Coburg
Konjunktur

Metall- und Elektroindustrie pessimistisch

Die Konjunktur in der Metall- und Elektro-Industrie in Oberfranken tendiert zum Abschwung. Das ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm ...
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Die Konjunktur in der Metall- und Elektro-Industrie in Oberfranken tendiert zum Abschwung. Das ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm unter ihren Mitgliedsunternehmen, die am Mittwoch in Coburg vorgestellt wurde. "Noch ist die konjunkturelle Lage stabil, doch sie wird sich spürbar abkühlen. Im Inland erwarten unsere Unternehmen eine deutliche Verschlechterung", erläuterte der Vorsitzende der bayme vbm Region Oberfranken-West, Thomas Kaeser.

Während die Firmen die Geschäftslage im Inland derzeit noch als stabil bezeichnen, sieht es im Ausland deutlich schlechter aus als bei der letzten Umfrage. Das geht aus einer Pressemitteilung der bayme vbm hervor. Das Inlandsgeschäft bewerten 63 Prozent der Betriebe als gut, vor einem halben Jahr waren es noch 61 Prozent. Gleichzeitig ist die Zahl der Unternehmen gestiegen, die das Inlandsgeschäft schlechter bewerten als zuletzt - von 14,2 auf 15,9 Prozent. Mit dem Auslandsgeschäft waren nur noch 53 Prozent der Betriebe zufrieden, im Dezember waren dies noch 61,1 Prozent. Die Erwartungen für das Inlandsgeschäft haben sich ebenfalls eingetrübt und liegen per Saldo mit +10,4 Punkten nur noch im leicht positiven Bereich. Bei den Exporterwartungen ergibt sich ebenfalls ein noch leicht positiver Saldo von +11,9 Punkten. Sowohl im Inlands- wie im Auslandsgeschäft lag der Saldo bei der letzten Umfrage aber noch viel deutlicher im positiven Bereich (+32,9 bzw. +25,7 Punkte).

Dazu passe, dass die inländischen Produktions-, Investitions- und Beschäftigungspläne der Unternehmen an Dynamik einbüßen. "Wir gehen davon aus, dass die Produktion in der bayerischen M+E-Industrie im laufenden Jahr insgesamt um ein Prozent zurückgehen wird. An den Auslandsstandorten sehen die Pläne unserer Firmen wesentlich expansiver aus", so Kaeser.

Auch die Beschäftigungspläne der Unternehmen in der Region an den Inlandsstandorten haben sich spürbar eingetrübt - von +29,4 auf +18,5 Punkte. bayme vbm erwarten für das Gesamtjahr 2019 in ganz Bayern 8000 Arbeitsplätze mehr. 2018 waren es noch 18 000. Zum Jahresende rechnen die Verbände mit 875 000 Beschäftigten in der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie. Auf Oberfranken entfallen rund 61 000 Beschäftigte.

"Die Anspannung auf dem Arbeitsmarkt ist wesentlich größer als man an den Statistiken ablesen kann. In den Unternehmen tut sich einiges: Arbeitszeitkonten werden abgebaut, die Zeitarbeit wird massiv zurückgefahren, in unseren Geschäftsstellen häufen sich die Anfragen zum Thema Kurzarbeit und auch im Hinblick auf Stellenabbau", so Kaeser. Der Abschwung wird nach Ansicht von bayme vbm auch die Standortfrage wieder in den Vordergrund rücken.

Kaeser: "Unsere Unternehmen müssen hierzulande mit wesentlich schwierigeren Bedingungen zurechtkommen als ihre Konkurrenten. Wir haben in den vergangenen Jahren an Wettbewerbsfähigkeit verloren. Dem müssen wir entgegenwirken." red

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