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Lichtenfels
lichtenfels.inFranken.de  DBS Drahtbiege Solutions Michelau spendet 700 der handlichen Helfer an das Regiomed-Klinikum Lichtenfels

Metall-Butler für Schutzmasken

"Seine erste Frage am Telefon war, was ich mit der Mund-Nasen-Schutzmaske mache, wenn ich sie abnehme", erinnert sich Landrat Christian Meißner an den Anruf von Armin Zecevic, Geschäftsführer der DBS ...
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700 Masken-Butler für Mund-Nase-Schutz-Masken übergaben der Geschäftsführer der DBS Drahtbiege Solutions Michelau, Armin Zecevic (rechts) und seine Gattin, im Beisein von Landrat Christian Meißner (Mitte) an den Geschäftsführer der bayerischen Regiomed-Kliniken, Robert Wieland, und Assistentin Barbara Weid (links). Fürs Foto hatten alle kurz mal ihre Maske ans Drahtgestell gehängt.  Foto: Uwe Bauch
700 Masken-Butler für Mund-Nase-Schutz-Masken übergaben der Geschäftsführer der DBS Drahtbiege Solutions Michelau, Armin Zecevic (rechts) und seine Gattin, im Beisein von Landrat Christian Meißner (Mitte) an den Geschäftsführer der bayerischen Regiomed-Kliniken, Robert Wieland, und Assistentin Barbara Weid (links). Fürs Foto hatten alle kurz mal ihre Maske ans Drahtgestell gehängt. Foto: Uwe Bauch
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"Seine erste Frage am Telefon war, was ich mit der Mund-Nasen-Schutzmaske mache, wenn ich sie abnehme", erinnert sich Landrat Christian Meißner an den Anruf von Armin Zecevic, Geschäftsführer der DBS Drahtbiege Solutions GmbH & Co KG in Michelau. "Und noch bevor ich antworten konnte, hatte er eine Lösung für mich: den Masken-Butler. Ich muss gestehen, die Idee ist ebenso pfiffig wie nützlich", findet der Landrat.

"Der Masken-Butler ist ein Drahtgestell zum Aufhängen der wiederverwendbaren Masken nach Gebrauch, aber natürlich eignet er sich auch zum Deponieren anderer Sachen wie beispielsweise Brillen", erläutert Armin Zecevic seine Erfindung. Weil er wusste, dass gerade jetzt in Zeiten der Covid-19-Pandemie großer Bedarf besteht und er besonders medizinischen Einrichtungen helfen wollte, entschloss er sich, dem Lichtenfelser Regiomed-Klinikum 700 Masken-Buttler zu spenden. Diese übergab er kürzlich im Beisein von Landrat Christian Meißner an den Geschäftsführer der bayerischen Regiomed-Klinien, Robert Wieland.

Für medizinzische Kräfte bei der Arbeit schon lange, doch seit fast drei Wochen heißt es auch für alle Bürger in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens, in Geschäften und im Nahverkehr: Maske auf. Einweg-Masken werden nach der Verwendung entsorgt. Doch was macht man mit den wiederverwendbaren Masken in der Pause oder wenn sie gerade nicht benötigt werden? Schreibtisch, Türklinke, am Flachbildbildschirm - all diese Varianten sind nicht hygienisch.

Eine saubere Lösung

Dass rasch eine saubere Lösung gefunden werden muss, war vor allem den Verantwortlichen öffentlicher Einrichtungen bewusst. Armin Zecevic, Gesellschafter-Geschäftsführer der DBS Drahtbiege Solutions GmbH & Co. KG, leitete daraus eine konkrete Aufgabenstellung für sich ab, die er mit einem pfiffigen Einfall ebenso clever wie einfach löste. Mit seinem Unternehmen in Michelau fertigt er normalerweise Drahtbiegeteile für zahlreiche Industrieunternehmen. Für die wiederverwendbaren Masken programmierte der innovative Unternehmer einen Drahtbiegeautomaten so um, dass dieser Halter für Masken aus hochwertigen Edel-stahldraht biegen kann.

Um den Regiomed-Klinken unbürokratisch zu helfen, entschloss sich Armin Zecevic, 700 der sogenannten "Masken-Butler" zu fertigen und als Sachspende zu übereignen. "Die Produktidee hat inzwischen Unternehmen sowie private Haushalte erreicht, so dass bereits 200 Bestellungen in nur drei Tagen eingegangen sind", berichtet der Michelauer Unternehmer erfreut, und erläutert, dass der Kreativität bei der Verwendung keine Grenzen gesetzt sind: "Betrachtet man die Konstruktion, wird klar, dass der Halter auch für Kopfhörer, Brillen, USB-Kabel oder ähnliches geeignet ist. Somit ist eine nachhaltige Verwendung für die Zeit nach der Coronavirus-Krise möglich. Ich freue mich, dass ich mit meiner Idee und der Spende einen kleinen persönlichen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise leisten kann."

Regiomed-Geschäftsführer Robert Wieland und Landrat Christian Meißner sagten Armin Zecevic und seiner Firma DBS Solutions ein herzliches Dankeschön für die Spende. Robert Wieland überreichte eine Dankurkunde und Landrat Meißner unterstrich: "Ich bin mir sicher, dass dieser Butler gute Dienste leisten wird. Das Beispiel zeigt, dass mit ein wenig Einfallsreichtum aus simplen Materialien Designstücke mit Nutzwert entstehen können. Es ist schön, dass wir solche kreativen Unternehmer in unserem Landkreis haben, die sich auch in schwierigen Zeiten wie den jetzigen nicht entmutigen lassen." red