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Bad Kissingen
Arbeitsmarkt

Milder Winter hat Auswirkungen auf den Jobmarkt

In den meisten Jahren gibt es zwischen den beiden Monaten Januar und Februar keine großen Unterschiede auf dem Arbeitsmarkt. Erfreulicherweise war in diesem Februar eine leicht positive Tendenz zu ver...
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In den meisten Jahren gibt es zwischen den beiden Monaten Januar und Februar keine großen Unterschiede auf dem Arbeitsmarkt. Erfreulicherweise war in diesem Februar eine leicht positive Tendenz zu verzeichnen. Durch die ausbleibenden Wintertemperaturen konnte ein leichter Abbau der Arbeitslosigkeit erreicht werden. Im Februar 2020 waren in der Region Main-Rhön 8210 Menschen arbeitslos gemeldet, das waren 185 Personen oder 2,2 Prozent weniger als im Januar. Im Landkreis Bad Kissingen waren im Februar 1868 Menschen arbeitslos, die Quote beträgt 3,2 Prozent.

"Der leichte Rückgang der Arbeitslosigkeit ist erfreulich für den letzten Wintermonat. Üblicherweise ruht vor allem in den Außenberufen, wie im Bau, in Gärtnereien oder in der Landwirtschaft, häufig die Arbeit. Der regionale Arbeitsmarkt war aufgrund des ausbleibenden Kälteeinbruchs weiterhin stabil. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vormonat um 0,1

Prozentpunkte auf 3,3 Prozent", erläutert Thomas Stelzer, Leiter der Agentur für Arbeit Schweinfurt.

Im Vergleich zum Vormonat konnten von der Entwicklung am Arbeitsmarkt fast alle Personengruppen profitieren. Lediglich bei den jüngeren Menschen unter 25 Jahren zeichnete sich ein leichter Anstieg ab. Im Februar waren in dieser Personengruppe 822 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen. "Jahreszeitlich bedingt ist ein leichter Anstieg bei den Arbeitslosenzahlen der Jugendlichen nicht unüblich. Es wenden sich nicht nur Auszubildende nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung, sondern auch Ausbildungs- und Studienabbrecher verstärkt an die Vermittler und Berater der Agentur für Arbeit, um so mögliche berufliche Alternativen zu erörtern", bewertet Stelzer die aktuelle Situation.

Die Zahl der Betriebe, welche für ihre Arbeitnehmer Kurzarbeit angemeldet hatten, stieg um 16 auf 87 Betriebe mit insgesamt 2508 Arbeitnehmern. Gegenüber dem Januar war dies ein leichter Anstieg der Kurzarbeit.

"Aktuell finden vermehrt Informations- und Beratungsgespräche mit Betriebs- und Personalvertretungen im Hinblick auf befürchtete Produktionsschwierigkeiten, welche durch eine mögliche Verbreitung des Coronavirus verursacht werden könnten, statt", so Stelzer.

Der regionale Stellenbestand im Februar mit 4232 offenen Stellenangeboten unterstreicht die anhaltend hohe Nachfrage nach Arbeitskräften. Die Anzahl der gemeldeten Arbeitsstellen sank im Februar gegenüber dem Januar leicht um 40 Stellen (0,9 Prozent). Im Vorjahresmonat lag der Stellenbestand allerdings deutlich um 977 Stellen (18,8 Prozent) höher. Von den aktuell offenen Stellen waren 714 Stellen Teilzeitangebote, und 522 Stellen waren befristet ausgeschrieben.

Im Februar wurden 923 neue Stellenangebote entgegengenommen. red