Oberhaid

Mehr Platz für die Kita

Für die Kinderkrippe Maria Hilf in Oberhaid beginnt jetzt der Innenausbau.
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Ortstermin: Nach Fertigstellung der Rohbau- und Installationsarbeiten kann bei der neuen Kinderkrippe nun mit dem Innenausbau begonnen werden.  Foto: Horst Lange
Ortstermin: Nach Fertigstellung der Rohbau- und Installationsarbeiten kann bei der neuen Kinderkrippe nun mit dem Innenausbau begonnen werden. Foto: Horst Lange

Vor der eigentlichen Sitzung im Oberhaider Rathaus überzeugte sich der Gemeinderat vom Baufortschritt des Anbaus einer Kinderkrippe in der benachbarten Kita Maria Hilf. Die Installationsarbeiten im Krippenanbau sind mittlerweile abgeschlossen, Mitte November beginnt der Trockenausbau und Innenausbau, danach kommen die Außenanlagen an die Reihe. Schon zum 1. Februar sollen, so Bürgermeister Carsten Joneitis (SPD), die Krippenkinder ihr neues Domizil beziehen können.

Die Krippe besteht aus einem Gruppenraum, einem Ruheraum, Sanitärraum, Teeküche und Abstellraum, erläuterte der zuständige Architekt Jochen Eis. Nicht ganz billig wird das Projekt für die Gemeinde: Rund 750 000 Euro kostet die Kinderkrippe, statt der erhofften 90-prozentigen Bezuschussung könne man nur mit Zuwendungen in Höhe von 400 000 Euro rechnen, bedauerte Joneitis. Positiv bewertete der Bürgermeister, dass bei der Planung auch das Kindergartenpersonal mit eingebunden sei.

An der weiteren Vorgehensweise beim Anwesen Hallstadter Straße 20 in Staffelbach schieden sich die Geister. Dieses Gebäude stammt aus dem Jahr 1910, war bis 1960 das Schulhaus und danach an bedürftige Bürger vermietet. Architekt Stephan Gleisner stellte dem Gemeinderat zwei Alternativen vor. Variante 1 sieht den Umbau des bestehendes Gebäudes mit einem kleinen Anbau vor. Dann würden fünf Wohnungen entstehen, davon zwei im Neubau mit insgesamt 334 Quadratmetern Wohnfläche. Variante 2 sieht den Abbruch des alten Schulhauses vor und einen Neubau mit vier Wohnungen und 240 Quadratmetern Wohnfläche. Variante 1 wurde mit Kosten von 1 208 000 Euro veranschlagt, der kleinere Neubau mit 884 000 Euro, der Quadratmeterpreis bliebe bei beiden Varianten mit rund 3600 Euro/qm gleich.

Diskussion um altes Schulhaus

Im Verlauf der Diskussion stellte sich heraus, dass keine der Varianten mehrheitsfähig sein würde. Während Architekt Gleisner den Erhalt des alten Schulhauses favorisierte, sah Ottmar Schels (CSU) die Lage des über 100-jährigen Gebäudes mit Grenzbebauung zum Friedhof als kritisch und plädierte für einen Neubau. Bürgermeister Joneitis sah hingegen den Erhalt des historischen Ensembles als sinnvoll an, wichtig sei es auf jeden Fall, neue Wohnbebauung zu schaffen, unerheblich sei letztendlich, ob dies nun vier oder fünf Wohnungen seien. Rainer Fisch (CSU) sah hingegen wenig Rückhalt in der Bevölkerung, das alte Schulhaus unbedingt erhalten zu müssen.

Herbert Ramer (UBV) brachte schließlich eine dritte Variante ins Spiel: Ja zum Neubau, aber warum nicht ein bisschen kleiner? So wurde der Architekt beauftragt, die Variante auszuarbeiten, hierzu müsse aber, so Joneitis, zuvor die Wirtschaftlichkeit geprüft werden.

Für die Verwaltung informierte Markus Klarmann über die Kanalsanierung Staffelbach in der Gemeindestraße "Siedlung". Diese Straße sollte eigentlich bereits in der Zeit von April bis Oktober 2019 fertiggestellt sein. Durch einen verspäteten Baubeginn und diverse andere Widrigkeiten sei nun mit einer Fertigstellung bis zum Frühjahr zu rechnen.

Positiv beschieden wurde der Zuschussantrag des TSV Staffelbach für die Erneuerung der Beregnungsanlage für zwei Sportplätze. Die Fußballer dürfen sich über einen Zuschuss von 3200 Euro freuen.

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