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Maroldsweisach

Marktgemeinde würdigt besondere Leistungen und ehrenamtlichen Einsatz

Eine etwas andere Sitzung hielt der Marktgemeinderat Maroldsweisach am Montagabend im Rathaus ab. Diesmal standen neben dem Jahresabschlussbericht von Bürgermeister Wolfram Thein (SPD) Bürger aus dem ...
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Bürgermeister Wolfram Thein (links) ehrte bei der Jahresabschlusssitzung Personen für besondere Leistungen. Das Foto zeigt (weiter von links): Konstantin Schneider, Dieter Klopfleisch, Werner Rögner, Katharina Ebert, Kurt Hemmer, Jutta Neuner, Helmut Käferlein, Stefanie Stark und Katja Fassl.  Foto: Helmut Will
Bürgermeister Wolfram Thein (links) ehrte bei der Jahresabschlusssitzung Personen für besondere Leistungen. Das Foto zeigt (weiter von links): Konstantin Schneider, Dieter Klopfleisch, Werner Rögner, Katharina Ebert, Kurt Hemmer, Jutta Neuner, Helmut Käferlein, Stefanie Stark und Katja Fassl. Foto: Helmut Will

Eine etwas andere Sitzung hielt der Marktgemeinderat Maroldsweisach am Montagabend im Rathaus ab. Diesmal standen neben dem Jahresabschlussbericht von Bürgermeister Wolfram Thein (SPD) Bürger aus dem Gemeindebereich im Fokus, die besondere Leistungen erbracht haben.

"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es", sagte der Bürgermeister. Deshalb wolle man heute Personen danken, die sich ohne Wenn und Aber in Ehrenämtern einbringen. "Allen Beteiligten ist bewusst, dass der heutige Abend bei weitem nicht das aufwiegen kann, was ihr für uns und eure Mitmenschen in unserer Gemeinde leistet", sagte er. Ohne ehrenamtliche Mitarbeit wäre laut Thein vieles in einer Kommune nicht möglich.

Die Geehrten: Katja Fassl aus Maroldsweisach hat sich mit Erfolg als Buchautorin versucht und damit, wie Bürgermeister Thein sagte, "einen großen Traum verwirklicht". Sie habe zwei Bücher mit Sagen und Geschichten aus dem Bereich der Marktgemeinde geschrieben.

Ihr erstes Buch, ein Abenteuerbuch, vor allem für Kinder, trägt den Titel "Ferien in der Vergangenheit". Nunmehr hat sie schon ihren zweiten Roman mit dem Titel "Das vergessene Erbe der Steins" fertig. "Wir haben nun die Ehre, von Katja einen kleinen Eindruck von dem Buch zu erhalten", sagte Thein und bat die Autorin, einige Passagen aus dem Buch vorzulesen, was sie gerne tat. Der Bürgermeister dankte Katja Fassl und lobte deren Mut, sich an das Schreiben von Büchern herangewagt zu haben.

Als Ersthelferin bei einem Verkehrsunfall hat sich Stefanie Stark bewährt. "Stefanie Stark hat eine große Leistung vollbracht", sagte der Bürgermeister. Sie koordinierte nach einem Verkehrsunfall am 12. September 2018 auf der Bundesstraße 279 bei Maroldsweisach, bei dem eine Person lebensgefährlich verletzt wurde, die Hilfsmaßnahmen. Sie selbst legte an einer stark blutenden Wunde einen Druckverband an und leistete mit zwei weiteren Helfern Beistand, bis die Rettungskräfte eintrafen. "Auch durch die selbstlose Hilfe von Frau Stark konnte der Mann überleben und lässt Ihnen durch mich einen Blumenstrauß überreichen", erklärte der Bürgermeister.

Kurt Hemmer aus Geroldswind betätigt sich ehrenamtlich im kirchlichen Bereich. "Kurt Hemmer ist quasi in der Kirche in Geroldswind zu Hause", so Thein. Er verrichtet seit 40 Jahren den Mesnerdienst, ist als Kirchenpfleger und Gottesdienstbeauftragter tätig, kümmert sich seit 40 Jahren um die Sternsinger. Weiter ist Hemmer 30 Jahre Kirchenrechnungsprüfer, 30 Jahre Wortgottesdienstbeauftragter und führt seit 30 Jahren für die Caritas Haussammlungen durch. "Das alles ist bemerkenswert und verdient alle Achtung", sagte der Bürgermeister von "Maro".

