Umwelt

Marktgraitzer wollen keine Striommasten in und um ihren Ort herum

Ein großes Thema in der vergangenen Gemeinderatssitzung war einmal mehr die Errichtung weiterer Strommasten in und um Marktgraitz. Einstimmig wurde von den ...
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Ein großes Thema in der vergangenen Gemeinderatssitzung war einmal mehr die Errichtung weiterer Strommasten in und um Marktgraitz. Einstimmig wurde von den Gemeinderäten wieder gegen sämtliche möglichen Stromtrassen votiert. Grund der erneuten Diskussion war der zweite Entwurf des eingegangenen Netzentwicklungsplans "Strom 2030", der von der Bundesnetzagentur mittlerweile geprüft worden war.
Bürgermeister Jochen Partheymüller erklärte, dass dieser unter www.netzausbau.de/2030neb-up veröffentlicht wurde und so dort eingesehen werden kann. Noch bis zum 16. Oktober 2017 besteht die Möglichkeit für die Öffentlichkeit und Behörden, im Rahmen einer Konsultation Stellung zu beziehen. Er machte aus seiner Meinung keinen Hehl, dass möglichst viele diese Internetseite besuchen sollten und unbedingt einen Widerspruch gegen diesen Entwürfe anbringen sollten.
Für das Projekt P44 und P44mod sind darin fünf verschiedene Stromtrassen vorgeschlagen, die vom Gemeinderat komplett abgelehnt werden. Die Variante P44od betrifft die Aufrüstung der gerade fertiggestellten380-kv-Leitung von der Landesgrenze Thüringen/Bayern zum Umspannwerk Redwitz - entweder durch Errichtung höherer Masten oder durch eine neue Leitung parallel zur jetzigen Trasse. Das wäre die Katstrophe schlechthin, war man sich im Gemeinderat einig. Aber auch mit den verbleibenden Möglichkeiten konnte man sich nicht einmal annähernd anfreunden.


"Unsägliche Vorschläge"

Es wurde dabei von allen über "unsägliche Vorschläge" gesprochen. Was ebenfalls nicht gerade positiv stimmte, war die Tatsache, dass aus dem Prüfbericht hervorgeht, dass auf jeden Fall eine Variante gebaut werden muss. Von den Räten wurde der Beschluss gefasst dass alle Varianten der P44 und der P44mod abgelehnt werden.


Schon belastet

Die Region Marktgraitz und die nähere Umgebung tragen mit der neu gebauten "Frankenleitung" einen erheblichen Teil zum Netzausbau bei. Eine weitere Leitung sei nicht tragbar. Diese würde zu einer erheblichen Beeinträchtigung für das Orts-und Landschaftbild führen. Die Lebensqualität für Menschen, Tiere und Pflanzen sowie die biologische Vielfalt Landschaft und Boden hätten dann extrem darunter zu leiden. Ein Neubau hätte also eine erhebliche Beeinträchtigung zur Folge und würde die Zerstörung der Landschaft weiter vorantreiben.
Ebenso muss befürchtet werden, dass eine derartige Bündelung von Stromleitungen zu negativen Auswirkungen auf die Gesundheit der Bürger führt. Es wäre unverantwortlich, nicht dagegen anzugehen.


Pflegemaßnahmen

In einem weiteren Tagungspunkt hat der Landschaftspflegeverband Lichtenfels (LVP) vorgeschlagen, das Maßnahmenprogramm für 2017/2018 weiter umzusetzen. Die Maßnahmen sind nach der Landschaftspflege- und Naturpar krichtlinie mit staatlichen Mitteln förderfähig und werden zwischen 70 und 90 Prozent bezuschusst.
Die Gesamtkosten betragen 3360,49 Euro, der kommunale Anteil des Marktes Marktgraitz beträgt 232,99 Euro. Gegen das Maßnahmenprogramm des LPV gab es keine Gegenstimmen.

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