Bad Kissingen

Mehr Kurzarbeit

Im Landkreis Bad Kissingen waren im Oktober 1667 Menschen ohne Arbeit. In der Region Main-Rhön stieg die Zahl der Betriebe, die Kurzarbeit anmeldeten, deutlich.
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Im zweiten Halbjahr zeigte sich der Arbeitsmarkt in der Region Main-Rhön trotz konjunktureller Schwächephase einiger Branchen robust. Im Oktober war dieser mit einer Arbeitslosenquote von 2,9 Prozent und 7246 arbeitslosen Menschen weiterhin in einer sehr guten Verfassung. Im September wurden 289 arbeitslose Personen mehr gezählt, und die Quote lag um 0,1 Prozentpunkte höher. Im Vorjahr lag das Niveau der Arbeitslosigkeit, mit einer Arbeitslosenquote von 2,7 Prozent, etwas niedriger. Damals wurden 582 arbeitslose Menschen weniger verzeichnet. Im Landkreis Bad Kissingen waren im Oktober 1667 Menschen ohne Arbeit (2,9 Prozent).

"Hervorzuheben ist insbesondere der Rückgang bei den Jüngeren unter 25 Jahren. Im Vergleich zum Vormonat hat sich die Anzahl um 159 arbeitslose junge Menschen reduziert. Nach der Sommerpause geht die Jugendarbeitslosigkeit in der Regel immer wieder deutlich zurück. Viele Jugendliche, die nach der Ausbildung nicht übernommen wurden, konnten jetzt im Oktober einen Arbeitsplatz bei einem anderen Arbeitgeber finden", teilt Thomas Stelzer, Leiter der Agentur für Arbeit Schweinfurt, mit. Die Anzahl der Zugänge aus Beschäftigung und die der Arbeitsaufnahmen hielten sich im Oktober die Waage. Es meldeten sich 925 Menschen in Erwerbstätigkeit ab. Die Zugänge aus Erwerbstätigkeit in Arbeitslosigkeit lagen mit 929 Personen fast gleichauf.

Die Zahl der Betriebe, die für ihre Arbeitnehmer Kurzarbeit angemeldet hatten, verdoppelte sich im Vergleich zum Vormonat. Seit September stieg die Anzahl der Betriebe von 29 auf 56 im Oktober und die der betroffenen Personen um 992 auf 1657 Arbeitnehmer. Vor einem Jahr lagen die Zahlen auf einem deutlich niedrigeren Niveau. Im Oktober 2018 hatten 14 Betriebe für 129 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt.

"Aufgrund der konjunkturellen Schwächephase einiger Branchen am Arbeitsmarkt sichern sich Unternehmen ihre Arbeitskräfte durch Kurzarbeit. Wegen der internationalen wirtschaftlichen Unsicherheiten steigt der Bedarf der Unternehmen an Beratungen zum Thema Kurzarbeit deutlich an. Der Schwerpunkt liegt auf den Branchen Automobil- und deren Zulieferindustrie sowie dem Maschinenbau", führt Stelzer aus.

Im Oktober wurden in der Region Main-Rhön 672 arbeitslose Menschen mit Fluchthintergrund gezählt. Das entsprach 9,3 Prozent aller gemeldeten Arbeitslosen. Im September waren es noch 57 arbeitslose Menschen mit Fluchthintergrund mehr.

Jobsuchende konnten in diesem Monat auf einen Bestand von 4762 freien Stellen zurückgreifen. Dies waren 275 Stellen weniger als im Vormonat sowie 730 weniger als im Oktober 2018.

Saisonal üblich stieg die Nachfrage der Arbeitgeber nach Arbeitskräften im Oktober wieder leicht an. Im Berichtsmonat nahmen die Vermittlungsfachkräfte im gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit und der Jobcenter 793 neue Stellenangebote an. Das waren 54 Stellenzugänge oder 7,3 Prozent mehr als im September.

Jobs im Gesundheitsbereich

Besonders groß war der Personalbedarf im Gesundheits- und Sozialwesen. Hier waren 711 offene Stellen zu besetzen. Der Bereich des Handels sowie der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen verzeichnete ebenso eine große Nachfrage an Arbeitskräften mit 540 offenen Stellen. 502 der zu besetzenden Stellen waren dem verarbeitenden Gewerbe zuzurechnen. Auch in der Baubranche hatten Bewerber gute Chancen. Hier gab es 488 freie Arbeitsstellen. red

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