Lautertal

Mehr Platz für die jüngsten Lautertaler

Der Gemeinderat beschließt die Erweiterung des Kindergartens "Klecks" und schlägt damit mehrere Fliegen mit einer Klappe.
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Ein kleines Kind krabbelt in einer Kindertagesstätte: Eine geänderte gesetzliche Regelung macht es notwendig, dass der Kindergarten "Klecks" in Lautertal durch einen Anbau erweitert wird.  Foto: Olesia Bilkei/Fotolia
Ein kleines Kind krabbelt in einer Kindertagesstätte: Eine geänderte gesetzliche Regelung macht es notwendig, dass der Kindergarten "Klecks" in Lautertal durch einen Anbau erweitert wird. Foto: Olesia Bilkei/Fotolia

In Lautertal wird ein Anbau an den Kindergarten "Klecks" für eine weitere Gruppe mit 25 Kindern erfolgen. Nach einer Bedarfsanalyse zu Beginn des Kindergartenjahres 2020/2021 reichen nach jetziger Berechnung die bisherigen Kapazitäten in den Tagesstätten nicht mehr aus. "Die Kosten von rund 500 000 Euro werden bis zu 85 Prozent von der Regierung bezuschusst, die Förderung ist jedoch auf 50 000 Betreuungsplätze in Bayern beschränkt. Deshalb ist höchste Eile geboten", erklärte Bürgermeister Karl Kolb in der Sitzung am Donnerstag.

Das Gremium gab einstimmig grünes Licht für die notwendige Erweiterung des Raumangebotes und beauftragte Bürgermeister und Verwaltung, ein Architekturbüro für Planung und Bauabwicklung zu gewinnen sowie alle notwendigen Schritte zur Beantragung der Fördergelder auf den Weg zu bringen. Die Mittel werden in den Haushalt 2020 eingestellt - vorbehaltlich der Bezuschussung.

Hauptgrund für den gewachsenen Bedarf sei eine veränderte gesetzliche Regelung, erklärte Jugendpfleger Michael Wohl. Danach können die Eltern von Kindern, die im Zeitraum vom 1. Juli bis 30. September geboren sind, bis zum 10. April des jeweiligen Jahres entscheiden, ob diese "Korridorkinder" in die Schule wechseln oder ein weiteres Jahr den Kindergarten besuchen. "Gleichzeitig erfüllt damit die Kommune aber auch ihren Sicherungsauftrag, der sich durch den weiteren Zuzug junger Familien mit Kindern - vor allem in unsere beiden neuen Baugebiete - ergibt", betonte er.

Bauamtsleiter Peter Welz skizzierte die baulichen Vorstellungen.

Das einzig Sinnvolle

Nach gründlicher Prüfung mehrerer Alternativen sei ein Anbau an die Einrichtung "Klecks" die einzig sinnvolle. Es sollen zwei zusätzliche Gruppenräume entstehen, einschließlich einer Mensa, die nach Vorstellungen der Fachaufsicht bei der Regierung erforderlich sei. Unter anderem soll auch der Raum für die Leitung der Einrichtung vergrößert werden. Abstimmen müsse sich die Gemeinde mit der Kindergartenleitung und der Evangelischen Kirche als Träger.

In Lautertal soll auch 2020 der "Kinosommer on Tour" im Pausenhof der Mittelschule seinen Platz im Veranstaltungskalender haben.Die pauschalen Kosten in Höhe von 5500 Euro und eventuell geringe zusätzliche Kosten bei einer Überschreitung der Besucherzahl über 200 werden von der Gemeinde getragen.

Der TSV Oberlauter beabsichtigt 2020 im Rahmen der weiteren energetischen Sanierung des Sportgeländes den Bau einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Umkleidehauses. Für die rund 30 000 Euro entstehenden Kosten gewährt die Gemeinde dem Verein nach den entsprechenden Richtlinien einen Zuschuss von bis zu maximal 6966 Euro.

Bisher ist der Geschäftsleitende Beamte Hans Frieß Datenschutzbeauftragter der Gemeinde. Im Zuge einer kontinuierlichen Personalentwicklung wurde Daniel Schreiber zum neuen Datenschutzbeauftragten bestellt. Frieß übernimmt dann die Funktion des Stellvertreters.

Udo Bühling wollte wissen, ob sich die Gemeinde über einen neuen Integrationsbeauftragten Gedanken machen müsse. Das habe er aus einem Zeitungsbericht geschlossen. Bernd Wicklein gab zu verstehen, dass er dieses Amt auf jeden Fall bis zum Ende der Legislaturperiode im Frühjahr ausüben werde und sich dann entscheide, ob er weitermacht.

Urnenwand füllt sich

Zweiter Bürgermeister Martin Rebhan verwies darauf, dass nur noch drei Fächer in der Urnenwand des Friedhofes Unterlauter frei seien. "Die Verwaltung ist diesbezüglich aktiv, die Auftragsausschreibung ist bereits erfolgt", entgegnete Bauamtsleiter Peter Welz dazu. Renate Kotschenreuther bat darum, sich um den Anstrich der Dachuntersicht an der Aussegnungshalle zu kümmern. "Das sieht nicht gerade gut aus", sagte sie. Welz sicherte zu, sich umgehend noch einmal darum zu kümmern.

Ortssprecher Udo Oppel hatte in der letzten Sitzung an die Notwendigkeit der Errichtung von Schutzplanken entlang der Kreisstraße zwischen Neukirchen und Tremersdorf (Bibergebiet) erinnert. Dazu informierte Karl Kolb, dass eine Ortsbegehung mit dem Landkreis stattgefunden habe. Eine Prüfung sei zugesagt worden, die Entscheidung stehe noch aus.

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