Kasendorf

Megaprojekt nimmt Hürde

Der Kasendorfer Gemeinderat hat den Förderantrag für den Umbau des ehemaligen Brauereigasthofs "Schwarzes Ross" gestellt. In dem Gebäude soll die Diakoniestation samt Tagespflege einziehen.
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In den ehemaligen Gasthof "Schwarzes Ross" soll nach dem Umbau die Diakonie einziehen. Foto: Archiv/Katharina Müller-Sanke
In den ehemaligen Gasthof "Schwarzes Ross" soll nach dem Umbau die Diakonie einziehen. Foto: Archiv/Katharina Müller-Sanke

Dass in der seit Jahren leerstehenden Brauereigaststätte "Schwarzes Ross" eine Diakoniestation mit Tagespflege einziehen soll, steht schon seit langem fest. In einem aufwendigen Verfahren nach den Richtlinien eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (Isek) mit Bürgerbeteiligung und vielen Workshops sind die Kasendorfer zu dieser Lösung gekommen.

Am Mittwochabend nahmen die Marktgemeinderäte die nächste Hürde und beschlossen, bei der Regierung von Oberfranken den förmlichen Förderantrag einzureichen. Der Markt Kasendorf geht von einer Gesamtinvestition von 5,823 Millionen Euro aus. Die zuwendungsfähigen Kosten würden sich dann auf 5,173 Millionen Euro belaufen.

1,166 Millionen Euro Eigenanteil

Bei einer Förderquote von 90 Prozent würde der Markt Kasendorf einen Zuschuss von 4,656 Millionen Euro erhalten. Der Eigenanteil - so die Planer - würde sich auf 1,166 Millionen Euro belaufen.

Der Markt Kasendorf rechnet damit, dass - wenn der Förderantrag bis Ende Oktober bei der Regierung vorliegt - bereits Mitte November ein Zuwendungsbescheid erteilt wird. Damit könnte der Umbau dann im nächsten Jahr in Angriff genommen werden.

Verwaltungsleiter Herbert Schmidt präsentierte den Räten eine neunseitige Excel-Tabelle, die die genauen Kosten aufschlüsselt. Allein für die Baukonstruktion - für Bestand und Neubau - werden 3,542 Millionen Euro eingeplant. Die Außenanlagen sind mit rund 200 000 Euro veranschlagt.

Derzeit gehen die Detailplanungen in die letzte Phase. Sie werden direkt mit der Diakonie abgestimmt und sollen im Gemeinderat noch einmal öffentlich gezeigt und besprochen werden.

"Wir sind gut positioniert, nur bei der Statik und bei der Elektrik könnte es noch Unsicherheiten geben", erklärte der Verwaltungsleiter. Die Räte stimmten dem weiteren Vorgehen einstimmig zu.

Starke Beschädigungen

Nicht ganz so "positiv" fiel dagegen der Sachstandsbericht über den Umbau des Anwesens Marktplatz 2 aus. "Die Gebäudesubstanz ist so schlecht, dass die Gefahr besteht, dass die Wand einfällt, wenn man das Dach wegnimmt", erklärte Bürgermeister Bernd Steinhäuser (CSU).

Beim Abschlagen des Putzes seien starke Beschädigungen des Fachwerks festgestellt worden. Teilweise seien Zapfen entfernt oder einfach Teile herausgesägt worden. "Eine Wand wackelt sogar", so der Bürgermeister.

Im Laufe der nächsten Woche soll nun mit Vertretern des Amts für Denkmalschutz und einem Statiker geklärt werden, wie die Sanierung weiter vonstatten gehen soll. Ein Antrag auf eine Nachförderung ist bereits gestellt.

Keine Einwände hatten die Kasendorfer Räte gegen die Errichtung eines Haustürvorbaus und einer Doppelgarage in der Kirchstraße 46.

Bezüglich der Dachneigung und der überbaubaren Grundstücksfläche erteilte das Gremium Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans. Die Nachbarn haben sich mit dem Bauvorhaben einverstanden erklärt.

Nur eine Formsache war die Widmung eines Grünstreifens in Peesten. Für die Erschließung des Baugebietes "Brunnengasse" wurde der zur Straße umgewidmet.

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