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Augsfeld
Landwirtschaft

Maschinenring hat Zukunft

Weil es gemeinsam besser geht: Der Maschinen- und Betriebshilfering Haßgau "ist der Kitt für unsere Betriebe". Dieses Lob sprach der Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Herbert...
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Weil es gemeinsam besser geht: Der Maschinen- und Betriebshilfering Haßgau "ist der Kitt für unsere Betriebe". Dieses Lob sprach der Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Herbert Lang, bei der Jahresversammlung des Maschinen- und Betriebshilferings vor fast 100 Besuchern im Hotel Goger in Augsfeld aus.

Der Vorsitzende Werner Wunderlich sprach in seinem Rückblick vom "zweiten Jahr in Dürre". Allerdings sei 2019 nicht so schlimm gewesen wie 2018. Dazu schlage die Düngeverordnung ein, die des einen Leid, des anderen Freud sei. Tierwohl sei in aller Munde, obwohl sich nahezu jeder Bauer um seine Tiere kümmere, aber beim Kanarienvogel niemand die Käfighaltung kritisiere.

Mit Blick auf die jüngsten Demonstrationen der Landwirte wies der Vorsitzende darauf hin, dass der Maschinenring politisch nicht tätig sei. Die Bauern seien über den Bauernverband organisiert und beteiligt.

Amtsleiter Herbert Lang warf einen Blick auf das Gründungsjahr des Maschinenrings. Damals bewirtschaften 4647 Betriebe auf dem Gebiet des Kreises Haßberge 52 300 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche mit einer Durchschnittsgröße von 11,3 Hektar; 2500 Bauern hielten 16 500 Kühe; etwas mehr als 2000 Betriebe hatten 7360 Zuchtsauen. Nur 25 Betriebe gab es mit mehr als 50 Hektar.

Heute bewirtschaften laut Lang 1200 Betriebe exakt 43 245 Hektar mit einer durchschnittlichen Größe von 35 Hektar. Aber nur noch 190 Betriebe halten 6500 Kühe und 40 Betriebe haben 2700 Zuchtsauen, darunter neun Betriebe mit über 100 Sauen. 256 Betriebe bewirtschaften allein 70 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche mit einer durchschnittlichen Größe von 122 Hektar.

"Dies zeigt den Wandel, die Veränderungen und die radikalen Umbrüche in der Landwirtschaft. Fehlende politische Rahmenbedingungen und zu viele Auflagen erschweren uns heute das Wirtschaften und den Blick in die landwirtschaftliche Zukunft. Politik, Verbraucher und Landwirtschaft ringen um eine neue Beziehung. Aktuell allerdings sieht es immer noch mehr nach Rosenkrieg als nach echtem Dialog aus", betonte Lang. Ein gelungener Dialog setze nämlich voraus, dass die Gesprächspartner den Willen zeigten, das Gespräch mit neuen Erkenntnissen zu verlassen.

Dem Maschinenring sagte Herbert Lang dennoch eine gute Zukunft voraus. Dabei werde die reine Arbeitserledigung mit Maschinen zu einem Auslaufmodell und es werde mehr Bewirtschaftungsverträge geben.

Geschäftsführer Tino Scheithauer gab den Geschäftsbericht für den Maschinen- und Betriebshilfering, der zurzeit 757 Mitglieder hat. An erster Stelle stehe der Bereich Transport vor Futterbau, Strohernte und der Landschaftspflege. Im Betriebshilfsdienst wurden 11 327 Stunden geleistet, die sich auf "sozial" mit 4058 Stunden und "wirtschaftlich" mit 7269 Stunden aufteilen. Insgesamt sind 216 Einsätze geleistet worden.

Ehrung und Vortrag

Eine Ehrung erfuhr Bernhard Schleyer aus Hesselbach für seine 25-jährige Tätigkeit als Betriebshelfer. Zehn bis 25 Einsätze absolviert er im Jahr.

Zum Thema "Pflanzenbau optimieren - zwischen Verordnungen und Witterungsextremen" sprach der Agrar-Ingenieur Ernst Rauh. Die Kunst des Pflanzenbaus besteht nach seiner Aussage darin, "den Nähr-stoffpool Humus zu füttern, damit die Bodenfruchtbarkeit und Ertragsfähigkeit auf einem hohen Niveau bleiben". gg

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