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Kronach
Corona-Krise

Michelbach: mehr Hilfen für Betriebe

Der stellvertretende Vorsitzende der CSU-Landesgruppe, Hans Michelbach, setzt sich für weitergehende Maßnahmen zum Schutz von Unternehmen und Arbeitsplätzen vor den Folgen der Corona-Krise ein. Um vor...
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Hans Michelbach
Hans Michelbach

Der stellvertretende Vorsitzende der CSU-Landesgruppe, Hans Michelbach, setzt sich für weitergehende Maßnahmen zum Schutz von Unternehmen und Arbeitsplätzen vor den Folgen der Corona-Krise ein. Um vor allem kleine und mittlere Unternehmen besser zu schützen, müsse die Antragsfrist für Insolvenzanmeldungen verlängert werden, fordert er laut einer Pressemitteilung.

Außerdem müssten jetzt rasch die Wege zu den Liquiditätshilfen aufgezeigt und unbürokratisch gestaltet werden. Dabei müsse auch sichergestellt werden, dass sich die Beantragung von Hilfskrediten nicht negativ auf das Rating und damit den Zugang von Unternehmen zu Fremdmitteln auswirkt. Ansonsten liefen die angekündigten Liquiditätshilfen ins Leere, warnte Michelbach, der auch Finanz-Obmann der Unionsfraktion ist, am Dienstag in Berlin.

Der Wirtschafts- und Finanzexperte plädierte ferner dafür, die Vorfälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge zügig zu beenden. "Damit müssen die Arbeitgeber die Sozialbeiträge für ihre Mitarbeiter nicht mehr im laufenden, sondern erst im Folgemonat abführen. Das bringt für alle Betriebe kurzfristig mehr Liquidität, die jetzt in der Krise so dringend gebraucht wird", sagte der Finanz- und Wirtschaftsexperte. Michelbach erinnerte daran, dass die Unternehmen 2005 angesichts knapper Kassen der Sozialversicherungen, ihre Sozialabgaben für die Mitarbeiter nicht mehr im Folgemonat, sondern im laufenden Monat zahlen mussten. Dies sollte eine vorübergehende Liquiditätshilfe für die Sozialkassen zulasten der Unternehmen sein. Die Reform wurde jedoch entgegen ursprünglicher Zusicherungen nicht wieder zurückgenommen.

"Die Rücklagen der Sozialkassen sind mehr als gut gefüllt." Es wäre jetzt an der Zeit, das Versprechen einzulösen und so dringend notwendige Liquidität zu schaffen. Zudem wäre ein solcher Schritt ein Beitrag zum Bürokratieabbau. red