Heroldsbach
Leserbrief

Meine Wahl

Zum Leserbrief "Schuld sind die anderen" von Heinz Marquart vom 2. Oktober: Bei der Fahrt durch unsere Heimat ist es wieder erkennbar: Wir in Bayern stehen kurz vor den Wahlen. Fein gestylte Politiker...
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Zum Leserbrief "Schuld sind die anderen" von Heinz Marquart vom 2. Oktober: Bei der Fahrt durch unsere Heimat ist es wieder erkennbar: Wir in Bayern stehen kurz vor den Wahlen. Fein gestylte Politiker, egal welcher Partei oder Gruppierung, begleiten uns auf Fahrten durch Ortschaften und Städte. Tja, so kurz vor der Wahl interessiert man sich wieder für seine Bürger. Dabei waren des Bürgers Themen wie z.B. Rente, soziale Gerechtigkeit, Wohnungsbau oder Klima- und Umweltschutz, bis vor kurzem bei unseren Mandatsträgern Fremdwörter. Politiker führender Parteien waren und sind vielfach mit ihren parteiinternen Machtkämpfen beschäftigt und bewegen sich, aus Angst vor Stimmenverlusten, zum Stimmenfang an den extrem rechten Rand. Obergrenze! Wie oft mussten wir dies hören. Obergrenze, ja wofür? Wie sieht es aus mit einer Obergrenze zur Mietpreisentwicklung in unseren Ballungsgebieten, einer Obergrenze zum Thema Flächenverbrauch, einer Obergrenze zum Energie- und Ressourcenverbrauch, einer Obergrenze zum Artensterben, einer Obergrenze an Arbeitsbelastung bei unseren Kranken- und Pflegekräften? Hierzu ist wenig zu hören.

Die Klimaerwärmung ist bei seriösen Wissenschaftlern längst unumstritten und wird in Zukunft die Hauptursache für den Verlust an Tier- und Pflanzenarten sein. Wenn dann auch noch ehemals fischreiche Seen eintrocknen oder fruchtbares Land zur Steppe wird, habe ich Verständnis, wenn Menschen ihre Heimat verlassen. Deshalb ist Klimapolitik in erster Linie auch Friedenspolitik. Jeder von uns hat bei der kommenden Wahl die kostenlose Chance, in das Steuerruder einzugreifen. Durch seine Wahlentscheidung. Durch die Wahl von ökologischen, demokratischen Parteien, welche durch ihre Unabhängigkeit von der Wirtschaft (keine Parteispenden) für Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit eintreten. Rudi Eisen

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