Marktschorgast
Gemeinderat

Marktschorgast erfüllt Bürgerwunsch und macht Marktplatz barrierefrei

Der Marktplatz wird im Bereich der Gehwege und mehreren Übergängen auf der Kreisstraße barrierefrei umgestaltet. Das war das Ergebnis der Beratungen im Marktgemeinderat am Donnerstagabend. Das Gremium...
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Der Marktplatz von oben. Die Gehwege sollen so umgestaltet werden, dass sie auch mit Rollatoren gut begangen werden können.  Foto: Archiv
Der Marktplatz von oben. Die Gehwege sollen so umgestaltet werden, dass sie auch mit Rollatoren gut begangen werden können. Foto: Archiv

Der Marktplatz wird im Bereich der Gehwege und mehreren Übergängen auf der Kreisstraße barrierefrei umgestaltet. Das war das Ergebnis der Beratungen im Marktgemeinderat am Donnerstagabend. Das Gremium stimmte auch dem vorzeitigen Maßnahmenbeginn zu, einhergehend mit dem vollen Finanzierungsrisiko, denn ein Bewilligungsbescheid für Städtebaumittel von der Regierung von Oberfranken liegt der Marktgemeinde noch nicht vor. Diese Mittel sind aber bei Gesamtkosten von 304 000 Euro für Marktschorgast dringend notwendig.

Bürgermeister Hans Tischhöfer (FW) hieß zunächst die neue Mitarbeiterin im Rathaus, Katharina Jost, willkommen, die seit einer Woche im Amt ist und die Nachfolge von Karl-Heinz Münch in der Geschäftsleitung und dem Sachgebiet Bauwesen antreten wird. Die barrierefreie Umgestaltung des Marktplatz geht nach den Worten von Bürgermeister Hans Tischhöfer auf das Integrierte städtebauliches Entwicklungskonzept in der Städtebauförderung (ISEK) zurück. In der Zwischenzeit wurden in der Nachbarstadt Münchberg vergleichbare Maßnahmen besichtigt und in der Sitzung am 26. November 2018 beschlossen, den Förderantrag für die barrierefreie Umgestaltung des Marktplatzes zu stellen. Mit Schreiben vom 8. April 2019 teilte die Regierung von Oberfranken jetzt mit, dass die fachlichen Grundlagen in überzeugender Weise in Anlehnung an den Leitfaden zur barrierefreien Gemeinde erarbeitet wurden.

Bürgermeister Tischhöfer: "Die Regierung bestätigte die Zustimmung zur geplanten Maßnahme sowie zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn. Hierbei trägt der Markt jedoch das volle Finanzierungsrisiko, denn der Bewilligungsbescheid wird gegebenenfalls erst zu einem späteren Zeitpunkt zugehen."

Die Regierung von Oberfranken sieht die geschätzten Gesamtkosten von 304 000 Euro als voraussichtlich förderfähige Kosten an. Das heißt, dass nach der Städtebaurichtlinie würde die Zuweisung rund 60 Prozent der Gesamtkosten, also rund 180 000 Euro betragen. Weitere Förderprogramme hinsichtlich der Barrierefreiheit gibt es allerdings nicht, wie Bürgermeister Hans Tischhöfer aufzeigte. Es ist ein erklärter Wunsch vieler Bürger, so Tischhöfer, dass der Gehweg vor allem für die Benutzer von Rollatoren einen besseren Belag erhält.

Kosten sind gestiegen

Bürgermeister Tischhöfer machte kein Hehl daraus, dass die Kosten erheblich gestiegen sind, zumal auch die Übergänge zur Arztpraxis, dem Rathaus und der Kirche entsprechend umgestaltet werden und auch das "Weißbeck-Gässchen" vom Markt käuflich erworben wurde und ähnlich wie die Gasse zwischen Anwesen Marktplatz 24 und 26 barrierefrei ausgebaut wird. Tischhöfer verwies darauf, dass mit dem Landkreis Kulmbach als Baulastträger der KU 1 und der katholischen Kirche entsprechende Vereinbarungen hinsichtlich der Kostenübernahme, der Verkehrssicherungs- und Unterhaltspflicht sowie der Räum- und Streupflicht für die Übergänge geschlossen werden müssen.

Architekt Ralph Stadter verwies darauf, dass die barrierefreie Pflasterung des Gehweges nur auf einer Seite, der dem Rathaus abgewandten Seite vorgenommen wird, und zwar auf einer Breite von 1 bis 1,20 Meter mit gesägtem Pflaster auf der Oberfläche und schmalen Fugen: "Der Fugenanteil wird wesentlich geringer als jetzt", so Architekt Ralph Stadter. Am Ärztehaus und an der Kirche wird jeweils ein barrierefreier Stellplatz geschaffen.

Auf Antrag von Zweitem Bürgermeister Nikolaus Ott soll die angeordnete Geschwindigkeitsbegrenzung im Bereich der Schule überprüft werden.

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