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Max Heyder macht in der Weltrangliste einen Sprung nach vorne

Beim Judo-Grand-Slam im ISS-Dome in Düsseldorf, bei dem an drei Tagen 659 Judokas aus 115 Nationen auf der Matte standen und der von insgesamt etwa 11 000 Zuschauern verfolgt wurde, bescherte Max Heyd...
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Von Anfang an fokussiert, kam Max Heyder (rechts) im Auftaktkampf des Grand-Slam gegen Mohammad Rashnonezhad schnell zum vorzeitigen Sieg. Foto: privat
Von Anfang an fokussiert, kam Max Heyder (rechts) im Auftaktkampf des Grand-Slam gegen Mohammad Rashnonezhad schnell zum vorzeitigen Sieg. Foto: privat

Beim Judo-Grand-Slam im ISS-Dome in Düsseldorf, bei dem an drei Tagen 659 Judokas aus 115 Nationen auf der Matte standen und der von insgesamt etwa 11 000 Zuschauern verfolgt wurde, bescherte Max Heyder vom JC Naisa in der Gewichtsklasse bis 60 kg der Nationalmannschaft als erster Starter des Deutschen Judobundes am ersten Wettkampftag einen erfolgreichen Auftakt.

Heyder ging gegen den Iraner Mohammad Rashnonezhad vom Refugee-Team bereits nach einer halben Minute mit einer mittleren Wertung (Waza-ari) für eine kleine Innensichel (Ko-soto-gari) in Führung. Kurz danach musste er zwar eine Waza-ari-Wertung durch eine Abtauchtechnik seines Kontrahenten abgeben, konnte jedoch wenig später den zweiten Waza-ari und damit den vorzeitigen Sieg wiederum durch Ko-soto-gari erzielen.

Gegen den Brasilianer Eric Takabatake, der auf Platz 9 der IJF-Senioren-Weltrangliste steht, lieferte der Litzendorfer über die reguläre Wettkampfzeit eine ausgewogene Begegnung und zeigte, dass er auch gegen deutlich erfahrenere Weltklasse-Athleten mithalten kann. Im Golden Score brachte er Takabatake durch eine Kontertechnik (Tani-otoshi) so zu Fall, dass dieser sich mit beiden Händen nach hinten auf der Matte abstützen musste, um nicht auf der Seite oder auf dem Rücken zu landen.

Die Kampfrichter gingen allerdings nach der Videoanalyse davon aus, dass beide Hände nicht gleichzeitig, sondern abwechselnd die Matte berührten, so dass keine Wertung gegeben wurde und der Kampf nach kurzer Unterbrechung weiterging. Hier agierte Heyder dann zu hektisch und unvorbereitet mit einem weiteren Wurfansatz, der von Takatabake mit einer Aushebetechnik, für die es Ippon gab, gekontert wurde.

Nächster Wettkampf in Marokko

Trotz des Ausscheidens in der zweiten Runde waren Max Heyder und sein Coach Ralf Matusche mit der gezeigten Leistung, an die es bereits in zwei Wochen beim Grand Prix in Rabat (Marokko) anzuknüpfen gilt, sehr zufrieden, zumal der Litzendorfer dadurch in der Weltrangliste einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht hat. red