Erlangen
Vorlesungsreihe

Medizinhistoriker blicken über den Tellerrand der Uni

Von den ersten Medizinstudentinnen über Soldaten im Ersten Weltkrieg bis hin zu jüdischen Medizinstudierenden nach dem Zweiten Weltkrieg: Die Vortragsreihe "Jenseits des Tellerrands" an der Friedrich-...
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Von den ersten Medizinstudentinnen über Soldaten im Ersten Weltkrieg bis hin zu jüdischen Medizinstudierenden nach dem Zweiten Weltkrieg: Die Vortragsreihe "Jenseits des Tellerrands" an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat für ihre Besucher im Wintersemester 2018/19 wieder spannende Themen. Die öffentlichen Mittagsvorträge werden vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der FAU veranstaltet und beginnen jeweils um 12.15 Uhr im Hörsaal 1.011 (Alter Senatssaal), Kollegienhaus, Universitätsstraße 15, Erlangen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Universität hervor.

Den Auftakt bildet der Vortrag von Karl-Heinz-Leven am 14. November zur Erlanger Gelehrtenfamilie Rosenthal: Das Schicksal schien es gut gemeint zu haben mit Werner Rosenthal (1870-1942). Er wurde geboren als Sohn von Isidor Rosenthal (1836-1915), der 1872 als Professor für Hygiene an die Universität Erlangen berufen worden war und insgesamt 41 Jahre Ordinarius an der Medizinischen Fakultät war - länger als jeder andere vor oder nach ihm. Werner Rosenthal, unterdessen habilitierter Pathologe an der Universität Göttingen, befand sich im November 1934 unter demütigenden Umständen auf einem Schiff, das ihn mit seiner Familie in die Emigration nach Indien bringen sollte. Der Vortrag von Karl-Heinz Leven beleuchtet das Schicksal der Rosenthals, einer deutschen Gelehrtenfamilie jüdischer Herkunft, deren Weg in Erlangen begann und deren Nachkommen heute in der ganzen Welt verstreut leben. red



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