Hochstadt am Main
hochstadt.inFranken.de  Landrat wird mit eindeutigem Ergebnis wiedergewählt.

Meißner weiter an der CSU-Kreisspitze

Im Mittelpunkt der Kreisdelegiertenversammlung des CSU-Kreisverbandes in der Katzogelhalle in Hochstadt stand die Wahl des neuen Kreisvorstands. Landrat Christian Meißner erhielt einen Vertrauensbewei...
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Die neu gewählten Vorstandsmitglieder des CSU-Kreisverbandes mit dem Kreisvorsitzenden Christian Meißner (4. v. re.) an der Spitze. Foto: Thieret
Die neu gewählten Vorstandsmitglieder des CSU-Kreisverbandes mit dem Kreisvorsitzenden Christian Meißner (4. v. re.) an der Spitze. Foto: Thieret

Im Mittelpunkt der Kreisdelegiertenversammlung des CSU-Kreisverbandes in der Katzogelhalle in Hochstadt stand die Wahl des neuen Kreisvorstands. Landrat Christian Meißner erhielt einen Vertrauensbeweis der 113 Delegierten.

Sanierungskurs für Regiomed

Christian Meißner ging in seinem Bericht auf einige aktuelle Ereignisse ein. Im Hinblick auf das Defizit bei Regiomed erinnerte er daran, dass zehn Jahre lang schwarze Zahlen geschrieben wurden. Mittlerweile werde es immer schwieriger, Gewinne zu generieren. Sicher seien auch Fehler gemacht worden, die man eingestehen müsse. Dabei dürfe man aber nicht vergessen, dass in Lichtenfels ebenso wie in den anderen Regiomed-Kliniken Spitzenmedizin geboten werde, dass Ärzte und das Pflegepersonal eine hervorragende Arbeit erbringen würden.

Die Gründung von Regiomed sei auf alle Fälle der richtige Weg gewesen, weil alles in kommunaler Hand geblieben sei. Auch wenn man aktuell ein Defizit schreibe, werde man mit einem Sanierungskurs wieder in geordnete Bahnen zurückkommen.

Ein weiterer wichtiger Punkt war die Verabschiedung des Kreishaushalts mit der Senkung der Kreisumlage um zwei Punkte. Der Landrat erinnerte auch an andere Maßnahmen im Landkreis. So werde der öffentliche Personennahverkehr völlig umstrukturiert, wovon die gesamte Landkreisbevölkerung profitieren werde.

Der Landrat sprach auch die B 173 an, für deren Ausbau das Baurecht und der Feststellungsbeschluss vorliegen. Die meisten Bürger hätten sich zwar die Straße entlang der Bahnlinie gewünscht, die jetzige Trasse sei aber die einzige Möglichkeit. Er werde sich aber für einen Lärmschutz einsetzen. Auch der Landtagsabgeordnete Jürgen Baumgärtner ging auf die B 173 ein, die er für die Region als existenziell sieht, da sie den Frankenwald an das Bundesverkehrsnetz anbinde. Von dieser Straße würden im Frankenwald etwa 7000 Arbeitsplätze abhängen.

Landrat Meißner erklärte weiter, dass der Landkreis die Rahmenbedingungen für Firmen, die erweitern und investieren wollen, schaffe. Er stehe auch hinter den heimischen Landwirten, die Lebensmittel erzeugen und die Kulturlandschaft pflegen. Baumgärtner sagte, dass es nicht akzeptabel sei, dass Landwirte beleidigt und diskriminiert würden. Allerdings sei auch klar, dass man im Bereich des Artenschutzes mehr tun müsse. Die CSU stehe hinter den Landwirten, man könne sich aber auch von keinem Verband vereinnahmen lassen. Er erwähnte auch den kommunalen Finanzausgleich von 10 Milliarden Euro, mit denen der Freistaat die Kommunen unterstützt.

Die Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner sprach über Europa: "Wir sind nicht nur eine Wirtschafts- und Währungsunion, sondern auch eine Werteunion und das möchte ich bewahrt wissen." Niklas Stadelmann, CSU-Kandidat für die Europawahl, stellte unter dem Motto "Für ein demokratisches Europa" ein Positionspapier des CSU-Kreisverbandes vor, das die fünf folgende Forderungen enthält: Direktwahl des Kommissionspräsidenten, Einführung von Europawahlkreisen mit Stimmgewichtung, Gleichberechtigung und Initiativrecht für das Europäische Parlament, Abschaffung des Einstimmigkeitsprinzips im Ministerrat und Schaffung einer Europäischen Rundfunkgesellschaft. Diese Forderungen fanden einstimmige Zustimmung bei den Delegierten.

Sehr viele schriftliche Wahlen

Breiten Raum nahmen die Wahlen des Kreisvorsitzenden, seiner vier Stellvertreter, des Schatzmeisters, der beiden Schriftführer, der weiteren 14 Vorstandsmitglieder sowie die Wahl von jeweils sieben Delegierten und Ersatzdelegierten für den Landesparteitag und jeweils 14 Delegierten und Ersatzdelegierten für den Bezirksparteitag ein. Mit 112 Ja-Stimmen wurde Christian Meißner erneut von den Delegierten zum CSU-Kreisvorsitzenden gewählt. Ein eindeutiges Votum erhielten auch seine vier Stellvertreter Emmi Zeulner, Peter Schmauser, Bernhard Storath und Christian Mrosek. Für den langjährigen verdienten Schatzmeister Robert Gack, der sich nicht mehr zur Wahl stellte, wurde Andreas Willner einstimmig zum Nachfolger gewählt.

Zum Schluss verabschiedete Christian Meißner einige verdiente Mitglieder aus ihren Funktionen. Darunter Edith Güthlein, die ihm 20 Jahre lang als CSU-Kreisgeschäftsführerin zur Seite stand. Ebenfalls bedankte er sich beim Lichtenfelser Stadt- und Kreisrat Robert Gack, der 22 Jahre lang als Schatzmeister für den Kreisverband tätig war, und bei Hubertus Benecke, der 18 Jahre dem CSU-Ortsverband Trieb vorstand. thi

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