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Vestenbergsgreuth
Wirtschaft

Martin Bauer reagiert auf den Coronavirus mit Reise- und Zutrittsverbot

Auch wenn noch kein akuter Fall im Steigerwald aufgetreten ist, ist das Coronavirus schon länger Thema in Vestenbergsgreuth. Die Martin Bauer Group, größter Arbeitgeber im Weisachgrund, betreibt nur 6...
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Auch wenn noch kein akuter Fall im Steigerwald aufgetreten ist, ist das Coronavirus schon länger Thema in Vestenbergsgreuth. Die Martin Bauer Group, größter Arbeitgeber im Weisachgrund, betreibt nur 600 Kilometer vom chinesischen Wuhan entfernt - wo die Infektion ihren Anfang nahm - in der Stadt Hangzhou ein Produktionswerk, in dem hauptsächlich Extrakte aus Grüntee hergestellt werden.

Wie Martin-Bauer-Pressesprecherin Katharina Peter auf Anfrage des FT mitteilt, hat die Unternehmensgruppe schon vor Wochen auf das Thema reagiert und einen Krisenstab eingerichtet. Der sammelt und bewertet ständig aktuelle Informationen und zieht daraus "Schlüsse und Handlungsempfehlungen zum Schutz der Mitarbeiter, der Produkte und der Lieferkette".

In der gesamten Firmengruppe wurden Reisen von, nach und in China eingestellt. Zudem gelte am Hauptsitz in Vestenbergsgreuth "für alle Personen, die in den letzten drei Wochen in China oder im ostasiatischen Raum waren, ein generelles Besuchs- und Zutrittsverbot", teilt Pressesprecherin Peter mit.

Das Werk in China war während des chinesischen Neujahrsfestes und noch zwei weitere Wochen geschlossen. Seit Anfang dieser Woche wird wieder gearbeitet. Allerdings durften noch nicht alle der über 190 Mitarbeiter an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Sie müssen noch zwei Wochen zu Hause bleiben und sich danach ärztlich untersuchen lassen. Täglich müssen alle Mitarbeiter, die das Werk in China betreten wollen, ihre Körpertemperatur messen lassen, den Mundschutz mehrmals wechseln und mehrmals die Hände desinfizieren.

Ansteckung nicht über Produkte

Entwarnung gibt die Unternehmensgruppe in der Frage, ob das Coronavirus auch über den Kontakt mit Produkten, Bedarfsgegenständen oder Lebensmitteln übertragen werden kann. Eine Sicherheitsbewertung der Produkte und Rohwaren aus China komme zu dem Schluss, so Peter, dass es nach derzeitigem wissenschaftlichen Kentnissstand keine Belege dafür gebe.

Positiv wertet man bei Martin Bauer, dass am Standort des Werkes in China die Neuinfektionen in den vergangenen zwei Wochen nicht mehr gestiegen sind. In den nächsten Wochen werde sich zeigen, ob in China die Beeinträchtigungen im Transportwesen und bei der Versorgung mit Betriebsmitteln wieder abnehmen. ad

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