Waldbuch
Winterlager

Marktrodacher Pfadfinder auf der Suche nach Knochen

Der Winter ist für die Pfadfinder vom Stamm "König Artus" immer auch etwas Besonderes. So traf sich die Sippe "Gareth" mit Sippenführer Yannick Stumpf, um gemeinsam zum Winterlager nach Almos bei Hilt...
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Das Winterlager der Pfadfinder vom Stamm König Artus war für alle Beteiligten ein faszinierendes Abenteuer. Vorne rechts im Bild ist Stammesführer Felix Bär zu sehen.  Foto: Rainer Glissnik
Das Winterlager der Pfadfinder vom Stamm König Artus war für alle Beteiligten ein faszinierendes Abenteuer. Vorne rechts im Bild ist Stammesführer Felix Bär zu sehen. Foto: Rainer Glissnik

Der Winter ist für die Pfadfinder vom Stamm "König Artus" immer auch etwas Besonderes. So traf sich die Sippe "Gareth" mit Sippenführer Yannick Stumpf, um gemeinsam zum Winterlager nach Almos bei Hiltpoltstein zu wandern. "Eine eiskalte Nacht wurde im Zelt verbracht, aber der Spaß kam auf keinen Fall zu kurz", erklärte Stammesführer Felix Bär.

Alle anderen fuhren gemeinsam zur Egerlandhütte, wo sich beide Gruppen trafen. Dort stießen außerdem acht Kids vom Stamm "Waldläufer" aus Grafenwöhr dazu, die dieses Winterlager gemeinsam mit den Marktrodachern verbrachten. 30 Kinder nahmen teil.

Immer ist dies bei den Pfadfindern in eine spannende Geschichte eingebettet. So bekamen alle Besuch von einem Dorfältesten, der etwas von einem verschwundenen Paar und einem mysteriösen Fluch erzählte, der von einer Kräuterhexe ausgesprochen war. Ein Forscher berichtete von mehreren Knochenteilen, die gefunden wurden. Zur Orientierung hatte er eine Karte dabei. Nun bereiteten sich alle vor. Dazu wurden Umhänge und Kordeln selbst hergestellt. Am Nachmittag zogen nun alle ins Gelände und machten sich auf die Suche nach den ersten Knochen, was sich jedoch als schwierig erwies, da auch Diebe im Gelände unterwegs waren.

"Am dritten Tag wurden wir wieder vom Forscher besucht, der die bereits gefundenen Knochen untersuchte", erklärte Felix Bär. Dabei wurde festgestellt, dass es sich um zwei verschiedene Menschen handelte. Zuerst jedoch wurde eine Grabzeremonie für die beiden Verstorbenen vorbereitet. Dazu wurden Kränze geflochten, ein Kreuz gebunden, ein Leichentuch gefertigt, das Grab ausgehoben und natürlich der Ablauf notiert.

Erneut zogen alle danach aus und suchten den Rest. Alle Teile, die nicht gefunden wurden, konnten aus Zaubermasse geformt werden, die den Gruppenführern abgenommen wurden. "Gemeinsam entließen wir die beiden Verstorbenen in die Ewige Ruhe, der Fluch wurde mit einem Ritual vertrieben und die beiden konnten in Frieden ruhen."

Eines der schönsten Ereignisse lag jedoch noch vor den Pfadfindern, die Versprechensfeier. Am Abend zogen alle im Schweigemarsch, die Fahne vorweg, ins Gelände und vollzogen diese. Zuerst bekam Leon sein Abzeichen und darf sich von nun an Pfadfinder nennen, da er bereits am Stammeslager alle Prüfungen dazu abgelegt hat. Die am Stammeslager neu gegründete Sippe wurde auf den Namen "Merlin" getauft, diese nahm auch gleich noch Max und Leon als neue Mitglieder auf. Am Ende wurden zwei Wölflinge in den Stamm aufgenommen. Jakob und Sebastian haben im letzten halben Jahr bewiesen, dass sie dazu gehören möchten. Sie durften beide ihr Versprechen ablegen und wurden in diesen Kreis aufgenommen. rg

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