Coburg
100. Geburtstag

Marianne von Prince: "Ich habe immer Sport gemacht"

Die Coburgerin Marianne von Prince, geb. Kühn, feierte am vergangenen Donnerstag ihren 100. Geburtstag. "Ich bin in Coburg geboren und ich werde hier sterben", teilte die geistig fitte Jubilarin mit. ...
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Marianne von Prince (vorn Mitte) mit Tochter Juliane Consbruch, ihr Enkel Felix Consbruch und Coburgs Zweiter Bürgermeisterin, Birgit Weber (links)  Foto: Edwin Meißinger
Marianne von Prince (vorn Mitte) mit Tochter Juliane Consbruch, ihr Enkel Felix Consbruch und Coburgs Zweiter Bürgermeisterin, Birgit Weber (links) Foto: Edwin Meißinger

Die Coburgerin Marianne von Prince, geb. Kühn, feierte am vergangenen Donnerstag ihren 100. Geburtstag. "Ich bin in Coburg geboren und ich werde hier sterben", teilte die geistig fitte Jubilarin mit.

Zusammen mit ihrem älteren Bruder Franz Wolfram und der um ein Jahr jüngeren Schwester Brigitta lebte sie bis zum achten Lebensjahr auf der Veste, in der heutigen Burgschänke. Sie war die Tochter von Maria Grasser, aus der Familie des Hoflieferanten und Möbeldesigners Grasser und von Julius Kühn, der als Schriftsteller und Musikkritiker und Oberstudienrat am Alexandrinum tätig war. Ihr Vater wurde später zum Oberstudiendirektor und Kulturdezernent ernannt.

Später besuchte sie die Schule in Gera und Waltershausen, absolvierte ein Landfrauenjahr in der Uckermark, sowie eine Höhere Töchterschule und Pensionat in Erfurt. In den Jahren 1937 bis 1939 ließ sich zur Kindergärtnerin und Hortnerin in Thale ausbilden. Berufstätig war sie auf der Burg Rieneck, bei Gemünden am Main. Bis 1942 hatte sie die Kindergartenleitung bei Lohr am Main inne.

Im selben Jahr ging es dann nach Kiew und Pusztavodiza, einer Lungenheilstätte. Hier kümmerte sie sich um die Mütter sowie Ehefrauen und Kinder von Soldaten. Dies war für sie eine sehr prägende und interessante Zeit.

Da sie 1946 ihre Tochter Juliane zur Welt gebracht hatte, musste sie sich um ihre kleine Familie kümmern und nahm 1950 eine Kinderbetreuung in Coburg an. Später leitete sie den städtischen Kinderhort in der Marienschule am Hofgarten.

Ihre Ausbildung zur Heilpädagogin schloss sie am Meinertzinstitut in München ab. Das ebnete ihr den Weg, dass sie von 1967 bis 1986 im "Verein für das behinderte Kind" arbeitete und die Leitungsfunktion am Diakonisch Soziales Zentrum im Hofgarten übernehmen konnte. 1975 vermählte sie sich mit Adalbert Tom von Prince. "Er war 20 Jahre älter als ich. Wir haben 14 Jahre miteinander verbracht", teilte die Jubilarin mit.

Zur Familie der Jubilarin gehören inzwischen sechs Enkelkinder und fünf Urenkelkinder. Ihre große Leidenschaft waren sportlichen Aktivitäten wie Schwimmen, Tischtennis und Wandern. Sie war über viele Jahre Mitglied im Thüringer Waldverein und noch länger im Alpenverein. Von daher besuchte sie mehrfach die Coburger Hütte bei Ehrwald und erkundete die Dolomiten.

Für Marianne von Prince war die Selbstständigkeit ein hohes Gut. Sie reiste viel und war geistig stets aktiv. Ob beim Kartenspielen, der täglichen Zeitungslektüre des Tageblatts oder als häufiger Gast im Landestheater. Laut ihrer Tochter besuchte sie sehr gerne den Coburger Treff und lernte dort mit 80 Jahren noch das Bridge-Spiel. Bis zum 98. Lebensjahr versorgte sich die Jubilarin selbst.

"Ich habe immer Sport gemacht", führt die Seniorin als Tipp für körperliche Fitness an. Geistig fit habe sie sich mit der Zeitungslektüre, Interesse am Weltgeschehen und vielen Gesprächen gehalten. Zudem habe sie sehr dem Kartenspielen gefrönt und sei gerne ins Theater gegangen. Tochter Juliane und Enkel Felix besuchen Marianne von Prince regelmäßig.

Viele Glückwünsche

An ihrem Ehrentag erhielt die Jubilarin viele Glückwünsche. Coburgs Zweite Bürgermeisterin Birgit Weber überbrachte die Glückwünsche der Stadt Coburg und des Oberbürgermeisters und überreichte Glückwünsche des Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, der eine Medaille mit der "Patrona Bavariae" geschickt hatte.

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