Coburg
sanierung

Melanchthonstraße wird robuster gebaut

54 Jahre nach ihrem Bau wird die holprige und löcherige Melanchthonstraße nun saniert. Im März oder April nächsten Jahres beginnen die Bauarbeiten. Der Bau- und Umweltsenat sprach sich am Mittwoch ein...
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Mit dem Flickwerk in der Melanchthonstraße in Coburg soll Schluss sein. Foto: Archiv
Mit dem Flickwerk in der Melanchthonstraße in Coburg soll Schluss sein. Foto: Archiv

54 Jahre nach ihrem Bau wird die holprige und löcherige Melanchthonstraße nun saniert. Im März oder April nächsten Jahres beginnen die Bauarbeiten. Der Bau- und Umweltsenat sprach sich am Mittwoch einstimmig dafür aus, die 1964 gebaute Straße zwischen dem Kanonenweg und der Lutherstraße auf einer Länge von etwa 175 Metern auf Vordermann zu bringen. Die Kosten für den Vollausbau hat der Coburger Entsorgungs- und Baubetrieb (CEB) mit 455 000 Euro berechnet.

Gerhard Knoch, Leiter der Straßen- und Brückenabteilung des CEB, erläuterte, dass die 1964 hergestellte Melanchthonstraße schwere Schäden habe. Netzrisse im Asphalt, Schlaglöcher und Spurrinnen gebe es zuhauf. Auf Fahrbahn und den Gehwegen bleibe in den Absenkungen das Wasser stehen. "Die Gesamtdicke des befestigten Oberbaus der Straße beträgt derzeit nur etwa 35 Zentimeter." Beim Bau der Straße vor mehr als einem halben Jahrhundert sei dies angemessen und ausreichend gewesen. Heute forderten die entsprechenden Regeln einen Oberbau von 60 Zentimetern Stärke.

Die Fahrbahn soll in herkömmlicher Bauweise mit Asphalt, die Gehwege rechts und links sollen mit Betonpflasterplatten von 20 mal 20 Zentimetern hergestellt werden. Die Fahrbahn bleibt 5,50 Meter breit, die Gehwege jeweils etwa zwei Meter. Dazu wird eine neue Straßenbeleuchtung mit LED-Leuchten installiert. Anstelle von den bisher drei Laternen wird es fünf LED-Leuchten geben. Die Städtischen Werke werden zeitgleich in der Melanchthonstraße neue Gas- und Wasserleitungen verlegen sowie sogenannte Speedpipe-Leitungen. In solche Kunststoff-Leerrohre können später mit Druckluft Glasfaserkabel eingeblasen werden.

Bäume werden entlang der Straße nicht gepflanzt, erklärte Knoch auf eine Frage von Grünen-Stadtrat Wolf-Rüdiger Benzel. "Wir haben es versucht, aber wegen der vielen Leitungen im Untergrund können Bäume ohne aufwendige Umverlegungen nicht gepflanzt werden." Benzel mahnte auch eine Prioritätenliste der am dringlichsten zu sanierenden Straßen in der Stadt an. Die gibt es beim Bau- und Entsorgungsbetrieb, so Gerhard Knoch. Je nach den finanziellen Möglichkeiten würden "die schlimmen Straßen" nach und nach saniert. cw

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