Kloster Banz
konzert

Matinee mit Uraufführung in der Stiftskirche

Zum 300. Konsekrationsjubiläums der Banzer Stiftskirche: Am Sonntag, 14. Juli, beginnt in der Stiftskirche an der Banzer Seuffert-Woehl-Orgel um 11.30 Uhr eine halbstündige Matinee des Banzer Orgelsom...
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Zum 300. Konsekrationsjubiläums der Banzer Stiftskirche: Am Sonntag, 14. Juli, beginnt in der Stiftskirche an der Banzer Seuffert-Woehl-Orgel um 11.30 Uhr eine halbstündige Matinee des Banzer Orgelsommers zum zehnten Mal mit Lothar Graap aus Schöneiche bei Berlin. Das Programm enthält Werke aus fünf Jahrhunderten und die Uraufführung der Liturgischen Suite L.Graaps aus dem Jahr 2019 "zum Jahr der 300. Konsekration der Stiftskirche Banz".

Wie immer bei den Matineen ist der Eintritt frei. Am Ausgang wird um eine angemessene Kollekte für die Erhaltung der wertvollen Orgel gebeten.

Am Anfang und am Schluss des Programms stehen eigene Kompositionen von Lothar Graap (*1933). Zunächst erklingen von ihm Präludium in e und Fuge in d. Anschließend folgen Bearbeitungen unterschiedlicher Choräle von Rinck, K. Hoyer, Telemann und Armsdorf. Musik des Hochbarock wird mit Johann Kriegers Präludium und Ricercar in e geboten.

800 Werke

Als Letztes führt Lothar Graap seine Liturgische Suite aus diesem Jahr erstmals auf. Er schuf sie im Blick auf 2019 als Jahr des 300. Konsekrationsjubiläums der Banzer Stiftskirche. Auf ein Präludium folgt darin ein Offertorium "Wir weihn der Erde Gaben", eine Kommunion "Wir rühmen dich, König der Herrlichkeit" und das Nachspiel über "Freu dich, du Himmelskönigin".

Lothar Graap wurde in Schweidnitz/Schlesien geboren und lebt jetzt in Schöneiche bei Berlin. Er ist der Komponist vieler prägnanter, klar gegliederter, sehr unmittelbar wirkender, gemäßigt moderner Werke der unterschiedlichsten Besetzungen. Es sind nun 800 geworden. Er hatte am Konservatorium Cottbus Orgel gelehrt. Regelmäßig erfreute er die Zuhörer der Banzer Matineen in den letzten zehn Jahren mit seinen Beiträgen.

In der deutschlandweit erscheinenden Zeitschrift "Forum der Kirchenmusik" bescheinigte Wolfgang Hanke dem Organisten und Komponisten Lothar Graap in einem Artikel zum 80. Geburtstag eine ungebrochene Schaffenskraft und stellte nach einer Schilderung seines umfangreichen und noch immer europaweiten Schaffens fest: "Dass auch das bayerische Kloster Banz in die Reisepläne eingeschlossen ist, bestätigt einmal mehr Lothar Graaps ökumenische Interessen, die ihn schon in seiner frühen Schaffenszeit nachdrücklich bewegt haben."

Das Instrument in der Stiftskirche mit 35 klingenden Registern auf zwei Manualen und Pedal wurde 1745 bis 1748 von Joh. Phil. Seuffert, Würzburg, für Kloster Grafschaft errichtet. Nach zwischenzeitlicher Verwendung in Frankenberg an der Eder wurden 1987 durch Gerald Woehl, Marburg, und seine Mitarbeiter circa 75 Prozent der verbliebenen ursprünglichen Pfeifen und die Schleifladen in das Gehäuse der bis 1903 bestehenden Banzer Seuffert-Hauptorgel eingesetzt. red

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