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Marianische Sodalität feiert Abschluss des Jubiläumsjahres

Für die Marianische Herren- und Bürgersodalität bei St. Jakob in Bamberg neigt sich das Festjahr anlässlich ihres 400. Gründungsjubiläums dem Ende zu. Am kommenden Samstag, 8. Dezember, lädt die Sodal...
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Für die Marianische Herren- und Bürgersodalität bei St. Jakob in Bamberg neigt sich das Festjahr anlässlich ihres 400. Gründungsjubiläums dem Ende zu. Am kommenden Samstag, 8. Dezember, lädt die Sodalität noch einmal in die Jakobskirche ein. Das Hochfest der unbefleckten Empfängnis der Gottesmutter Maria wird seit jeher als 2. Titularfest der Gemeinschaft gefeiert. Um 18 Uhr findet daher ein festliches Pontifikalamt mit Weiheerneuerung statt. Zelebrant und Festprediger ist Walter Mixa, Bischof emeritus von Augsburg. Mit diesem Festgottesdienst findet das 400. Gründungsjubiläum seinen Abschluss. Viel Mühe, Einsatz und ehrenamtliches Engagement der Sodalen unter ihrem Präfekten Martin Sauer haben den würdigen Rahmen für das Jubiläumsjahr erst möglich gemacht.

1618 von Fürstbischof Johann Gottfried von Aschhausen gegründet, sah sich die Sodalität in ihrer wechselvollen Geschichte stets der besonderen Verehrung der Gottesmutter Maria verpflichtet. Im Jahr 1805 wurde ihr die ehemalige Stiftskirche St. Jakob vom damaligen bayerischen Kurfürsten Maximilian IV. Joseph, dem späteren König Maximilian I., übereignet - Privileg und Verpflichtung zugleich bis auf den heutigen Tag. Zählte die Sodalität im 19. Jahrhundert noch teils über 8000 Mitglieder, sind es im Jubiläumsjahr 2018 um die 330.

Als eigentlicher Gründungstag wurde der 22. Februar, der Tag der Bestätigung der Gemeinschaft durch den damaligen Jesuitengeneral Muzio Viteschelli im Jahr 1618, mit einem festlichen Pontifikalamt begangen. Erzbischof Ludwig Schick feierte den Jubiläumsgottesdienst, an den sich ein Empfang anschloss. Ein weiterer Höhepunkt war das Haupt- und Titularfest Mariä Aufnahme in den Himmel am 15. August, an dem wie jedes Jahr die "Kleine Marienprozession" durch das Berggebiet bis nach St. Getreu und zurück nach St. Jakob zog. Wie immer wurde dabei das "Wahrzeichen" und zentrale Marienbild der Sodalität, die beeindruckende Silbermadonna des Augsburger Künstlers Kaspar Riß von 1696, mitgetragen.

Das sonst als Leihgabe der Sodalität im Diözesanmuseum aufbewahrte Bildnis fand bei den Gottesdiensten des Jubiläumsjahres einen Ehrenplatz im Altarraum der St. Jakobskirche. Weiteren eindrucksvollen Kunstgegenständen aus dem Besitz der Sodalität widmete das Diözesanmuseum im Frühjahr die Sonderausstellung "Ein ungeahnter Schatz". fw

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