Steinberg

Mehr Ertrag nach Schnitt

Schnittstärke, Wachstum und Ertrag hängen bei Bäumen zusammen - das lernten 15 Interessierte beim Baumschnittkurs des Obst- und Gartenbauvereins in der Theorie und Praxis.
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15 Interessierte besuchten den Baumschnittkurs des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) Steinberg. Dort gab es praktische Anleitungen rund um das Thema Obstgehölzschnitt. Foto: hs
15 Interessierte besuchten den Baumschnittkurs des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) Steinberg. Dort gab es praktische Anleitungen rund um das Thema Obstgehölzschnitt. Foto: hs
Den Zusammenhang zwischen Schnittstärke, Wachstum und Ertrag sowie die natürliche Entwicklung von Obstgehölzen erläuterte Peter Mastalerz, der Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) Steinberg, 15 Interessierten.
Während der Sommerschnitt das Wachstum bremst, regt es der sogenannte Winterschnitt an - in der Vegetationspause nach dem Laubabwurf bis zum Beginn des Saftflusses.


Physiologisches Gleichgewicht

Durch das Schneiden wird versucht, einen Kompromiss zwischen tragendem, stützendem und ernährendem Holz zu finden. Der Baum befinde sich dann in einem physiologischen Gleichgewicht. Wichtige Ziele seien außerdem die Auslichtung von zu dichten Astpartien sowie die Pflege und das Entfernen von Baumteilen, die auf Befall mit einer Pflanzenkrankheit gefährdet sind - wie offene Wunden, Schnittnarben, Totholz oder Wassertaschen.
Auch würden so regelmäßige und hohe Erträge in guter Qualität gefördert. Licht und Luft könnten bis ins Kroneninnere vordringen, wodurch die Nährstoffe im Baum besser verteilt würden und somit der Frucht-, beziehungsweise Blütenbildung zugute kämen. Anschließend wurden die einzelnen Schritte des Baumschnittes in der Praxis aufgezeigt. Dabei verpasste Sebastian Töpfer, Inhaber des "Steinberger Hausmeisterservice", einem Apfelbaum der Familie Peter von unbekannter Sorte seinen vermutlichen Erstschnitt.
Der Baum hat beim aktuellen Besitzer nie getragen. Laut Auskunft des Vorbesitzers habe er vor einigen Jahren zwar Früchte getragen, diese seien jedoch kaum genießbar gewesen.


Baum steht unter Beobachtung

Die Steinberger Gartler werden die Entwicklung des Baumes weiter verfolgen. Der Dank des Vorsitzenden galt sowohl dem Eigentümer für die Überlassung des "lebenden Objekts" als auch Sebastian Töpfer für den Baumschnitt.
Während des Kurses bot sich den sehr interessierten Gartenfreunden die Möglichkeit, Fragen zu stellen sowie sich mit Anregungen einzubringen. Dabei wurden eifrig Tipps und eigene Erfahrungen aus dem heimischen "grünen Reich" weitergegeben. hs
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