Rattelsdorf

Mehr Fläche für neue Bauplätze

Die Mitglieder des Marktgemeinderats haben sich über eine Fläche für etwa 25 Bauplätze ausgetauscht. Außerdem wurde über den Bebauungsplan "Ruhstein Süd" informiert. Dort wird es eine neue Straße geben. Die Arbeiten daran werden voraussichtlich bis 2029 andauern.
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Noch ist der Bebauungsplan "Hergeten III", für den jetzt der Aufstellungsbeschluss verabschiedet wurde, eine Wiesenfläche. Foto: Renate Neubecker
Noch ist der Bebauungsplan "Hergeten III", für den jetzt der Aufstellungsbeschluss verabschiedet wurde, eine Wiesenfläche. Foto: Renate Neubecker

"Die Nachfrage nach Baugrund ist steigend", sagte Bürgermeister Bruno Kellner (VU) in der Sitzung des Marktgemeinderats. Die geplante Ausweisung des Baugebiets "Hergeten III" habe eine lange Vorgeschichte. Jetzt stehe ein Filetstück zur Verfügung, das städtebaulich eine Abrundung der beiden Hauptgemeindeteile Rattelsdorf und Ebing schaffe.

Entstehen könnten 25 Bauplätze auf einer Fläche von 2,67 Hektar. Ingenieur Frank Schönfelder von der Planungsgruppe Strunz sprach von einer logischen Konsequenz der Entwicklung zwischen Rattelsdorf und Ebing sowie bei der Bauleitplanung.

In Sichtweite des neuen Baugebiets liegt der Netto-Markt und das Medizinische Versorgungszentrum sowie auf der gegenüberliegenden Seite eine Computerfirma. Das Areal befindet sich begrenzt durch einen Wirtschaftsweganschluss an "Hergeten II". Weiterhin ist das Gebiet von der Angerstraße begrenzt, die in die Gartenstraße einmündet.

Durch eine Wiesenfläche, die zum Areal gehört, muss die Ortsrandsatzung "Hergeten" und der Bebauungsplan "Ellern-Kreuzanger II" geändert werden. Frank Schönfelder erklärte, dass ein allgemeines Wohngebiet geplant sei. Die Aufstellung des Bebauungsplanes solle im beschleunigten Verfahren durchgeführt werden, eventuell mit einer Verdichtung an gewissen Punkten mit Rücksicht auf die Ressource Boden.

Die Entwässerung müsse im Trennsystem erfolgen. Der Aufstellungsbeschluss für das Baugebiet "Hergeten III" mit integriertem Grünordnungsplan wurde einstimmig verabschiedet.

Ebenfalls eine lange Vorgeschichte hat der Bebauungsplan "Ruhstein Süd" in Ebing. Hier stellte Ingenieur Ingo Jacobsen den Entwurf für die Ausführungsplanung vor. Erschlossen werden die acht Bauplätze mit einer Stichstraße als einheitliche Verkehrsfläche mit sechs Meter Höhe und einem Wendehammer.

Verlauf der neuen Straße

Die neue Straße wird an die Ringstraße angebunden. Der geplante Mischwasserkanal wird ebenfalls an den Kanal in der Ringstraße angebunden. Ebenso die Wasserversorgung. Geplant sind vier neue Straßenleuchten. Ob ein Gasanschluss möglich ist, muss noch abgeklärt werden. Die geschätzten Kosten für die Erschließung belaufen sich ohne die Stromversorgung und Breitband auf ungefähr 242 000 Euro.

Jacobsen informierte, dass die Ausschreibung über den Winter erfolgen solle. Der Baubeginn sei für das Frühjahr 2020 und das Ende der Baumaßnahmen für den August 2029 geplant. Das Gremium nahm die Planung zur Kenntnis und stimmte zu.

Füreinander an Itz und Main

Über ein Nutzungskonzept für die alte Schule ebenfalls in Ebing war schon länger diskutiert worden. Jetzt informierte der Bürgermeister das Gremium, dass eine Sitzung im kleinen Kreis mit den Marktgemeinderäten der Ebinger Liste und der Nachbarschaftshilfe "Füreinander an Itz und Main" stattgefunden habe.

Im Vorfeld fand bereits ein Termin mit Sabine Wenng von der Koordinationsstelle "Wohnen im Alter" des Bayerischen Sozialministeriums statt. Bei beiden Veranstaltungen wurden Wunschvorstellungen für das 10  000 Quadratmeter große Gelände formuliert und diskutiert.

Die alte Schule in Ebing soll zu einem Bürgerhaus/Kulturzentrum mit Bibliothek umgebaut, saniert oder ein Ersatzneubau geschaffen werden. Im Umfeld könnte dann die soziale Integration von Senioren oder der Bau von Seniorenwohnsiedlungen entstehen. Er habe Gespräche mit der Regierung von Oberfranken geführt für den Einstieg in die Städtebauförderung, erklärte Kellner.

Bei Städtebauprojekten gebe es laut Regierung von Oberfranken eine 60-prozentige Bezuschussung. Ihr Ziel sei es, alte Bausubstanz zu erhalten. Am 21. Oktober sei eine Bürgerversammlung mit Sabine Wenng geplant. Für die Städtebauförderung müsse ein Städteplaner eingestellt werden, der sich die gesamte Gemeinde anschaue.

Als ersten Schritt für dieses Projekt überprüft das Architekturbüro Paptistella die Bausubstanz der Schule in Ebing. Ausgesetzt wurde der Beschluss vom 25. Juli, die Kindergartenbeiträge zu ändern wegen Rechtsunsicherheiten bei den Ausführungsbestimmungen der Bayerischen Staatsregierung. Eine neue Regelung ist wegen des defizitären Betriebs für den 1. Januar 2020 geplant. Vorher wird der Elternbeirat beteiligt. Weiterhin beschloss der Marktgemeinderat, dass die Realsteuerhebesätze mit 340 v.H. für Grundsteuer A, Grundsteuer B und die Gewerbesteuer gleich bleiben.

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