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Forchheim
Ablehnung

Mehrheit im Umweltausschuss hat kein Interesse an einer Gartenschau

Josef Hofbauer Mit Martin Richter-Liebald hat die Bayerische Landesgartenschau GmbH einen neuen Geschäftsführer. Mit ihm keimte bei Gerhard Bauer vom Bauamt der Stadt neue Hoffnung, dass Forchheim doc...
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Potenzial bietet das Grün des alten Krankenhausgartens.  Foto: J. Hofbauer
Potenzial bietet das Grün des alten Krankenhausgartens. Foto: J. Hofbauer

Josef Hofbauer Mit Martin Richter-Liebald hat die Bayerische Landesgartenschau GmbH einen neuen Geschäftsführer. Mit ihm keimte bei Gerhard Bauer vom Bauamt der Stadt neue Hoffnung, dass Forchheim doch noch den Zuschlag für die Ausrichtung einer Landesgartenschau erhält.

Die Ablehnung für 2026 sei denkbar knapp ausgefallen. Das habe ihn "mächtig gewurmt", so Bauer. Würde sich Forchheim für die Ausrichtung einer Gartenschau in den 2027 bis 2029 bewerben, hätte sie gute Chancen, den Zuschlag zu bekommen. Außerdem habe er Tipps bekommen, was im Konzept noch besser herausgestellt werden müsste. Dies betreffe in erster Linie die Brache hinter dem ehemaligen Krankenhaus und den so genannten Krankenhausgarten. Die Entscheidung müsse aber bald fallen, denn die Planung müsse ausgelegt werden und bis 28. Februar müsse das Konzept der Landesgartenschau GmbH vorliegen.

Holger Lehnard (CSU) lehnte dankend ab. Die Stadt habe genügend Projekte. Eine Bewerbung habe keine Eile, zumal die Entwicklung des ehemaligen Krankenhausgartens losgelöst von einer Gartenschau realisiert werden könne.

Zustimmung erfuhr er dafür von Martina Hebendanz (CSU), aber auch von Sabine Dittrich (FGL) und Sebastian Platzek (FDP). Er argumentierte: Die letzten Gartenschauen seien finanziell ein Fiasko gewesen. Das finanzielle Risiko sei zu groß. Deshalb sei das Projekt abzulehnen. Markus Schmitt (CSU) fand: "Erst müssen wir unsere Hausaufgaben machen. Zum jetzigen Zeitpunkt komme eine Bewerbung überhaupt nicht in Frage.

Manfred Hümmer (FW) dagegen plädierte dafür, den Gedanken der Landesgartenschau weiter zu tragen. An den Dingen, die der Stadtrat vor wenigen Monaten noch für gut befunden habe, habe sich nichts geändert. Eine Landesgartenschau biete die Gelegenheit, mit staatlicher Unterstützung nachhaltige Impulse für eine umwelt- und naturfreundliche Stadtentwicklung zu setzen. Nachhaltig wertvolle Landschaftsräume und Erholungsflächen könnten geschaffen oder bestehende unter Berücksichtigung sozialer und ökologischer Aspekte weiter entwickelt werden. So können städtebauliche Fehlentwicklungen -gerade in Verbindung mit dem im Stadtrat beschlossenen Integrativen Stadtentwicklungskonzept (ISEK) korrigiert, Stadtquartiere aufgewertet, Brachflächen saniert und kommunale Entwicklungen beschleunigt werden. Eine intakte Ökologie in der Stadt stärke sowohl die Biodiversität als auch das Umweltbewusstsein der Menschen vor Ort. Ferner leisteten Gartenschauen einen Beitrag zur Stärkung der Regionalität, der örtlichen Wirtschaft und des Tourismus.

Auch Reiner Büttner (SPD) setzte sich für eine erneute Bewerbung um die Ausrichtung einer Landesgartenschau ein. In der Abstimmung konnten sich die Befürworter allerdings nicht durchsetzen. Mit nur vier Ja-Stimmen wurde eine erneute Kandidatur abgelehnt. Damit, so Manfred Hümmer, sei eine Chance, Forchheim aufzuwerten und die lokale Wirtschaft zu stärken, vertan worden.

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