die Forchheimer Modellbaufreunde heuer wieder in den Saal der Forchheimer Kaiserpfalz gezaubert. Wochenlang haben Dieter Maier, Bernhard Dunkel und Co. gehämmert, gesägt, geschraubt und geklebt, um das gut 60 Quadratmeter große Winterparadies zu schaffen, auf dem Eisenbahnen, Güterzüge und historische Lokomotiven verkehren. Durch den Gerrit-Imig-Tunnel oder den Werner-Schäfer-Tunnel führt die Bahnstrecke hinauf zum künstlich geschaffenen Bergmassiv, wo auf der Bergstation des Kaiserberges erstmals eine Miniatur der Ruine Neideck thront.

Versteckte Überaschungen

Die großen Züge im Maßstab 1: 22,5 oder 1:24 fahren in Spur "G" durch die Schneegebiete und locken zur Rundfahrt mit dem Smartphone und der Digitalkamera. Auch die Eisprinzessin Elsa und der kleine Eisbär Flocke haben sich auf der großen Bahn-Anlage (Lehmann Gartenbahn) versteckt. Wer die Figuren findet, auf den wartet eine kleine Überraschung. Gerne können die Besucher eigene Schienenfahrzeuge auf den Anlagen fahren lassen. Aber bitte erst bei Fahrdienstleiter melden, bittet der stellvertretende Vorsitzende der Forchheimer Modellbaufreunde, Bernhard Dunkel.

Aus Schornstein kommt Dampf

Auch der "Kaiserstrand" wurde wieder aufgebaut. Auch haben die Modellbaufreunde die Idylle eines fränkischen Bauernhofes mit Fachwerkgebäuden, Hühnern und Pferden nachgestellt. Ein paar Meter weiter steht ein Sägewerk, vor dem ein Gabelstapler gerade ein Langholz-Fuhrwerk mit schweren Baumstämmen entlädt, die zu Brettern weiterverarbeitet werden, die neben dem Sägewerk aufgestapelt sind. Selbstverständlich hat dieser Betrieb auch einen Gleisanschluss, auf dem eine Dampflok, die "kleine Dicke" verkehrt. Selbstverständlich quillt Dampf aus ihrem Schornstein. Über der Szenerie fliegen Flugzeuge, die vom Forchheimer Flugplatz aus gestartet sind. Modellflugzeuge starten und landen jede Stunde - mit entsprechender Geräuschkulisse, damit die Szenerie echt wirkt. Aus einem Helikopter seilt sich ein Mann ab, um Menschen zu retten.

Vor dem Forchheimer Bahnhofsgebäude stehen Güterzüge und Kesselwaggons. Ein gelber Bahn-Bauzug erinnert daran, dass in Wirklichkeit mit dem Ausbau der ICE-Strecke durch Forchheim eine der bedeutsamsten Baumaßnahmen der Geschichte realisiert wird.

4,85 Meter lang und 1,35 Meter breit ist die mit fast 62 Metern Gleisen bestückte "H0-Bahn" der Firma Fleischmann, die übrigens im Besitz der Stadt Forchheim ist. Hier wechseln sich zwei Lokomotiven auf einem Stromkreis per Schaltmagnet ab. Auf den anderen Stromkreisen fährt eine Lok zwischen zwei Bahnhöfen. Drücken die Besucher hier den "Aktionsknopf" wird im Lokschuppen geschweißt, und die Feuerwehr löscht ein brennendes Haus, während sich ein Männchen selbst ins "Abseits" gestellt hat, um sich zu erleichtern. Ein Feuerwehrmann fällt mit einer Motorsäge einen Baum.

Eine Kinder-Ecke lädt zum Spielen und Basteln ein. Hier dürfen die Kinder auch selber Lokführer spielen und ein paar Meter weiter steht eine Holz-Eisenbahn. Diese "Brio"-Eisenbahn mit Feuerwehrzug und Feuerwehrstation ist für die ganz Kleinen gedacht. Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer mit der Lok "Emma" umkreisen auf einer Spur die "H0" Bahn die Museumssäule und werben für Lummerland und den Kinofilm mit König Alfons der Viertel-vor-Zwölfte (Uwe Ochsenknecht) und seine drei Untertanen: Lokomotivführer Lukas (Henning Baum), Ladenbesitzerin Frau Waas (Annette Frier) und Herr Ärmel (Christoph Maria Herbst).

In Vitrinen sind auch Exponate zu Jim Knopf und Lukas ausgestellt. Ein Playmobil-Spielfeld mit Polarstation und Eispalast bereichern die Ausstellung ebenso, wie eine Fähre über einen See, dessen Strand mit viel Liebe zum Detail mit Kieselsteinchen ausgelegt wurde. Hier dürfen Kinder ihre Fahrzeuge transportieren lassen. Geöffnet ist die Ausstellung ab dem ersten Samstag im Advent bis zum 6. Januar 2019 jeweils von 15 bis 18.30 Uhr, an den Wochenenden sogar von 13 Uhr bis 18.30 Uhr.

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