Oberhaid
oberhaid.inFranken.de 

Mehr Natur in heimischen Gärten

Zum ersten Mal hat der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Bamberg im Kreislehrgarten Oberhaid das Zertifikat "Naturgarten" an vier ausgewählte Gärten im Landkreis verliehen. Worum es eigentli...
Artikel drucken Artikel einbetten

Zum ersten Mal hat der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Bamberg im Kreislehrgarten Oberhaid das Zertifikat "Naturgarten" an vier ausgewählte Gärten im Landkreis verliehen.

Worum es eigentlich geht, formulierte Altbezirkstagspräsident und Vorsitzender des Kreisverbands Günther Denzler in seinen Begrüßungsworten: "Einen Garten naturnah zu bewirtschaften, das bedeutet, mit der Natur zu arbeiten und nicht gegen sie." Wie gut das gelingen kann, beweisen die ersten vier zertifizierten Gärten.

Im Kreislehrgarten zeigt der Gartenbauverein Oberhaid unter der Federführung von Raimund Ott und Wolfgang Settmacher, was jeder Einzelne tun kann, um den eigenen grünen Freiraum in eine naturnahe Oase zu verwandeln. Zu den Kriterien, die dem Kreislehrgarten die Auszeichnung als Naturgarten einbrachten, zählen eine nachhaltige Kompostwirtschaft, Mischkultur und Fruchtfolge im Gemüsegarten, Förderung von Nützlingen, Blütenvielfalt, ungestörte "wilde" Ecken, Regenwassernutzung und wassersparende Gartenpflege und nicht zuletzt der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel, Kunstdünger und Torf.

In gleicher Qualität und jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten zeigen sich auch die übrigen ausgezeichneten Naturgärten: Franziska und Otto Buchberger aus Hohengüßbach pflegen einen bunten Hausgarten, der mit blütenreichen Staudenbeeten, üppiger Fassadenbegrünung, Obstwiese, Nutzgarten und ausgeklügeltem Regenwasser-Management besticht.

Inka und Johann Neff aus Grub bewirtschaften ihren großen Nutz- und Wohngarten nach Permakultur-Prinzipien und verbinden ökologische Obst- und Gemüsewirtschaft mit einem üppigen und vielfältigen Erholungsraum direkt vor der Haustür.

Der Vereinsgarten des Obst- und Gartenbauvereins Bamberg-Kaulberg funktioniert als Gemeinschaftsgarten, in dem ein aktives Gartenteam pflanzt, pflegt, erntet und für die heimische Tierwelt zahlreiche Nahrungs-, Nist- und Unterschlupf-Möglichkeiten schafft. red

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren