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Lichtenfels
lichtenfels.inFranken.de  Der praktische Teil der Ausbildung des ersten Jahrgangs der Regiomed-Ärzte läuft in Coburg und Südthüringen.

Medizinstudenten zurück aus Kroatien

Der Regiomed-Verbund kooperiert seit 2016 mit der staatlichen Universität Split und hat die Medical School Regiomed gegründet. In den ersten drei Jahren des Studiengangs lernen die Studenten an der Un...
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17 Studenten des ersten Studienjahrgangs der Medical School Regiomed wurden nach dem erfolgreich absolvierten dreijährigen Studium in Split zum zweiten Teil des Studiums an den Regiomed-Kliniken am Standort Lichtenfels von Vertretern von Regiomed, des Lichtenfelser Klinikums und aus Split freundlich empfangen. Foto: Alfred Thieret
17 Studenten des ersten Studienjahrgangs der Medical School Regiomed wurden nach dem erfolgreich absolvierten dreijährigen Studium in Split zum zweiten Teil des Studiums an den Regiomed-Kliniken am Standort Lichtenfels von Vertretern von Regiomed, des Lichtenfelser Klinikums und aus Split freundlich empfangen. Foto: Alfred Thieret

Der Regiomed-Verbund kooperiert seit 2016 mit der staatlichen Universität Split und hat die Medical School Regiomed gegründet. In den ersten drei Jahren des Studiengangs lernen die Studenten an der Universität Split die theoretischen Grundlagen, ehe sie vom vierten bis zum sechsten Jahr den klinischen Abschnitt an den Regiomed-Kliniken in Oberfranken und Südthüringen absolvieren.

Nach dem Start des ersten Studienjahres im klinischen Bereich an den Standorten in Coburg und Sonneberg begrüßte Hauptgeschäftsführer Alexander Schmidtke die 17 Studenten in der Berufsfachschule für Krankenpflege in Lichtenfels. Er lobte die mit kleinem Budget ausschließlich in Eigenleistung geschaffenen Räumlichkeiten. Die Medical School sei etwas Besonderes und die Kooperation mit der Universität Split ein einmaliges Projekt.

Es sei keine Selbstverständlichkeit, neben dem Klinikalltag auch noch die Studenten der Medical School auszubilden, aber es lohne sich. Krankenhausdirektorin Eva Gill berichtete, dass sich die Studenten in Lichtenfels bereits gut eingelebt hätten. Sie würden von Ärzten des Klinikums unterrichtet und in Kleingruppen individuell betreut. Die Rückmeldungen seien bisher nur positiv.

Johannes Brachmann, Geschäftsführer der Medical School, hob hervor, dass Regiomed die Ausbildung des Ärztenachwuchses selbst in die Hand genommen habe. Die 17 Studenten des ersten Jahrgangs der Medical School hätten im bevorstehende Studienabschnitt, bei dem neben Vorlesungen und Seminaren die klinische Praxis im Vordergrund stehe, mehr Abwechslung als im theoretischen Teil.

Es sei wichtig, dass sich die Medical School entschieden habe, das Projekt weiterzuführen, der massive Ärztemangel zwinge auch dazu, unterstrich Brachmann.

Über Skype meldete sich der Dekan der University of Split School of Medicine, Zoran Dogas. Der erfolgreiche Start des ersten Studienjahrgangs der Medical School sei ein großer Tag für das Projekt zwischen Split und Lichtenfels.

Landrat Christian Meißner, der auch Mitglied im Aufsichtsrat von Regiomed ist, bescheinigte, dass die Vision einer zweigeteilten Ausbildung zwischen Regiomed und Split die richtige Entscheidung gewesen sei. Die jungen Leute seien Pioniere gewesen, als man sie vor drei Jahren nach Kroatien entsandte. Er hoffe, dass sich die Studenten in Lichtenfels wohlfühlen und mit ihrem Studium gut vorankommen. Auch wenn dieses Projekt von staatlichen Hochschulen sicher nicht gern gesehen werde, sollte es vom bayerischen Staat unterstützt werden.

Als Sprecher der Studenten äußerte sich Philipp Groetsch aus Kulmbach sehr positiv über das dreijährige Studium in Split. Man sei dort von hochrangigen Professoren aus Zagreb und aus dem Ausland sehr gut ausgebildet worden, und wenn man unter der Woche gut mitgearbeitet und gelernt habe, sei am Wochenende Zeit geblieben, Land und Leute kennenzulernen.

In einer kleinen Gesprächsrunde stellte die Leiterin der Medical School, Dorothea Thieme, ihre Vision einer teilweise interdisziplinären Ausbildung der Medizinstudenten im sechsten Ausbildungsjahr und der Krankenpflegeschüler im dritten Ausbildungsjahr vor, die auch die Zustimmung von Harald Engel, dem Leiter der Krankenpflegeschule fand. Das würde sich vorteilhaft bei der späteren Zusammenarbeit im Klinikalltag auswirken. thi

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