Helmut Käferlein aus Dippach wurde zum Ehrenkommandanten und Ehrenmitglied der Feuerwehr in Dippach ernannt. Er wurde deshalb schon von "seiner Feuerwehr" geehrt. "Diesen Ehrungen wollen wir uns von der Gemeinde anschließen", sagte Wolfram Thein. Käferlein war 25 Jahre in der Vorstandschaft der Feuerwehr, zehn Jahre als Zweiter Kommandant und 23 Jahre als Erster Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Dippach tätig. In seiner Amtszeit wurde ein neues Feuerwehrfahrzeug angeschafft. "Doch die größte Leistung, die von einem so kleinen Dorf bewältigt wurde, war wohl die Renovierung des Gemeindehauses im Jahr 2006", lobte Thein.

Dieter Klopfleisch aus Maroldsweisach kümmert sich im Ehrenamt seit 25 Jahren um die Beschriftung des goldenen Buches Maroldsweisach. An Klopfleisch gewandt sagte das Gemeindeoberhaupt, dass das goldene Buch der Marktgemeinde seine Handschrift trage. "Immer, wenn das Rathaus bei dir anruft, oft ist es sehr kurzfristig, bist du flexibel und immer bereit, schnell entsprechende Einträge für das goldene Buch zu verfassen."

Jutta Neuner aus Wasmuthhausen ist Vorsitzende des örtlichen Obst- und Gartenbauerverein. Sie hat sich zusammen mit ihrem Mann Oskar beim Tag der offenen Gartentür in diesem Jahr in Wasmuthhausen besonders engagiert. Beide hätten die Organisation hervorragend bewältigt. "Mit einer gelungenen Präsentation, einer beispiellosen Organisation und einem unendlichen Willen wart ihr der Motor für das große und beispiellose Fest", lobte Wolfram Thein.

Katharina Ebert aus Ditterswind ist 16 Jahre alt. Den Besuch der Realschule in Ebern schloss sie als Beste mit der Note 1,25 ab. Auch schrieb sie die beste Arbeit im Fach Betriebswirtschaftslehre. Geehrt werden sollte auch Tim Renz aus Altenstein, der allerdings nicht anwesend war. Er hat die Mittelschule in Maroldsweisach mit der Note 1,2 als Bester seines Jahrgangs beendet. "Das sind beachtliche Leistungen und ich bin als Bürgermeister stolz, dass ihr aus unserer Gemeinde kommt", sagte Wolfram Thein.

Konstantin Schneider aus Maroldsweisach ist 13 Jahre alt und leidenschaftlicher Tischtennisspieler. Und genau diese Leidenschaft hat ihn zu vielen sportlichen Erfolgen in dieser Sportart gebracht. Konstantin Schneider wurde bayerischer Tischtennismeister der Jungen in der Altersklasse 1 (Geburtsjahre 2006 und 2007). "Aufgrund dieser großartigen sportlichen Leistung wurdest du im November 2019 von der Kreisvorsitzenden der baye-rischen Sportjugend, Susanne Makowski, zum Nachwuchssportler des Jahres 2019 ausgezeichnet", freute sich der Bürgermeister. Die Gemeinde könne stolz darauf sein, ein solches Talent zu haben.

Werner Rögner aus Marbach erhielt die Kommunale Dankurkunde des Bayerischen Innenministeriums für besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung. Rögner ist seit dem 1. Mai 1978 ununterbrochen als Gemeinderat oder als Ortssprecher im Ratsgremium vertreten. Von 1978 bis 1984 war er Ortssprecher für seinen Heimatort Marbach. Von 1984 bis 1990 war er Gemeinderat in der Marktgemeinde Maroldsweisach. Danach wurde er wieder Ortssprecher und ist das noch heute. "Du warst immer mit Herzblut dabei, wenn es um Entscheidungen in unserer Gemeinde ging", beschrieb der Bürgermeister.

In seinem Schlusswort sprach Wolfram Thein die Hoffnung aus, dass die Ehrungen für andere Anstoß sein könnten, über besonderes ehrenamtliches Engagement nachzudenken.

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