Marktzeuln

Mauer am Hang wird erneuert

Die Gemeinde Marktzeuln gab Zahlen zum Haushalt bekannt. Außerdem wurde über die geplante Photovoltaik-Freiflächenanlage informiert. Bis Mitte Februar können Bürger dazu Stellung nehmen.
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Der Auftrag für die Arbeiten an der Mauer beim Schützenhaus ist bereits vergeben. Foto: Karin Sträßner
Der Auftrag für die Arbeiten an der Mauer beim Schützenhaus ist bereits vergeben. Foto: Karin Sträßner

Marktzeuln — Im Marktzeulner Rathaus fand am Montagabend die erste Gemeinderatssitzung des neuen Jahres statt. Gemeinderat Helmut Kießling sprach ein Thema an, das wohl viele Marktzeulner Bürger bewegt. Ein besorgter Einwohner hätte ihn gefragt, wie es um eine Erweiterung der Kiesgewinnung in Marktzeuln steht, berichtete Kießling. Der Bürger habe vernommen, dass der Betreiber einige Grundstücke gekauft hätte. Bürgermeister Gregor Friedlein-Zech (UBMz) erklärte, dass bisher kein Antrag auf Erweiterung des Kiesabbaus bei der Gemeinde eingegangen sei.

Mauer am Hang ist Thema

Ein Thema war außerdem die Erneuerung der Mauer am Hang beim Schützenhaus. Der Bürgermeister erläuterte hierzu, dass der Auftrag bereits vergeben worden sei und man seitens der Gemeinde vorerst keine weitere Möglichkeit habe, die Sanierung zu beschleunigen.

Einer der anwesenden Bürger fragte, wie es um die Endabrechnung zur Verbesserung und Erneuerung der Entwässerungseinrichtung stehe. Der Bürgermeister antwortete, dass die Anlage noch nicht komplett fertiggestellt sei. Darüber würde der Abwasserzweckverband Marktzeuln-Michelau zu gegebener Zeit informieren.

Der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Hubert Gehrlich, gab zudem die Ergebnisse der örtlichen Prüfung der Jahresrechnung 2017 bekannt. Die Rechnungsprüfung hatte daran nichts zu beanstanden. Bei der Prüfung wurden der Verwaltungshaushalt und der Vermögenshaushalt stichprobenweise geprüft.

Nachvollziehbare Posten

Die Gewerbesteuereinnahmen sind 2017 gestiegen. Die Wasserversorgung schlug mit rund 779 000 Euro zu Buche. Die Verschuldung ist von rund 1 130 000 Euro auf 960 000 Euro zurückgegangen. Deswegen habe man dem Vermögenshaushalt rund 427 000 Euro zugeführt. Hubert Gehrlich schloss seinen Bericht, indem er betonte, dass sämtliche Posten eindeutig und nachvollziehbar gewesen seien. Den über- und außerplanmäßigen Ausgaben in Höhe von rund 107 000 Euro, soweit sie erheblich waren und die Genehmigung nicht schon in früheren Gemeinderatsbeschlüssen erfolgte, stimmte der Marktgemeinderat zu.

Der Gesamthaushalt 2017 schließt mit einem Sollüberschuss in Höhe von rund 707 000 Euro ab. Die Mehreinnahmen wurden der allgemeinen Rücklage zugeführt.

Bezüglich der Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans "Regenerative Energien II" und Änderung des Flächennutzungsplans im Parallelverfahren wurde noch eine allgemein verständliche Zusammenfassung erläutert. Im Wesentlichen gehe es darum, die Photovoltaikanlage neben der bereits Bestehenden zu erweitern.

Auf der insgesamt rund 1,45 Hektar großen Fläche ist die Errichtung einer Photovoltaik-Freiflächenanlage geplant. Dort befinden sich keine amtlich kartierten Biotope oder schützenswerte Lebensräume. Die Bestandsaufnahme ergab, dass erhebliche Auswirkungen auf die einzelnen Schutzgüter wie Menschen, Tiere, Pflanzen, Boden, Wasser, Luft und biologische Vielfalt nicht zu erwarten sind. Das Landschaftsbild werde nur gering beeinträchtigt. Durch den Betrieb werden keine Emissionen erwartet. Nach einer dauerhaften Aufgabe der Photovoltaiknutzung würden alle Gebäudeteile rückstandsfrei zurückgebaut. Das Gelände könne dann wieder landwirtschaftlich, auch zur Lebensmittelproduktion, genutzt werden.

Das gesamtheitliche Interesse für das geplante Sondergebiet "Regenerative Energien II" (das Bauvorhaben leistet einen Beitrag zur Schonung der fossilen Energieträger und zum Klimaschutz) wiegt die Ausweisung auf der ehemaligen Sanda bbaufläche und der heute rekultivierten Bauschuttdeponie auf. In der Zeit vom 15. Januar bis zum 14. Februar können Bürger sowie die Träger öffentlicher Belange dazu Stellung nehmen.

Im Anschluss daran werden die eingegangenen Stellungnahmen im Gemeinderat ausführlich behandelt und es findet eine Abwägung der verschiedenen Interessen statt.

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