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Marktrodach
Gemeinderat

Marktrodach will Trendsportarten ein Feld bereiten

Marktrodach  —  Die Gemeinde Marktrodach wächst unaufhaltsam - und das nicht nur im Industriegebiet "Am Gries". Neubauten und Umgestaltungen standen auf der Tagesordung des Gemeinderates, aber auch Sa...
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Marktrodach  —  Die Gemeinde Marktrodach wächst unaufhaltsam - und das nicht nur im Industriegebiet "Am Gries". Neubauten und Umgestaltungen standen auf der Tagesordung des Gemeinderates, aber auch Sanierungen und trendige Vorhaben mit visionären Ideen.

Für die Jugend müsse endlich etwas getan werden, darin war man sich einig. Und um es gleich vorwegzunehmen: Langeweile und "rumhängen", das soll in Marktrodach kein Thema mehr sein. Als Erstes soll eine trendige Pumptrack-Anlage für Biker entstehen. Dazu Bürgermeister Norbert Gräbner: "Gerne werden Hindernisse wie Treppenstufen oder Gegenstände vom Biker hergenommen, um Geschicklichkeit zu trainieren. Leider gibt es bisher in Marktrodach keinen Bereich oder Platz, wo Kinder und Jugendliche üben können."

Jetzt soll in unmittelbarer Nähe zum Feuerwehrzentralhaus ein kleines Übungsgelände mit geringem Aufwand, aber großer Wirkung gestaltet werden. Aus Lehm, Erdboden und Naturmaterialien soll sie sein und könne auch genauso einfach wieder zurückgebaut werden.

Einzig Gemeinderat Jörg Müller (CSU) äußerte sich negativ zu diesem Vorhaben: "Da entsteht doch nur ein Dreckloch, auf dem zwei Kids drüberfahren und das war es dann. Und wir müssen es pflegen und instand halten. Ein Kinderspielplatz am Schwimmbad wäre tausendmal sinnvoller."

Geschäftsleiterin Katja Wich erklärt dazu: "Wir machen das nicht einfach so, wie wir denken, sondern wollen ein Kinder- und Jugendparlament gründen, damit wir alle gemeinsam an der Gestaltung arbeiten können. Nur so können wir sicherstellen, dass das, was hier entsteht, auch wertgeschätzt wird." Um Freizeit, Sport und trendige Ideen ging es auch im nächsten Punkt der Tagesordung. Markus Martini hatte einen Antrag auf Errichtung eines Calisthenics Parks gestellt. Der könnte dann auf dem rund 2000 Quadratmeter großen Gelände der ehemaligen Minigolfanlage entstehen.

Training mit Eigengewicht

"Es handelt sich hierbei um einen Trendsport, wobei klassische Eigengewichtsübungen im Vordergrund stehen," erklärt Norbert Gräbner. Und Markus Martini ergänzt: "Das alles geht ein bisschen in Richtung Ninja Warrior und ist gerade total im Trend. Die Größe richtet sich natürlich nach dem Budget, aber die Geräte sind zum großen Teil starr, deshalb auch wartungsarm." Norbert Gräbner witzelte: "Das könnten dann auch alle Gemeinderäte nutzen." Und Thomas Schorn (SPD) hatte noch einen Vorschlag zur Ergänzung: "Ich könnte mir daneben auch ein Outdoor-Spielfeld gut vorstellen." Der Marktgemeinderat nahm alle Vorschläge zur Kenntnis und will einen Gesamtplan für das Gelände erstellen.

Ein großes Thema im Zuge der Nordostbayern-Offensive war auch die Machbarkeitsstufür das ehemalige Schulhauses in der Kulmbacher Straße 5 in Oberrodach. Das Gebäude, das auch schon mal Rathaus war und danach gewerblich genutzt wurde, könne jetzt entkernt und generalsaniert werden. Eine neunzigprozentige Förderung sei hier möglich, versicherte Diplomingenieur Jürgen Kolb vom Architekturbüro Müller. Genutzt werden könne das leer stehende und prägnante Bauwerk aus dem Jahr 1886 künftig als Praxisgebäude für Ärzte oder Physiotherapeuten, oder auch als Wohnhaus.

Jürgen Kolb nannte die unterschiedlichen Kombinationsmöglichkeiten und erwähnte auch einen hohen Kostenaufwand, wenn ein Aufzug für das Obergeschoss installiert werden müsste. Für das Erdgeschoss stünde eine Nutzfläche von 150 Quadratmetern und für das Obergeschoss eine Fläche von 130 Quadratmetern zur Verfügung. Die Kosten für einen barrierefreien Ausbau bezifferte er mit 1,2 Millionen Euro. Kolb: "Sollte ein Aufzug eingebaut werden, dann steigt diese Summe auf 1,3 Millionen Euro."

Einen kurzen Sachstandsbericht bezüglich der Sanierung des Kindergartens "Unterm Regenbogen" gab ebenfalls Jürgen Kolb. Er versprach eine Fertigstellung bis Mitte April 2019.

Ein kurzer Rückblick auf die vergangene Badesaison im "Rodach Beach" beinhaltete erfreuliche Zahlen. Gräbner: "Wir konnten 22 000 Besucher zählen, das waren 5000 mehr als in der letzten Saison."

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