Nordhalben
Stellungnahme

Markt weist auf das Defizit bei Klöppelmuseum/schule hin

In der öffentlichen Diskussion um die Klöppel-schule bzw. -museum und deren weitere Zukunft hat sich nun Nordhalbens Bürgermeister Michael Pöhnlein zu Wort gemeldet und eine Stellungnahme abgegeben. Z...
Artikel drucken Artikel einbetten

In der öffentlichen Diskussion um die Klöppel-schule bzw. -museum und deren weitere Zukunft hat sich nun Nordhalbens Bürgermeister Michael Pöhnlein zu Wort gemeldet und eine Stellungnahme abgegeben. Zuletzt hatte der Klöppelschulförderverein auf seinen ehrenamtlichen Einsatz für die Einrichtung hingewiesen.

"Der Markt Nordhalben erkennt das große ehrenamtliche Engagement von den Mitgliedern des Klöppelschulfördervereines an und dankt für ihren Einsatz, um diese Einrichtung zu erhalten", schreibt Pöhnlein in der Stellungsnahme.

Namens des Marktes Nordhalben erläuterte er darin die Sachlage folgendermaßen. Wörtlich heißt es:

"1. Die Gemeinde finanziert nicht den Klöppelschulförderverein, sondern das Klöppelmuseum/schule.

2. Der Betrieb Klöppelmuseum/schule verursacht ein jährliches Defizit von circa 20 000 bis 25 000 Euro.

3. Als Haushaltskonsolidierungsgemeinde ist Nordhalben verpflichtet, alle möglichen Einsparungen bzw. Erwirtschaftung von Mehreinnahmen bei seinen freiwilligen Leistungen zu prüfen und umzusetzen. Sollte der Markt Nordhalben dieser Forderung nicht gerecht werden, besteht die Gefahr, dass die finanziellen Zuwendungen durch den Freistaat gekürzt oder schlimmstenfalls völlig eingestellt werden.

4. Die Bemühungen der Marktgemeinde Nordhalben, einen zusätzlichen Träger für diese gemeindeeigene Einrichtung zu finden, wurden leider abgelehnt.

5. Seit Jahren sind die Zahlen der Besucher und der Kursteilnehmer sehr gering. Auch die bundesweite Bedeutung der Klöppelschule, welche in den 1980er Jahren führend war, hat extrem nachgelassen. Die erheblichen Defizite des Klöppelmuseum/schulbetriebes wurden zum Beispiel bei der Doppel-Jubiläumsveranstaltung im Jahr 2016 offensichtlich.

6. Die Marktgemeinde Nordhalben hat deshalb im Jahr 2016 eine moderierte Ideenwerkstatt durchgeführt, auch um Möglichkeiten für eine höhere Attraktivität und bessere Vermarktung dieser Einrichtung zu erarbeiten.

7. Auf dieser Grundlage hat die Bayerische Verwaltungsakademie, in Zusammenarbeit mit dem Klöppel-Ausschuss, zwei Möglichkeiten der Fortführung des Klöppelmuseum/schulbetriebes dem Marktgemeinderat in seinem Abschlussbericht vorgestellt:

a) Eine Verschlankung des Betriebes, um Kosten zu reduzieren (wurde vom Marktgemeinderat abgelehnt) oder b) weitere Maßnahmen umzusetzen und den Erfolg der Maßnahmen, anhand belastbarer Zahlen, im April 2020 zu prüfen und daraus dann Konsequenzen für den weiteren Betrieb zu ziehen (wurde vom Marktgemeinderat beschlossen)." red

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren