Hemhofen
Gemeinderat

Mehr Natur für die Schulkinder

Die Mittagsbetreuung an der Grundschule in Hemhofen muss aufgrund der wachsenden Kinderzahl umstrukturiert werden. Dabei will die Gemeinde auf das Konzept einer naturnahen Betreuung, ähnlich einem Wal...
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Die Mittagsbetreuung an der Grundschule in Hemhofen muss aufgrund der wachsenden Kinderzahl umstrukturiert werden. Dabei will die Gemeinde auf das Konzept einer naturnahen Betreuung, ähnlich einem Waldkindergarten setzen. Am Dienstagabend wurde der Vorschlag nun in der Sitzung des Gemeinderats diskutiert.

Raimund Wölfel vom Architekturbüro Planköpfe Nürnberg präsentierte dazu erste Überlegungen, wie die Freifläche hinter Schule und Sportplätzen genutzt werden könnte. Er stellte zwei mögliche Varianten mit einem fest installierten "Nur-Dach-Haus" oder mit mobilen Schäferwagen vor. Bei beiden Möglichkeiten soll zudem eine Außentoilette am Schulgebäude installiert werden.

"Tolle Sache"

Bei den Gemeinderäten fand die Idee einer naturnahen Betreuung breite Zustimmung. Hansjürgen Müller (FW) sprach von einer "tollen Sache" für die Kinder. Reimer Hamm (CDU) stellte besonders die flexiblen Möglichkeiten der mobilen Wagen in den Vordergrund. Auch Bürgermeister Ludwig Nagel (CDU) betonte deren Vorteile. Er erklärte zudem, dass die Schüler mit ihren Ideen eng in die Planung einbezogen werden sollen.

Letztendlich beauftragte der Gemeinderat das zuständige Architekturbüro mit der Erstellung einer Kostenschätzung für die Variante mit den Schäferwagen. Erste Anhaltspunkte gibt es schon. Laut Architekt Wölfel müssten für einen größeren Wagen für 20 bis 25 Kinder ungefähr 48 000 Euro veranschlagt werden. Bei einem Bedarf von zwei Wagen und inklusive der weiteren Baumaßnahmen rechnet die Gemeinde mit Kosten von circa 150 000 Euro. Wie das Konzept sich dann im Detail darstellt, soll zusammen mit der Schule im Herbst erörtert werden.

Bei der Sanierung der Schule musste hingegen ein bereits vergebener Auftrag für den Austausch der Heizkesselanlage wieder aufgehoben werden, da die angebotene Leistung der Firma Jürgen Müller Heizungsbau, Hemhofen, von den ausgeschriebenen Anforderungen des Leistungsverzeichnis zu stark abweicht. Die Gemeinde wolle hier bei einer Förderquote von 90 Prozent auch kein Risiko eingehen, so Nagel.

Da keine weiteren Gebote vorlagen, wird der Auftrag für die Heizkesselanlage zum Sommer 2020 neu ausgeschrieben.

Für die Jugendarbeit

Zum Abschluss stimmte der Gemeinderat einstimmig der Anschaffung eines neuen Gemeindebusses für rund 30 000 Euro zu. Dieser wird für die Jugendarbeit eingesetzt, soll aber auch allen anderen Vereinen zur Verfügung stehen.

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