Hammelburg
Ruhestand

Mehr als 44 Jahre im Polizeidienst

Polizeihauptkommissar Bernd Graf von der Polizeiinspektion (PI) Hammelburg trat zum 1. Februar nach 44 Jahren und vier Monaten in den verdienten Ruhestand. Im Rahmen einer Abschiedsfeier mit vielen Ko...
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Alfons Hausmann (links) wünschte Bernd Graf alles Gute.  Foto: Polizei
Alfons Hausmann (links) wünschte Bernd Graf alles Gute. Foto: Polizei

Polizeihauptkommissar Bernd Graf von der Polizeiinspektion (PI) Hammelburg trat zum 1. Februar nach 44 Jahren und vier Monaten in den verdienten Ruhestand. Im Rahmen einer Abschiedsfeier mit vielen Kollegen überreichte Dienststellenleiter Alfons Hausmann seinem "alten Kameraden" die Ruhestandsurkunde.

Graf und Hausmann kennen sich seit ihrer gemeinsamen Ausbildungszeit. Bernd Graf begann seine Ausbildung im Polizeidienst als Praktikant bei der Polizeistation Gemünden. Nach einer zweijährigen Ausbildung bei der Bereitschaftspolizei in Würzburg leistete Graf zunächst Dienst in einer Einsatzhundertschaft in Nürnberg. Danach kam er zur Polizeiinspektion Lohr, bevor er am 1. März 1981 zur PI Hammelburg versetzt wurde. Nach einer weiteren Verwendung ab 1985 in Schweinfurt kam Graf 1996 endgültig zur PI Hammelburg zurück. Seit November 1997 war er Angehöriger der Ermittlungsgruppe der PI Hammelburg. Bis dahin leistete er als Streifenbeamter Schichtdienst und war als Zivilfahnder unterwegs. Graf kann auf zahlreiche berufliche Erfolge zurückblicken. So trug er 2003 als Mitarbeiter einer überregionalen Sonderkommission maßgeblich dazu bei, dass eine bundesweite Vergewaltigungsserie geklärt werden konnte. Im Februar 2015 gelang ihm die Festnahme eines lange gesuchten, überregionalen Einbrechers, der es insbesondere auf Feuerwehrhäuser und Kindergärten abgesehen hatte. Graf war damals alleine zivil unterwegs, als er den Gesuchten im Bereich der Post-amtskreuzung in Hammelburg erkannte und festnehmen konnte. Dadurch konnten 50 Einbrüche aufgeklärt werden.

Dienststellenleiter Hausmann betonte die außerordentliche Leistungsbereitschaft von Graf, der sich auch immer "über den Tellerrand hinaus" in den Polizeidienst eingebracht habe. So war er als Jäger 2013 zur Stelle, als es galt, ein ausgebrochenes Zebu-Rind zur Strecke zu bringen. Nach dessen rasanter Flucht durch Randbereiche von Hammelburg und über Straßen hinweg gelang es Graf, das Tier zu erlegen, bevor es großen Schaden anrichten konnte.

Mit Bernd Graf verliere die Polizeiinspektion einen allseits beliebten und anerkannten Kollegen, hieß es in der Laudatio. Hausmann wünschte ihm für seinen neuen Lebensabschnitt alles Gute. red

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