LKR Bamberg

Merkendorf wittert die große Chance

Zwar muss der SVM zum Spitzenreiter reisen, derzeit geht der SV Frohnlach personell aber am Stock. Das könnte den Titelkampf neu beleben.
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Ein Spiel, das die weitere Richtung vorgibt: Mit einem Sieg beim SV Frohnlach könnten Daniel Schulz (links) und der SV Merkendorf den Abstand auf den Spitzenreiter auf fünf Punkte verkürzen. Foto: sportpress
Ein Spiel, das die weitere Richtung vorgibt: Mit einem Sieg beim SV Frohnlach könnten Daniel Schulz (links) und der SV Merkendorf den Abstand auf den Spitzenreiter auf fünf Punkte verkürzen. Foto: sportpress

Wenn am Wochenende der 21. Spieltag in der Fußball-Bezirksliga Oberfranken West komplett ausgetragen werden kann, stehen danach nur noch wenige Nachholspiele an. Dann geht es für die Vereine in die wohlverdiente Winterpause.

In dieser letzten Runde des Jahres werden aber noch einmal die letzten Kräfte mobilisiert. Wer geht als Tabellenführer in die Pause? Wer belegt die Abstiegsplätze? Die beiden Führenden haben Heimvorteil: VfL Frohnlach empfängt SV Merkendorf (3.), TSV Schammelsdorf (2.) erwartet FC Mitwitz (6.). Lediglich ein Derby steht mit der Partie des TSV Breitengüßbach (8.) gegen die DJK Bamberg II (10.) an. Die Partie SV Würgau - TSV Mönchröden wurde am Freitag abgesagt.

TSV Schammelsdorf - FC Mitwitz

Noch haben die Schammelsdorfer die Chance, als Erster in die Restrückrunde zu gehen, müssen aber auf Schützenhilfe des SV Merkendorf hoffen. Dies steht für die Kauder-Schützlinge aber nicht im Fokus. Vielmehr gilt es, die hervorragende Heimbilanz von 28 Punkten ohne Niederlage auszubauen. Mit dem FC Mitwitz treffen sie zwar auf den Sechsten, doch die Favoritenrolle muss der TSV annehmen. Die Gäste spielen eine gute Saison und werden sich auch beim Titelaspiranten nicht verstecken, auch wenn die Hausherren sich wohl auf eine defensive Spielweise einstellen müssen. Revanche ist für den TSV angezeigt, denn eine ihrer erst drei Niederlagen kassierte er mit 0:2 beim FC Mitwitz.

TSV Breitengüßbach - DJK Bamberg II

Ein Derby steht in Breitengüßbach an, das zwei Mannschaften zusammenführt, die sich derzeit im vermeintlich gesicherten Mittelfeld befinden. Vermeintlich deshalb, weil beide Teams noch den Blick nach hinten richten müssen. Die Hausherren haben nach einer guten Serie die letzten drei Begegnungen allesamt verloren. Ganz im Gegensatz zu den Gästen aus Wildensorg, die mit dem 1:1 gegen Schammelsdorf das halbe Dutzend an nicht verlorenen Partien in den letzten sechs Runden vollmachten. Die Form scheint deshalb für Don Bosco zu sprechen. Doch Mayer & Co. wollen zum Abschluss wieder treffen und den Heimvorteil gegen einen allerdings selbstbewussten Gegner nutzen. Hinspiel: 3:1 TSV Ebensfeld - Sylvia Ebersdorf

Beim 2:2 holten die Ebensfelder in Mönchröden überraschend einen Punkt. Doch für die Kellner-Schützlinge fühlte sich dies wie eine Niederlage an. Der Ausgleich der Mönche fiel in der Nachspielzeit. Der TSV kann aber gegen Spitzenteams durchaus mithalten. Dies müssen die Ebensfelder nun erneut unter Beweis stellen, wenn sie den Fünften empfangen. Die Akteure von Trainer Dieter Kurth sind aber verwundbar. Insbesondere auf des Gegners Platz, wo sie erst neun Zähler mitnehmen konnten. Hinspiel: 0:2 SpVgg Ebing - TSV Meeder Nach der unerwartet klaren 1:4-Niederlage der Ebinger beim FC Oberhaid zählt für die Mutor-Truppe eigentlich nur ein Dreier gegen Meeder, um sicher auf einem Nichtabstiegsplatz in die Winterpause zu gehen. Für Landgraf, Fuchs & Co. keine leicht zu lösende Aufgabe, auch wenn der TSV Meeder seit vier Spielen ohne Sieg ist. Durch viel Kampf und Einsatz trotzte der TSV jüngst dem VfL Frohnlach ein 1:1 ab. Mit einem Dreier würden die Hausherren mit Meeder gleichziehen. Doch der TSV ist auswärtsstark, holte bereits 15 Zähler. Das Hinspiel endete 4:0. VfL Frohnlach - SV Merkendorf

Wenn der SV Merkendorf eine Chance hat, gegen den Liga-Favoriten was zu holen, dann wohl in dieser Phase: Die Frohnlacher gehen personell auf dem Zahnfleisch, wie Spielertrainer Bastian Renk jüngst nach dem 1:1 gegen Meeder sagte. Er hofft, dass ihm diesmal elf fitte Akteure zur Verfügung stehen. Chancenlos scheint die Mannschaft um SV-Trainer Thomas Schmidt nicht zu sein. Um nicht zu verlieren, müssen die Gäste aber eine Top-Leistung auf den Platz bringen. TSV Marktzeuln - FC Oberhaid

Das von FCO-Trainer Alex Stretz ausgegebene Ziel, zur Winterpause vor den Abstiegsplätzen zu stehen, ist nach dem 4:1 gegen die SpVgg Ebing vorerst Realität geworden. Nun gilt es aber nachzulegen gegen einen angeschlagenen TSV Marktzeuln, der eine Serie von sechs Niederlagen bei 5:23 Toren hinter sich hat. Doch beim 2:3 in Mitwitz war der Aufsteiger kurz vor einem Punktgewinn. Dennoch haben die Akteure des FCO durch ihre Erfolge in den letzten Wochen viel Selbstvertrauen aufgebaut und gehen nicht chancenlos in dieses Kellerderby. Das Minimalziel der Oberhaider ist ein Unentschieden, wie beim 1:1 im Hinspiel. ASV Kleintettau - FSV Unterleiterbach

Hauptsache gepunktet, so wohl das Fazit der Unterleiterbacher nach dem 1:0 gegen den SV Würgau. Beim Tabellenletzten gilt es für die Eichhorn-Schützlinge nun nachzulegen, um mit einem weiteren Dreier auf 27 Zähler zu kommen und damit weg von den Abstiegsrängen. Doch dies wird für den FSV kein Selbstläufer. Der Aufsteiger hat zwar noch kein einziges Match gewonnen, doch war der ASV in den letzten Wochen einige Male nah dran. Daher gilt es für Unterleiterbach, hinten sehr wachsam zu sein und vorn Nadelstiche zu setzen. Das Hinspiel gewannen die Gäste mit 5:0.

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