Eltmann

Matthias Strätz hat einen Neuen

Dass Matthias Strätz nur noch bis zum Sommer Trainer beim Kreisligisten TSV Knetzgau sein wird, steht schon länger fest. Jetzt ist klar, für welchen Verein sich der 37-Jährige entschieden hat: die SG Eltmann.
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Matthias Strätz (links), hier gegen Stefan Greb, trägt künftig das Trikot der SG Eltmann.  Foto: Günther Geiling
Matthias Strätz (links), hier gegen Stefan Greb, trägt künftig das Trikot der SG Eltmann. Foto: Günther Geiling
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"Es ist einfach nur überragend, dass er sich für uns entschieden hat." Günther Preissner macht aus seiner Freude keinen Hehl. Dem Fußball-Abteilungsleiter des Kreisligisten SG Eltmann (12./14) ist es gelungen, Matthias Strätz als neuen Trainer für die kommende Saison zu verpflichten. Ein echter Transfercoup. "Er hatte sicherlich auch andere Anfragen. Umso schöner ist, dass er sich für uns entschieden hat."

Zumal der künftige Coach für den Funktionär der absolute Wunschkandidat war. "Ich wollte ihn schon mehrmals verpflichten. Aber da hatte er immer schon in Knetzgau zugesagt", erzählt Preissner. "Nachvollziehbar, er hatte dort ja viel Erfolg."

Auch in dieser Saison - seiner sechsten beim TSV - steht er mit seinem Team zur Winterpause an der Tabellenspitze der Kreisliga. Die Rückkehr in die Bezirksliga wäre der perfekte Abschluss einer Zeit, in der Matthias Strätz seinen guten Ruf als Coach, den er sich schon bei seiner ersten Station, die ihn drei Jahre zum Kreisklassisten TSV Kirchaich führte, erworben hatte, zementiert hat.

"Strätz und Preissner passt"

"Im Landkreis gibt es nicht sehr viele Trainer, die seine Qualität haben", schwärmt Preissner vom 37-Jährigen. "Er ist für die SG Eltmann ein absoluter Gewinn." Auch für den Fußball-Chef. "Matthias Strätz und Günther Preissner, das passt einfach", sagt Preissner und lacht.

Aussagen, die aber im Umkehrschluss nicht heißen, dass der Abteilungsleiter mit dem Duo, das momentan die Geschicke des Teams leitet, unzufrieden wäre. Thomas Neuß und Denis Gorbatenko waren im Sommer 2018 als interne Lösung eingesprungen. "Damals hätte ich gerne mit Dieter Schlereth verlängert", erinnert sich der Eltmanner Funktionär. "Aber dann kam das Angebot des FC Sand, das er einfach nicht ablehnen konnte."

Der Trainermarkt war zu diesem Zeitpunkt schon leergefegt. Die beiden langjährigen Spieler waren eine naheliegende Alternative. "Sie machen das auch richtig gut", lobt der Abteilungsleiter, weiß aber auch um die Nachteile, wenn Trainer aus dem Team kommen, mit dem sie lange zusammen auf dem Platz gestanden haben. "Manchmal fehlt einfach ein bisschen der Abstand. Das nutzt der eine oder andere dann auch aus", sagt Preissner. "Da sagt man fürs Training schon mal leichter ab."

Das sollte ab Sommer nicht mehr passieren. "Matthias Strätz ist natürlich auch ein Trainer, der eine gewisse Signalwirkung hat." Der 37-Jährige, einst für den FC 05 Schweinfurt in der Regionalliga und für den FC Sand in der Bayernliga am Ball, kann in Verhandlungen mit potenziellen Zugängen durchaus ein wichtiger, wenn nicht gar entscheidender Faktor für die SGE sein.

"Wir wollen und müssen da auch was machen", meint der erfahrene Funktionär mit Blick auf den Aderlass, den der SG-Kader in den vergangenen Jahren erleiden musste. Alleine in diesem Sommer gingen mit den Talenten Bryan Weiß und Lorenz Söldner (beide zum FSV Krum) sowie mit Torjäger Andreas Aumüller (zum FC Oberhaid) drei Leistungsträger von der SG Eltmann zu Bezirksligisten.

Erste Erfolge auf dem Transfermarkt gibt es aber schon: Namen will Preissner allerdings noch nicht nennen. Mit einer Ausnahme: Im Winter kommt mit Stefan Schmauz vom RSV Unterschleichach (24 Jahre/sieben Partien in dieser Saison) ein Neuer.

Einen weiteren Zugang hat der Abteilungsleiter fest eingeplant - seinen neuen Trainer Matthias Strätz. "Natürlich würde ich mir wünschen, dass Matthias bei uns auch auf dem Platz steht." Das tat er beim TSV Knetzgau nach 21 Einsätzen in der vergangenen Runde in dieser Saison nur noch sechsmal. Der 37-Jährige ist dabei ganz bewusst kürzer getreten und hat - auch mit Blick auf die Zeit nach seinem Abschied - anderen Leute beim TSV Knetzgau mehr und mehr Verantwortung überlassen.

"Wird die Jungs voranbringen"

In Eltmann aber, da ist sich Preissner sicher, wäre der frühere Sander auch als Spieler ein eminent wichtiger Faktor. "Er kann die Jungs führen und vor allem in der Abwehr organisieren." Wer einmal erlebt hat, wie Matthias Strätz seine Nebenleute auf dem Platz dirigiert und durch die Gegend schiebt, der weiß, wovon der SG-Fußballchef redet - und dass er Recht hat. "An seiner Seite werden die Jungs besser. Er wird sie voranbringen."



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