Falkendorf

Mehr als ein Stück farbiger Stoff

Ein gelungener Abend, eine Fahnenweihe und viele Ehrungen. Die Freiwillige Feuerwehr Falkendorf hatte zum Festabend geladen. Höhepunkt war allerdings die Segnung der neuen Fahne durch Pfarrer Peter Söder.
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Der Vorsitzende Jörg Jordan dankt der Fahnenbraut Katarina Förtsch.  Fotos: Richard Sänger
Der Vorsitzende Jörg Jordan dankt der Fahnenbraut Katarina Förtsch. Fotos: Richard Sänger
Der Festabend im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Falkendorf war ein besonderer Abend: Ernennung des Ehrenkommandanten Peter Jordan, Übergabe von Feuerwehrehrenzeichen für langjährige Dienstzeit durch Landrat Alexander Tritthart und Kreisbrandrat Matthias Rocca sowie die Ernennung von Ehrenmitgliedern. Aber auch die Segnung der neuen Fahne.
Herauszuheben ist eine besondere Ehrung, die es so bisher auch noch nicht gab: Für 50 Jahre aktiven Dienst wurde Dieter Baier geehrt. Allerdings nur symbolisch, denn bislang war eine derartige Auszeichnung nicht nötig. Erst seit der Anhebung des Maximaldienstalters von 63 auf 65 Jahre ist es überhaupt möglich, die besondere Marke zu erreichen.
"Damit gehört Dieter Baier im Landkreis mit zu den ersten mit einer derartigen Ehrung", erklärte der Landrat Tritthart. Die Auszeichnung werde Staatsminister Joachim Hermann persönlich in München für alle Feuerwehrleute, die 50 Jahre aktiven Dienst leisteten, übergeben.
Zum Festabend begrüßten Vorsitzender Jörg Jordan und Kommandant Bernd Hopfes insbesondere Bürgermeister Kalus Schumann, Mitglieder des Gemeinderates, Ehrenmitglieder und Abordnungen der Patenwehren sowie Nachbarwehren und Vertreter der örtlichen Vereine. Jordan präsentierte stolz die aktuellen Zahlen: 34 Aktive, 198 Mitglieder im Verein.


Gott zur Ehr, ein klares Motto

Die Grußwortredner würdigten insbesondere den Dienst der Feuerwehrleute und die Aktivitäten der Falkendorfer Feuerwehr. Dazu gehöre natürlich der Dienst am Mitmenschen in den unterschiedlichsten Einsatzlagen, aber auch die weithin bekannte Feuerwehr-Kerwa mit dem Tauziehen der Feuerwehren.
Eine Besonderheit war dann die Segnung der Fahne. Jordan erklärte: "Die alte Fahne aus dem Jahr 1979 ist nicht mehr reparabel." Pfarrer Peter Söder verglich das Motto: "Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr" mit den zehn Geboten. Beides wolle auf dasselbe hinaus: "Ich liebe meinen Nächsten, deshalb schütze ich ihn. Weil ich nicht will, dass ihm etwas passiert, genau so wenig wie mir. Damit gebe ich Gott die Ehre, erfülle sein Gebot."
Und er erklärte weiter: "Denn Gott ist mitten im Leben in diesem Dienst bei euch: Bei denen, die als erste am Unfallort sind und noch nicht wissen, was sie erwartet; bei denen, die das Feuer in den Griff bekommen müssen." Mit den Worten "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr", segnete er die Fahne und alle Feuerwehrleute. Zuvor hatte Fahnenbraut Katarina Frötsch das Fahnenband angeheftet.
"Dieser Tag ist ein Grund zum Feiern", betonten auch Landrat Alexander Tritthart, Kreisbrandrat Matthias Rocca und Bürgermeister Klaus Schumann.


Bewegende Momente

Die Aufgaben der Feuerwehren hätten sich stark gewandelt. Sie unterliegen aber auch weiterhin einem ständigen Wandel. Für den Landrat ist eine Fahne etwas Besonderes und ein Fahnenzug nach einem Festzug auch ein sehr bewegender Moment. Er erinnerte aber auch daran, dass eine Fahne bei traurigen Anlässen zum Einsatz komme und Vereinsmitglieder auf ihrem letzten Weg begleite.
"Ich ziehe meinen Hut vor Feuerwehrleuten, wenn sie zu schweren Unfällen oder Großbränden ausrücken müssen und deswegen müssen die Feuerwehren auch gut ausgerüstet sein." Die Feuerwehren pflegten weiterhin den Geist der edelsten Kameradschaft nach dem Grundsatz "Einer für alle und alle für einen".
Die Mitglieder der Feuerwehr würden dies freiwillig tun, hatte der Landrat in seiner Rede betont. Das sei es, was der Sache die hohe Bedeutung verleihe und was die Feuerwehren zur Pflichtstätte jeder Bürgertugend mache.
Für 40 Jahr aktive Dienstzeit wurden Heinz-Udo Maier, Peter Baier und Norbert Gast mit dem Ehrenzeichen in Gold geehrt. Mit dem Ehrenzeichen in Silber für 25-jährige Dienstzeit wurde Frank Jordan ausgezeichnet. Vom Vorsitzenden Jörg Jordan und Kommandant Bernd Hopfes wurden Andreas Scherzer, Erwin Wolf und Lorenz Jordan zu Ehrenmitgliedern sowie Peter Jordan zum Ehrenkommandanten ernannt. Selbstverständlich wurde bis in die Nacht gefeiert. Die neuen Ehrenmitglieder und die Fahne.
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