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Bamberg
Ausstellung

Maxim Kantor: Staunen im Garten des Wissens

Maxim Kantor zählt zu den bedeutendsten russischen Künstlern. Seine Bilder hängen in den großen Museen Australiens, Europas und der USA - nun kommt er mit seinen Werken nach Bamberg 2016 hat die Stadt...
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Arbeit von Maxim Kantor Foto: p
Arbeit von Maxim Kantor Foto: p

Maxim Kantor zählt zu den bedeutendsten russischen Künstlern. Seine Bilder hängen in den großen Museen Australiens, Europas und der USA - nun kommt er mit seinen Werken nach Bamberg

2016 hat die Stadt während der Hegelwoche an der Uni Bamberg das Herz des Universalkünstlers erobert, heißt es in der Pressemitteilung der Hochschule. Aus dieser Verbundenheit sei bereits damals sein Wunsch entstanden, seine Kunst in Bamberg zu zeigen. Gemeinsam mit Prof. Christian Illies, Inhaber des Lehrstuhls für Philosophie II und Organisator der Hegelwoche, und Fabian Franke, Leitender Direktor der Universitätsbibliothek, verwirklicht er nun dieses Vorhaben mit einer Ausstellung. Sie wird am morgigen Freitag um 19 Uhr in der Teilbibliothek 1, An der Universität 2, unter dem Titel "Garten des Wissens" in Anwesenheit des Künstlers eröffnet.

"Im Titel steckt durchaus eine Portion Ironie", erklärt Christian Illies. "Denn die ausgestellten Werke haben selbst ein kritisches Verhältnis zu Wissen und Verstehen: Teils möchten sie das mühevolle Streben nach Wahrheit zum Ausdruck bringen, teils prangern sie ein falsches Verständnis des Begriffs an." Neben regelrechten Gelehrtenkarikaturen wird es Werke Kantors zu sehen geben, die in ihren Motiven und Figuren echtes Wahrheitsbestreben thematisieren, beispielsweise Lithografien aus seinem Faustzyklus. Was Wissen ist und sein kann, ist eine Dimension des Ausstellungskonzepts.

Eine zweite stellt die politische Seite der Kunst Kantors in den Fokus, denn in vielen seiner Arbeiten ist die Bedrohung durch politische oder ökonomische Strukturen sichtbar: Egoismus und Kleingeisterei sticht er dabei ebenso mit spitzem Pinsel auf wie die totalitären Tendenzen im heutigen Russland.

Mit der politischen Situation seines Heimatlandes beschäftigt sich Maxim Kantor, der sich der Kunst, Musik und Schriftstellerei verschrieben hat, auch in seinem Roman "Rotes Licht". Zur Vernissage gibt der Bamberger Schauspieler und Autor Andreas Ulich mit einer Lesung Einblick in diese Facette des Œuvres Kantors. Harald Wydra, Professor für Politische Theorie, insbesondere für Ost-Europa, und Politische Anthropologie an der Universität Cambridge, führt mit einem Vortrag in das künstlerische Schaffen ein. Eine kleine Führung durch die Ausstellung rundet den Abend ab.

Wer noch tiefer in das Werk Maxim Kantors eintauchen möchte, hat dazu am Samstag, 27. Oktober, Gelegenheit: In sechs Vorträgen und Gesprächen stellen sich Bamberger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Gastredner sowie Maxim Kantor selbst aus unterschiedlichen philosophischen Blickwinkeln die Frage, was Kunst bewegen kann. Der öffentliche Workshop zur Macht der Schönheit findet von 9.30 Uhr bis 18 Uhr im Gebäude Fleischstraße 2, Raum 1.01, statt. Da die Plätze begrenzt sind, ist eine Anmeldung an jana.funk@uni-bamberg.de erforderlich. Die Ausstellung kann bis 31. März 2019 bei freiem Eintritt montags bis freitags von 8.30 Uhr bis 20 Uhr sowie samstags von 10 Uhr bis 14 Uhr besichtigt werden. red

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