Haßfurt
Himmlische Aussichten

Menschen wollen angenommen werden und innere Freude spüren

D as hat mir jetzt so gut getan. Das werde ich so schnell nicht vergessen." Diesen Satz höre ich immer wieder - Gott sei Dank! Und es tut gut, so einen Zuspruch zu spüren, zu hören und zu erfahren, je...
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Manfred Griebel
Manfred Griebel

D as hat mir jetzt so gut getan. Das werde ich so schnell nicht vergessen." Diesen Satz höre ich immer wieder - Gott sei Dank!

Und es tut gut, so einen Zuspruch zu spüren, zu hören und zu erfahren, jemandem eine Freude zu bereiten, jemanden im Herzen und in der Seele ganz tief zu berühren. Wer sehnt sich nicht danach? Nach Angenommensein, Geborgenheit - ja nach innerer Freude?

Interessanterweise höre ich diesen Satz gerade in Momenten und an Orten, wo man alles andere als Freude erlebt. Es sind oft die Situationen, wo Menschen mit tiefen Krisen konfrontiert werden, wo sie weder ein noch aus wissen. Und mitten hinein in diese dunklen Momente spüren sie plötzlich wieder Hoffnung, Zuneigung und spürbare Nähe: Ja sie erleben einen Funken Freude und somit Licht in der Dunkelheit.

In diesen Tagen steigt das Finale für alle Faschingsnarren und all jene, die sich freuen und lustig sind. Und dennoch stehen auch Fragen im Raum: Kennen Sie fröhliche Menschen? Oder fragen Sie sich doch selbst: Welche Freude strahle ich überhaupt aus? Und wann habe ich das letzte Mal einem Menschen wirklich eine Freude bereitet? Gewiss gibt es nicht jeden Tag Grund zur Freude, schließlich ist unser Leben geprägt von vielen Höhen und Tiefen. Dies erfahre ich sehr oft im täglichen Dienst, speziell in den Krankenhäusern, im Altenheim oder sonstigen Notfällen. Doch für alles gibt es eine bestimmte Zeit, so schreibt auch schon Paulus im Römerbrief: "Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Traurigen." Alles hat also seine Zeit. Und dennoch hat man sehr oft den Eindruck, dass wir in einer Zeit leben, in der Freude, Zuneigung, seelische Wärme, ein liebender Blick, spürbarer Frieden - ja alles, was einfach der Seele gut tut und ihr letztendlich Freude bereitet -, immer seltener einen Platz hat.

Ich freue mich jedenfalls - in all den Gegensätzen des Lebens - über jeden neuen Tag und über jeden Menschen, der Hoffnung und Zuversicht ausstrahlt und der dadurch so ein Stück Freude und somit den Himmel auf Erden weiterschenkt. Gerade als Christen sind wir alle aufgefordert, diese innere und äußere Freude immer wieder in unserem oft so grauen Alltag zu zeigen. Drum Menschheit, lass dir sagen: Lass dich zu Jesus - dem Licht - jetzt tragen! Er bringt dir die Liebe wieder bei, und macht dich von innen froh und frei. Und wenn wir's endlich wieder wagen, das Wort vom Himmelreich zu sagen, dann merkt die Menschheit siedend heiß, dass Kirche was zu sagen weiß. Die Freude lebt, wohin ich schau,

da sag ich Amen - und Helau!

(Manfred Griebel ist Diakon und Krankenhausseelsorger in der Pfarrei St. Kilian Haßfurt.)

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