Kronach

Mehr Schub für den Turbo

Das Kronacher Kunststoffwerk Woco und die Hochschule Coburg arbeiten aktuell in einem Forschungsprojekt zusammen. Dabei geht es um die Entwicklung einer neuartigen mechatronischen Systemeinheit, die a...
Artikel drucken Artikel einbetten

Das Kronacher Kunststoffwerk Woco und die Hochschule Coburg arbeiten aktuell in einem Forschungsprojekt zusammen.

Dabei geht es um die Entwicklung einer neuartigen mechatronischen Systemeinheit, die am Kfz-Turbolader eingesetzt wird, heißt es in einer Pressemitteilung der Hochschule Coburg. Das Bayerische Wirtschaftsministerium fördert das Projekt im Rahmen des Förderprogramms "Elektronische Systeme in Bayern".

Besserer Wirkungsgrad

Die Kfz-Zulieferindustrie steht aktuell vor großen Herausforderungen. Damit der Otto- und der Dieselmotor konkurrenzfähig bleiben, setzen die Kfz-Hersteller unter anderem auf Hybridantriebe und die Optimierung des Wirkungsgrades. Gerade der Einsatz eines zusätzlichen Elektromotors kann Otto- und Dieselmotoren im unteren Teillastbereich effizienter machen. Dafür müssen jedoch auch die anderen Motorenkomponenten weiterentwickelt werden.

In dem Kooperationsprojekt der Hochschule Coburg mit dem Kronacher Unternehmen Woco wird ein Aktuator für den Turbolader entwickelt.

Durch den Einsatz eines neuartigen Fluids auf der Basis geschmolzener Salze soll eine gleichbleibend hohe Effizienz erreicht werden. Das System ist unmittelbar nach dem Motorstart ansteuerbar und es ist kein zusätzliches Getriebe notwendig. Das führt zu einer Emissions- und Gewichtsreduktion beim Fahrzeug.

Derzeit erproben Professor Alexander Rost vom Technologietransferzentrum Automotive der Hochschule Coburg und sein wissenschaftlicher Mitarbeiter Alexander Müller die Werkstoffeigenschaften der Dichtungskonzepte und sie entwickeln Prüfstände für Komponententests. Parallel beschäftigt sich die Vorentwicklung der Woco-Gruppe damit, das neue Produkt zur Serienreife zu bringen. Lukas Gärtner, Projektleiter bei Woco, kümmert sich um die Projektkoordination.

Gute Zusammenarbeit

Professor Rost freut sich über die gute Zusammenarbeit: "In solchen Projekten können die Industrie und die Wissenschaft ihre unterschiedlichen Kompetenzen einbringen und so innovative Lösungen erarbeiten. Das bringt die Zulieferindustrie in Oberfranken voran."

Die Woco Kronacher Kunststoffwerk GmbH ist laut eigenen Angaben Teil der international tätigen Woco-Gruppe mit den Schwerpunkten Automotive und Industrieanwendungen. red

Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren